Mai 2016

Jugendclub Elster fährt nach Halle

9. Kathi Hoffest zum Kindertag

29.05.2016

Kindertagsfahrt nach Halle zu Kathi

Aufregung pur. Wochenlang hatte man sich auf diesen Tag vorbereitet und gefreut. Im Jugendclub Elster wurde schon einmal fleißig mit Kathis-Backmischungen gebacken. Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Stadtbereich Zahna-Elster traten die Reise gemeinsam an.

Für die Jugendfeuerwehr Elster war es ein Geschenk seitens des Jugendclubs Elster. Man wollte mal Danke sagen, für die viele und immer wieder große Unterstützung.

Dann war es endlich soweit. Am letzten Sonntag waren die Kinder und Jugendlichen des Jugendclubs „Zuflucht“ Elster mit einigen Betreuern auf großer Fahrt nach Halle zum 9. Hoffest von Kathi anlässlich des Kindertages.

Kaum angekommen öffneten sich auch schon die Tore und das Betriebsgelände konnte erobert werden. Tolle Attraktionen, Leckereien und Überraschungen warteten auf uns. Als erstes haben wir uns verkleidet mit Folienmänteln und Kopfhauben und die Produktionsstraße zur Abfüllung des Kuchenmehls bis zur Verpackung in die schönen bunten Kartons angesehen. Die Sonne lachte den ganzen Tag. Nun hieß es sich auszutoben auf den vielen Hüpfburgen, mit dem Minibagger fahren und Sand um schaufeln, in Wasserrollen in einem großen Pool sich zu bewegen, eventuell ein neues Gesicht beim Kinderschminken zu erhalten, mit viel Glück bei der Tombola schöne Preise zu gewinnen oder an den vielen Glücksrädern von verschiedenen Firmen. In einer Lagerhalle war ein Café eingerichtet, wo unzählige gebackene Kuchen auf einer Tafellänge von mindestens 50 m angeboten wurden. Sowas hatte noch keiner von uns gesehen und die Auswahl fiel echt schwer. In der Eventbäckerei „Kathi’s Backzauber“ hat man uns gezeigt, wie man Tiere und Blüten modelliert für schöne Torten. Es sah ganz einfach aus, wird aber sicher schwer nachzumachen sein. Aber die Kinder konnten auch selbst kleine Muffins modellieren, auf der Bühne vorstellen und einen Preis dafür einhamsen. Bepackt mit vielen roten Tüten von Kathi und vielen Backmischungen und anderen Zutaten und Preisen traten wir die Rückreise völlig erschöpft an.

Ein Dankschön an Kathi für die wundervolle Einladung, danke an unsere Sabine, die alles vorbereitet und uns diesen Tag ermöglicht hat, danke an unseren Busfahrer von der Firma Fläming-Tours Schröder aus Zahna, für die sichere Fahrt.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Simone Graf

Fotos: Marcel Rückert

 

Sekundarschule Elster

Jugendliche und Lehrer sammeln

20.05.16

Ein kurzer Aufruf genügte.

Ein kurzer Aufruf genügte, wie die Pädagogische Mitarbeiterin Silke Wolter der MZ sagte, und die Schüler und Lehrer der Sekundarschule Elster trugen zehn große Tüten voller Spenden, vor allem Secondhand-Textilien, zusammen. Diese übergaben sie an den in der Region aktiven Förderkreis Sumy-Hilfe, der am 22. Mai mit vier Kleinbussen und acht Fahrern Hilfsgüter über knapp 2000 Kilometer in die Nordost-Ukraine bringt.

In der dortigen Bezirksstadt Sumy (400.000 Einwohner) unterstützt der Verein seit über 20 Jahren Einrichtungen für Menschen mit geistigen Behinderungen und deren Familien. Die Spenden an die Sumy-Hilfe übergaben (von links) Silke Wolter, Vanessa Köhler und Hendrik Herrmann (beide aus der neunten Klasse und Schülersprecher) sowie Vertrauenslehrerin Heike Stahl.

