Juli 2016

Erlebnisbad Zahna Seepferdchen-Schule

29.07.2016

Im Schwimmerbecken des Zahnaer Erlebnisbades ist eine Bahn abgeteilt. Hier hat sich Sissi Frank, seit dem 1. Juni für das Bad verantwortlich, Platz geschaffen, um Mädchen und Jungen im Seepferdchenkurs das Schwimmen beizubringen.

Während blutige Anfänger noch die aufblasbaren Schwimmflügel am Arm oder einen Schwimmgürtel brauchen, um sich über Wasser zu halten, erproben sich andere bereits mit einer so genannten Schwimmnudel. Das ist ein flexibler Stab aus Polyethylenschaum, von dem beim Schwimmen der Oberkörper getragen wird.

Auch der Kopfsprung ins kühle Nass will gelernt sein. Mit viel Geduld geht die junge Frau zu Werke, wird nicht müde, den Kindern immer wieder zu erklären, wie sie die Arme und Beine bewegen müssen. Und sie demonstriert ihnen, wie sie am besten atmen sollen.

Familienfest im  Erlebnisbad Zahna

Erstmals gibt es im Erlebnisbad Zahna ein Familienfest und zwar am 6. August von 13 bis 18 Uhr. Geboten werden die verschiedensten Spiele an Land und im Wasser. Genaueres wird hier noch nicht verraten. Eine Hüpfburg soll auch bereitstehen. Und Robert Wehmeier lädt zu einem Cheeseburger-Wettessen ein. Jungen und Mädchen, die es möchten, können sich auch schminken lassen. Es wird also allerhand los sein beim Familienfest. Der Eintritt beträgt für Kinder einen und Erwachsene 3,50 Euro.

Diese Kurse sind neu im Erlebnisbad in Zahna. In den Jahren zuvor konnten Kinder dort lediglich die Seepferdchen-Prüfung ablegen. In dieser Saison gibt es insgesamt vier Kurse und alle sind ausgebucht.

Im kommenden Jahr könnten es noch mehr werden, vermutet die Bad-Chefin. Ein Kurs geht über dreieinhalb Wochen und insgesamt zehn Stunden. Dabei erlernen fünf bis sechs Mädchen und Jungen gemeinsam die Grundfertigkeiten im Schwimmen.

Unterm Pilz kann man sich berieseln lassen.

Derweil herrscht in allen Becken des Erlebnisbades Betrieb. Da wird gerutscht, auf dem Bauch oder Rücken liegend oder auch sitzend. In erster Linie die Jüngeren machen sich einen Spaß daraus.

Andere ziehen im Schwimmerbecken ihre Runden, besser gesagt, ihre Bahnen. Auch im Nichtschwimmerbecken und im Planschbecken tummeln sich Kinder.

An Land ist das Klackern des Balls auf der Tischtennisplatte zu vernehmen. Die Schachfiguren stoßen bei den Kindern auf Interesse, jedoch beherrschen sie das königliche Spiel noch nicht.

Einige versuchen sich im Minigolf. Und nicht wenige Besucher dösen auf der Liegewiese einfach vor sich hin oder stärken sich am Imbiss. Der Arbeitstag von Sissi Frank, zu deren Team eine weitere Fachangestellte für Bäderbetriebe, eine Auszubildende, zwei Kassenfrauen und drei Rettungsschwimmer gehören, beginnt etwa zwei Stunden, bevor das Bad öffnet.

Denn ein Batzen Arbeit wartet auf sie, bevor sie die Gäste hereinlassen können. Da sind die Durchschreitebecken zu reinigen, Filter und Chlorzugabe zu kontrollieren, Wassertemperatur und pH-Wert zu messen.

Die große Rutsche wird überprüft. Dazu rutscht Sissi Frank keineswegs herunter, sondern läuft die Bahn hoch. So kann sie sie genau in Augenschein nehmen. „Wenn sie trocken ist, geht das ganz leicht“, sagt sie.

Flexible Öffnungszeiten im Erlebnisbad Zahna

Mit den Besucherzahlen ist sie (noch) nicht so richtig zufrieden. Die meisten Gäste kämen nur, wenn am Himmel kaum Wolken zu sehen sind.

Da kann es noch so heiß sein. „Die richtigen Schwimmer kommen jedoch bei jedem Wetter“, weiß die junge Frau zu erzählen. Deshalb versucht sie, die Öffnungszeiten dem Wetter anzupassen.

Allerdings geht das nur einige Tage im Voraus. Veröffentlicht werden sie auf der Homepage der Stadt-Zahna-Elster. „Nur für drei Gäste am Vormittag zu öffnen, macht wenig Sinn.

Also versuchen wir, diese auf den Nachmittag umzulenken.“ Bereut hat Sissi Frank es bislang nicht, sich für diesen Job in Zahna entschieden zu haben. Er macht ihr Spaß und „ich habe ein ganz tolles Team“.

Für den Imbiss ist seit etwa einem Jahr Robert Wehmeier zuständig. Er betreibt auch Sauna und Minigolfanlage. Und er fühlt sich von den Bad-Besuchern angenommen.

Zwei große Tafeln füllt das Angebot an Speisen und Getränken. Neben deutschen Gerichten sind russische zu finden. Gern genutzt wird die neueste Errungenschaft, eine Softeismaschine zum Selbstbedienen.

Den Gastraum hat Wehmeier komplett neu gestaltet, so kann er Feiern ausrichten, nicht nur während der Öffnungszeiten des Bades. Die Lage sei dafür optimal.

Text:  Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Lieber Freund und Förderer

des Elsteraner Kinderzeltlagers!

Nun ist auch die fünfte Auflage des Sommerspaßes für die Kinder aus der Stadt Zahna-Elster und ihrer Umgebung Geschichte. Fünf ereignisreiche und auch vom Wetter her passende Tage liegen hinter den Mädchen und Jungen, die im Elsteraner Freizeitpark ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Was hat ihnen am besten gefallen? Diese Frage werden sie nicht gern gehört haben, denn es gab reichlich Höhepunkte. Diese reichten von einem lustigen Ferienlotto mit allerlei Spielen über einen Mittelaltertag, eine Kanutour auf der Elbe (natürlich mit Mitgliedern des Kanuvereins „Harmonie“), eine Nachtwanderung, einen Tag im Erlebnisbad Zahna bis zu einem Grillabend mit der Elsteraner Feuerwehr. Nicht zu vergessen natürlich unsere Freiluftkinoveranstaltung. Und vieles andere mehr. Wenn es im Lager eines nicht gab, dann war das Langeweile.  

Daran haben Sie einen großen Anteil. Ohne die Unterstützung von Ihnen und weiteren Förderern wäre vieles nicht möglich gewesen. Deshalb möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken, auch im Namen der 76 Mädchen und Jungen.

Es wäre schön, wenn sie weiterhin unseren Vorhaben für die Kinder und Jugendlichen wohl gesonnen bleiben und uns helfen, diese erfolgreich umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Hoffmann                                                                             

 

Porträt

Das Urgestein von Eintracht Elster

An diesen Vereinsprojekten beteiligte sich Heinz Kauffeldt

26.07.2016

Wenn man jemanden mit Fug und Recht als Urgestein des SV Eintracht Elster bezeichnen kann, dann  ist das Heinz