Text und Foto: Detlef  Mayer

 

Straßensperrung Kreis Wittenberg

Elsteraner Fähre außer Betrieb

19.05.16

Die Elbfähre Elster liegt am Wartenburger Ufer, die Elsteraner Zufahrt ist gesperrt, auf den Richtungsschildern an der Bundesstraße 187 wird darauf hingewiesen, dass die Fähre außer Betrieb ist. Mindestens sechs Wochen wird das so bleiben, weil die Fährzufahrten erneuert werden und auf der Elsteraner Seite im Rahmen des Hochwasserschutzes die Deichscharte und Nebenanlagen entstehen. Unter anderem befindet sich in diesem Bereich auch ein bedeutender Kabelstrang des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der verlegt werden soll.

Text und Foto: Frank Grommisch

 

Besucherstrom

Bockwindmühle wackelt im Wind

16.05.2016

Sogar zwei Radtouristen aus England befanden sich am Mühlentag (Pfingstmontag) unter den Besuchern der historischen Bockwindmühle in Elster. Sie waren – wenn man einmal davon absieht, dass sie sich nicht in erster Linie wegen dieses technischen Denkmal auf den Weg gemacht hatten – unter den über 200 Gäste im Verlauf des Nachmittags jene mit der weitesten Anreise. Harald Lindemann, der einmal mehr alle Interessierten durch die Mühle führte, die am Montag übrigens vom Wind ordentlich durchgeschüttelt wurde, konstatierte: „Die Begeisterung für Mühlen reißt nicht ab.“ Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz, gestand aber auch ein: „Wenn es mir nicht solchen Spaß machen würde, könnte ich das sicher nicht so durchziehen.“


Text: MZ und Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Crossgolf in Wittenberg

Luthers Pflaster ist nichts für Weicheier

14.5.2016

Mit dem Golfschläger quer durch die Stadt: Zu Pfingsten wird es 2016 wieder ein Crossgolf-Turnier in Wittenberg geben. Bei einem der letzten Turniere in Wittenberg wurde auch im Luthergarten der Ball abgeschlagen. Stefan Richter aus Köthen schlug damals seinen orange mar­kier­ten Schaum­stoff-​Ball vor der Kulisse der Wit­ten­ber­ger Altstadt ab.

In der Szene wird inzwischen liebevoll von der „Crossgolf City Wittenberg“ gesprochen. Zum vierten Mal werden in der Lutherstadt den staunenden Touristen und Einwohnern die Bälle um die Ohren gehauen. Klingt gefährlich. Ist es aber nicht, betont Mario Prell. Schließlich handele es sich um „Soft-Geschosse“. Passiert sei auch nie etwas. Und das werde auch so bleiben.

Der Cheforganisator betont, dass er „den Verantwortlichen der Stadt“ dankbar sei für das Vertrauen und die Genehmigung des Spektakels. In Wittenberg wird am Sonntag die Saison in der Mitteldeutschen Crossgolf-Liga eröffnet. „Zwar werden im Süden der Republik viel mehr Turniere gespielt, aber so eine Serie ist in Deutschland einmalig“, sagt Prell, der zum Auftakt mit 25 Teilnehmern darunter Berliner und Leipziger rechnet. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Brauhaus. Ernst wird es ab 11 Uhr.

Wo überall im Stadtzentrum gespielt wird, ist ein streng gehütetes Geheimnis. „Es ist Altbekanntes dabei, aber es hat auch eine neue Bahn in die Auswahl geschafft“, so der Organisator, der sicher ist, dass die zu einer neuen Herausforderung wird. Insgesamt werden elf Bahnen vorbereitet. Die Spieler, die mit den wenigsten Schlägen die originellen Ziele treffen, sammeln wertvolle Punkte für die Liga. Es folgen Wettbewerbe im Köthener Schlosspark im Juni und Potsdam im September.

Gehofft wird auch noch auf einen Vergleich in Berlin. Allerdings habe das Grünflächenamt dort dem noch nicht zugestimmt. Höhepunkt und Abschluss ist das traditionelle Nachtgolfen im November in Elster. Danach werden bei einem gemütlichen Beisammensein die Besten des Jahres mit Pokalen geehrt. „Bei uns geht es fast familiär zu. Der Spaß steht im Vordergrund. Die Wettkämpfe werden nicht verbissen geführt, zumindest zeigt das niemand nach außen“, so Prell.

Das freilich war noch vor einem Jahr ganz anders. Da traf sich die deutsche Elite der Crossgolfer zur Qualifikation für die Europameisterschaft in London in Wittenberg. Die Mitglieder der Nationalmannschaft waren begeistert - von der Stadt und vom unglaublichen Parcours, der durch das Einkaufszentrum Arsenal - „Sofort wieder!“, so Prell - führte und solche Ziele ansteuerte wie den Marktbrunnen. Überraschend wurde der Rischebach zu einer besonderen Herausforderung.

Passanten beobachteten belustigt, wie die Aktiven versuchten, mit einem Golfschläger die Bälle aus dem Wasser zu fischen. „Wir hatten im Vorfeld empfohlen, einen Kescher mitzubringen. Kosten doch nur zwei Euro“, sagt Prell. Der Tipp wurde ignoriert. Und es gab auch keinen Heimvorteil. Niemand aus der Region schaffte den Sprung in die englische Hauptstadt. Prell widerspricht energisch und verweist auf Jörg Großmann (Berlin). Die Hauptstadt gehöre schließlich zur Region, so Prell. Der Mann aus der Metropole spielt eben in der Mitteldeutschen Liga. Aber egal, das Event in Wittenberg löste einen Hype aus.

Kritik gab es aber auch - allerdings erst nach den Europameisterschaften. Die sieggewohnten Deutschen belegten nach Frankreich und England „nur“ Rang drei. Schuld sei die Qualifikation in Wittenberg!. „Wir wurden auf harten Untergrund gestählt“, schimpften die Bronzemedaillengewinner. „Luthers Pflaster ist das härteste“, sagt Prell dazu. Im Londoner Olympiapark wurde auf extrem weichem Untergrund - auf Kunstrasenmatten - gespielt. „Der echte Rasen sollte geschont werden“, so Prell.

Inzwischen ist die Qualifikation für die Titelkämpfe 2016 in Amsterdam über die Bühne gegangen - und zwar in einer Stadt. Aachen ging an die Kondition der Crossgolfer. Die Strecke betrug 17 Kilometer. Kein Problem für Stefan Hagendorf. Der Elsteraner ist für den zwölfköpfigen Kader der Nationalmannschaft nominiert und wird in den Niederlanden spielen. Prell schaffte unter den Top-Leuten einen ausgezeichneten Rang 25 und will am Sonntag wieder angreifen.

Text: MZ-Wittenberg

Foto: Baumbach/Archiv

 

Angebote kommen gut an

10.05.2016
Gut gefüllt war der Saal des Bootshauses in Elster zur Jahreshauptversammlung des Seniorenclubs Elster-Zahna. An den beiden, durch den ganzen Raum reichenden Tafeln gab es keine freien Plätze. 2015 war für die Senioren aus Elster und Zahna wieder sehr ereignisreich, wie der Bericht des Vorstandes, gehalten von Kassenwartin Ingelore Tietz, zeigte. Montag bis Donnerstag gibt es in Elster verschiedene Angebote sowie Monta gund Dienstag in Zahna. Es wird gesungen, getanzt, Karten gespielt, sich der Handarbeit gewidmet und vieles mehr .D awundert es auch nicht, dass der Verein aktuell 100 Mitglieder (71 in Elste rund 29 in Zahna) zählt. Zwar könne nach Worten der Berichterstatterin der Zuspruch bei den Veranstaltungen manch mal besser sein,aber Krankheiten oder einfach nur schlechtes Wetter stünden dem hin und wieder im Wege.
Den Jahresauftakt bildet im Januar immer der Seniorenkarneval mit dem Elsteraner Carneval Verein im „Elsterlandsaal“. Dass die Seniorentanzgruppe es sich nicht nehmen lässt, mit einigen Tänzen zu dessen Gelingen beizutragen, ist für sie selbstverständlich. Im März wird dann traditionell angeradelt. Auch an den großen Festen in den Orten ( Schul- und Heimatfest in Elster, Stadt-und Vereinsfest in Gadegast, Schifferfest in Elster und weitere) sind die Senioren aktiv beteiligt. Und das nicht nur tanzend, sondern auch mit leckerem Kuchen. Aber die Frauen und Männer denken ebenso an ihre Gesundheit. Unter Regie der Vereinsvorsitzenden Margitta Müller sind 17 Mitglieder zu einer Kur nach Franzensbad gereist. Weitere16 Senioren haben das Angebot der Caritas zu einem kostenlosen Kurzurlaub in Bad Kösen genutzt. Traditionell ist ebenso der Jahresabschluss. In Gallin wird jedes Jahr zum Weihnachtsfest eingeladen.
Kritische Worte gab es im Bericht des Vorstandes ebenso wenig wie im Bericht der Kassenprüfer. Dem Vorstand wird in letzterem eine sehr verantwortungsbewusste und exakte Arbeit bescheinigt. Nachdem noch geklärt war, wer Kuchen fürs Elsteraner Kinderzeltlager und für das Stadt- und Vereinsfest bäckt, konnte zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Es wurde gesungen und später auch noch gemeinsam Abendbrot gegessen.

Text und Foto: Boris Canje

 
Sicherheit groß geschrieben

12.05.2016
„Sicherheit für unsere Kinder“waren die Pfingstferien im Jugendklub Elster überschrieben. Dafür hatten sich Klubbetreuerin Sabine Hoffmann und Simone Graf vonder Caritas sachkundige Hilfe geholt. Polizei, Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz sorgten für interessante und vorallem kindgerechte Aktionen zu diesem Thema. Den Mädchen und Jungen hat es jedenfalls gefallen,wie diese bestätigten. Während Lucio sich vor allem von der Spurensuche der Polizei (Finger- und Schuhabdrücke) begeistert zeigte, war für Emily und Elisa der Blick in die Rettungswagen des DRK besondersi nteressant. Arno dagegen hat gefallen, dass Kinder im Rettungswagen auch mal Probeliegen durften. Übereinstimmende Meinung nach ereignisreichen Tagen: Die Mädchen und Jungen fühlen sich jetzt etwass icherer und wissen, wie in bestimmten Fällen (Unfälle und anderes mehr) gehandelt werden soll.
Die Referenten wunderten sich über die Disziplin.Die Kinder zeigten sich sehr wissbegierig. Das lag wohl auc hdaran, dass die Vorträge sehr locker dargeboten wurden und es zuweilen spaßig zuging.
Polizisten stellten alle Bereiche ihrer Arbeit vor. Sie zeigten die Messungen von Fahrzeuggeschwindigkeiten ebenso wie das Feststellen eines Pkw-Halters. Sogar die Handschellen kamen zum Einsatz. Die Kinder erfuhren einiges über das richtige Verhalten im Straßenverkehr und dazu, was alles zur Ausrüstung eines Polizisten gehört. Der Helm durfte sogar aufgesetzt und eine schussfeste Weste übergestreift werden. „Gepustet“ werden musste ebenfalls. Resultat: Kinder und Betreuer waren fahrtüchtig (null Promille).
Mit zwei Fahrzeugen, einem Rüst- und einem Tragkraftspritzenfahrzeug, rückte die Freiwillige Feuerwehr Elster an. Beide Autos wurden sehr genau in Augenschein genommen, einige Erklärungen gaben auch die Mädchen und Jungen, die zur Jugendwehr gehören. Große Augen gab es, als Kreisjugendwartin Sarah Hoffmann in einem „Puppenhaus“ Rauch entstehen ließ. Kurze Zeit später sprang der Rauchmelder an. Weiter wurde demonstriert, dass der Qualm nach oben steigt. Schon kurz darauf war der nächste Melder, der im Schlafzimmer der Eltern, zu hören. Im Löschen durften sich die Ferienkinder ebenfalls versuchen. Mit der Kübelspritze wurden hölzerne Feuer-Attrappen in den Fenstern eines ebenfalls hölzernen „Hauses“ zum Umklappen gebracht. Dieses Modell durften die Kinder bis zum Ende der Ferien im Klub behalten und sich weiterhin daran ausprobieren. Noch eine Überraschung gab es: ein Feuerlöscher in Aktion. Allerdings wares einer, d er eigentlich schon lange ausgedient hatte. Doch wie vorgesehen kam aus ihm noch Wasser, wenn es auch nicht gut roch.
Mit Martinshorn und Blaulicht rückte am l etzten Thementag ein Rettungswagen des Deutschen RotenKreuzes an. Die Zeit verging wie im Fluge. Die Kinder haben viel erfahren, u.a. wie sie sich in verschiedenen Situationen richtig verhalten. Damit wurde das Ziel dieser Aktion in den Pfingstferien voll und ganz erreicht.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje

 

Gemischter Chor Elster – Konzert
Den Müttern gewidmet

09.05.2016

Ein gemeinsames Konzert gaben in der Kirche Elster der Gemischte Chor Elster, der Kirchenchor Elster, der Männerchor Schweinitz, der Echo-Chor sowie die Sangesfreunde Listerfehrda. Anlass dazu boten ihnen der Muttertag sowie das Erwachen des Frühlings, der von allen fünf Klangkörpern mit jahreszeitlichen Liedern begrüßt wurde, die dem Publikum Freude bereiteten.

Text: Sven Gückel

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Gärtnerei Böttcher unterstützt Hilfstour

05.05.2016
Katja und Martin Böttcher von der gleichnamigen Gärtnerei in Elster überreichten Freitag einen Umschlag mit 200 Euro an Detlef Mayer vom Förderkreis Sumy-Hilfe. Mit der Spende unterstützt Familie Böttcher den Ende Mai geplanten Hilfsgüter-Transport des Vereins, der sich für Behindertenprojekte im Nordosten der Ukraine engagiert. Gesammelt wurde das Geld beim Tag der offenen Gärtnerei. Kinder des Elsteraner Jugendklubs hatten dabei Tombola-Lose angeboten und ein Teil des Erlöses vom Kuchenverkauf floss ebenfalls in die Spendenkasse.

Text: Boris Canje

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Mdr Landpartie in Klebitz

Bahnhalt am Stammtisch thematisiert

04.05.16

Durch kühle Temperaturen und einen wolkenverhangenen Himmel wollten sich die Klebitzer ihre gute Laune bei der Landpartie von Radio MDR Sachsen-Anhalt am Mittwoch nicht vermiesen lassen. Etwa 100 kamen um 6 Uhr bereits zum Frühsport auf den Dorfplatz. Dann ging es zum gemeinsamen Frühstück in das Dorfgemeinschaftshaus. Hobbybäcker und Stadtrat Ralph Marx (CDU) hatte extra dafür zahlreiche Brote und Brötchen gebacken.

Unter denen, die es sich munden ließen, war auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), dessen Vater einst bei der Maschinen- und Traktorenstation (MTS) in Klebitz gearbeitet hat. Dorthin, so erzählte Haseloff, sei sein Vater auch am Tag der Geburt seines Sohnes unterwegs gewesen. Bei hohem Schnee, unter anderem auch um der Hebamme in Zahna Bescheid zu sagen. Als letztere in Bülzig eintraf, hatte der Knabe bereits das Licht der Welt erblickt. Der Ministerpräsident fotografierte noch die Reste der MTS-Gebäude, um sie seinem Vater zeigen zu können.

An den Stammtisch mit den beiden Radio-Moderatorinnen Dagmar Röse und Grit Lichtblau ging es wieder auf den Dorfplatz. Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) wurde unter anderem über sein fußballerisches Engagement in der Nationalmannschaft der Bürgermeister befragt. Diese war 2008 Weltmeister geworden. Aber auch die Klebitzer, so wurde in mehreren Gesprächen deutlich, waren in früheren Jahren sportlich sehr erfolgreich. DDR-Meister in der Leichtathletik und im Turnen sind aus den Reihen von Traktor Klebitz hervorgegangen.

Natürlich ging es auch um den Bahnhaltepunkt in Klebitz, der trotz der Proteste im Ort geschlossen wurde. Eine glühende Verfechterin damals des Erhaltes und heute der Wiedereröffnung des Halts in Klebitz ist die Berlinerin Rose Haas. Als sie sich vor Jahren entschloss, in Klebitz ein Grundstück zu erwerben, habe sie von der Hauptstadt dorthin etwa 50 Minuten mit der Bahn benötigt. Das sei nach Wegfall des Stopps nicht mehr zu schaffen. Umso mehr ist sie verärgert darüber, dass der Halt trotz der Zusage der Stadt, sich an den Betriebskosten zu beteiligen, geschlossen wurde. Das bringt auch Jürgen Bischof auf die Palme. Er hat bereits vor Jahren ein Grundstück erworben, um dort Berliner Kindern die Chance zu geben, einmal aus den Hochhausbezirken aufs Land zu kommen. Derzeit sei er dabei, sein Ziel weiter zu verfolgen.

Ein wichtiger Aspekt sei für ihn die Bahn gewesen. Mit ihr seien bereits einmal 150 Pfadfinder in den kleinen Ort an der Landesgrenze zu Brandenburg gekommen. Doch eigentlich gehe es ihm um die Kinder aus sozialen Schwerpunkten, denen hier die Gelegenheit geboten werden soll, einmal zur Besinnung, zur Ruhe zu kommen. Und das Haus biete immerhin Platz für bis zu 70 Betten.

Jessens Bürgermeister Michael Jahn (SPD) nutzte die Runde, um darauf hinzuweisen, dass seine Kommune und die Stadt Zahna-Elster gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um die Schulstandorte zu erhalten.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Kinderkleider- und Spielzeugbörse Elster

Initiative in Elster Kleiderspenden zusammengetragen

04.05.16

Die Elsteraner Kinderkleider- und Spielzeugbörse unterstützt auch in diesem Jahr wieder den Förderkreis Sumy-Hilfe.

Die Elsteraner Kinderkleider- und Spielzeugbörse unterstützt auch in diesem Jahr wieder den Förderkreis Sumy-Hilfe. Deshalb waren die Händler bei der Börse gebeten worden, von der nicht verkauften Kleidung etwas für hilfebedürftige Kinder zu spenden und diese Bitte war erfolgreich.

Mit Unterstützung des Jugendklubs wurden die acht gut gefüllten Kartons in ein Zwischenlager gebracht und warten nun hier auf den Start des Hilfskonvois, der in der letzten Mai-Dekade wieder in die Ukraine unterwegs sein wird.

 

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Kanuverein Elster

Zum 35. Mal Elster-Elbe-Fahrt

04.05.16

Nach langjähriger Tradition werden Wasserwanderfreunde aus vielen Bundesländern am Himmelfahrtstag nach einem deftigem Frühstück von Prettin nach Elster paddeln. „Das ist die erste Etappe unserer 35. Elbe-Elster-Fahrt. In unserem Bootshaus wollen wir den Feiertag mit einer Männertagsparty zünftig ausklingen lassen“, informiert Lutz Rotte, Vereinsvorsitzender des gastgebenden Elsteraner Kanuvereins „Harmonie“.

Nach einem „Ruhetag“ mit individueller Vorbereitung erfolgt am Samstagmorgen der Bustransfer nach Arnsnesta, wo um 10 Uhr nahe der dortigen Brücke die Boote zu Wasser gelassen werden. Erfahrungsgemäß treffen die Paddelfreunde zwischen 14 und 17 Uhr wieder am Elsteraner Bootshaus ein. Um 19.30 Uhr beginnt der große Kanutenball.

Schon seit einer Woche füllt sich das Gelände am Vereinsdomizil der „Harmonie“-Paddler mit Wohnwagen und Zelten. Viele Wasserwanderfreunde nutzen die Gelegenheit, schon vor den offiziellen Touren auf Elbe und Schwarzer Elster die Region auf dem Wasser und an Land zu erkunden.

Text und Foto: MZ/ Zahn-Archiv

 

Flämingbad Zahna

Schwimmbad kann nun doch noch öffnen

03.05.16

Das Fläming-Bad in Zahna: Für das Schwimm- und Erlebnisbad wird intensiv nach Personal gesucht, damit das Bad in dieser Saison doch noch eröffnet werden kann.

Das Schwimm- und Erlebnisbad Zahna kann weiter betrieben werden. Zahna-Elsters Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) überbrachte die gute Nachricht in der gemeinsamen Sitzung von Finanz- und Hauptausschuss des Stadtrats am Montagabend in Elster.

Vorausgegangen waren Wochen mit intensiven Gesprächen. Denn erst Mitte April hatte die Verwaltung erfahren, dass der bisherige Betreiber, die Infra-Service GmbH, den Vertrag mit der Stadt zum Monatsende kündigt. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass es dem Unternehmen nicht gelungen sei, qualifiziertes Personal zu finden.

Für die Stadt konnte nun Peter Müller nach großen Bemühungen mitteilen: „Die personellen Dinge sind unter Dach und Fach“. Eine Fachangestellte für Bädertechnik sei gefunden, eine Auszubildende ebenfalls, die von Torgau zu den Stadtwerken Wittenberg wechseln kann, damit sie in Zahna zur Verfügung steht. Zudem hätten zwei Rettungsschwimmer ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert, die schon einmal in Zahna gearbeitet haben und sich für diese Saison zur Verfügung stellen.

Ein Mitarbeiter des Bauhofes habe sich bereit erklärt, sich zum Rettungsschwimmer ausbilden zulassen, ebenso ein 16-jähriger Schüler. Und ein Syrer, der in seiner Heimat als Rettungsschwimmer arbeitete, habe ebenfalls seine Dienste angeboten. Zudem stünden weiterhin geringfügig Beschäftigte für die Kasse sowie Pflegearbeiten zur Verfügung, informierte Peter Müller. Mit der Infra-Service GmbH seien Verhandlungen zur technischen Betriebsführung in den kommenden Monaten zu führen. Das Personal werde nun wieder über die Stadt beschäftigt. Über die Auswirkungen auf den Stellenplan und die zu erwartenden Kosten wird noch zu reden sein.

Die Eintrittspreise für das Schwimmbad sollen in diesem Jahr nicht verändert werden, äußerte der Bürgermeister. Für das nächste Jahr sei dann eine neue Kalkulation vorzunehmen. Ein Start zum 15. Mai, wie vor der Vertragskündigung geplant, wird nicht möglich sein. „Wir orientieren auf den 1. Juni“, so Peter Müller.

Text: Frank Grommisch

Foto: Thomas Christel

 

Pfingstferien im Jugendclub „Zuflucht“ Elster

Fragen der Sicherheit stehen im Mittelpunkt
02.05.2016

Sicherheitsfragen stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Elsteraner Jugendklubs in den Pfingstferien. Dafür haben sich Betreuerin Sabine Hoffmann und Simone Graf von der Caritas ein prall gefülltes Programm einfallen lassen. Lediglich für Montag und Freitag gibt es kein spezielles Thema. Ansonsten hat sich Johanna Schröder-Rimkus aus dem Wittenberger Polizeirevier angemeldet und wird ein Einsatzfahrzeug mitbringen. Den Part derFeuerwehr übernimmt Kreisjugendwartin Sarah Hoffmann. Sie will demonstrieren, welche Wege bei einem Feuer der Rauch nimmt. Technik der Elsteraner Floriansjünger wird zu sehen sein. Einen Krankenwagen mitzubringen haben Notfallsanitäter Ulf Riedel und sein Kollege vom Deutschen Roten Kreuz versprochen. Anmeldungen sind erforderlich und möglich bei Simone Graf (Caritas Fluthilfe in Elster) oder Sabine Hoffmann (Medientreff in der Außenstelle des Rathauses, Am Sportplatz, oder im Jugendklub).

 

Text: Boris Canje

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Zwangspause nach Pfingsten
02.05.2016

Nach Pfingsten muss die Elbfähre Elster eine Zwangspause einlegen. Das machen Arbeiten an der zu errichtenden Deichscharte und den Nebenanlagen erforderlich, erläutert Projektleiterin Barbara Gurschke vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW). Unter anderem befinde sich in diesem Bereich auch ein bedeutender Kabelstrang des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der verlegt werden müsse. Außerdem sollen zeitgleich im Zuge der Beseitigung von Hochwasserschäden an beiden Ufern die Fährzufahrten erneuert werden, informiert Elsters Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe (Freie Wähler). Für die Arbeiten müsse mit sechs bis acht Wochen Dauer gerechnet werden. Absprachen mit dem Fährpächter sollen am Dienstag erfolgen.

Text: Frank Grommisch

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

"Wie eine Droge"

Elsteranerin Annette Lauterbach strickt für den guten Zweck

01.05.2016

Wolle und Nadeln sind aus dem Leben der Elsteranerin Annette Lauterbach nicht wegzudenken. Wann immer sie Zeit hat, greift sie dazu und strickt. Sogar beim Kochen des Mittagessens liegt das Strickzeug bereit und wenn die Kartoffeln auf dem Herd stehen, gibt es kein Halten mehr.

„Es ist für mich wie eine Droge“, bekennt die Elsteranerin. Für diese habe sie bislang auch immer auf ein Mittagsschläfchen verzichtet. Selbst die Wartezeit beim Arzt oder längere Zugfahrten nutzt sie, um an dem aktuellen Stück weiter zu arbeiten. Auch zu Geburtstagen oder Familienfeiern - das Strickzeug muss immer mit. „Beim Stricken kann ich gut zuhören“, heißt es etwas entschuldigend.

Wann sie damit begonnen hat? Die Antwort auf diese Frage kommt prompt, wenn auch erst einmal scherzhaft: „Es wurde mir in die Wiege gelegt.“ Das ist natürlich etwas übertrieben, aber mit acht Jahren hat sie begonnen, ihre Puppen zu bestricken. Beigebracht hat sie es sich selbst. Bis heute holt sie sich auch viel Wissen aus Handarbeitsbüchern. „Ich habe ganze Schränke voll davon.“

Einige Jahre nach den Puppen waren die Kinder an der Reihe und auch ihr Mann wurde bestrickt. Seit über 50 Jahren sind beide verheiratet. Aber heute, so bedauert Annette Lauterbach, will keiner mehr Gestricktes. Trotzdem kann und will sie es nicht lassen. Beim Fernsehen klappern die Nadeln. Nur ab und an sieht sie auf das Gestrickte, bei Strümpfen gar nicht mehr. „Die kann ich schon im Schlaf.“ Die Intensität der Beschäftigung mit Wolle und Nadeln richtet sich nach der Jahreszeit. Im Winter ist sie höher als im Sommer. Neben dem Stricken kümmert sie sich gerne um ihren Garten, insbesondere die Blumen. Wenn sie einmal den Kopf wieder frei haben will, steigt sie auf ihr Rad. Da ist schon eine Tour bis Jessen und zurück denkbar. Mindestens drei Stunden am Tag bleiben dennoch fürs Stricken, auch bis weit in die Nacht. „Weil ich die Zeit dabei vergesse.“

Jüngste Werke sind Tiere. Alles Prototypen, bislang jedenfalls. Nur das Zebra möchte sie nicht noch einmal stricken, weil es ihr zu kompliziert ist. Drei Monate hat sie für ihre Sammlung, die auf dem Sofa in der Stube aufgebaut ist, gebraucht. Auch Puppen werden gestrickt. Für eine solche benötigt die Elsteranerin sechs bis sieben Stunden und etwa 50 Gramm Wolle. Wie viel sie bislang verstrickt hat? Diese Frage lässt Annette Lauterbach etwas zögern. Dann überzeugt: „Zentnerweise“.

Ihr Mann toleriert das Hobby seiner Frau. Für ihn sei es nichts, er könne nicht stillsitzen, weiß Annette Lauterbach. Für die gelernte Buchhalterin steht fest: Sie wird so lange weiter stricken, wie Augen und Hände es ihr erlauben. Bedenken, sich von ihren Arbeiten zu trennen, hat sie nicht. Sie belieferte das Wittenberger Paul-Gerhardt-Stift mit Mützchen und Strümpfchen für die Neugeborenen. Nun unterstützt sie die Sumy-Hilfe.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann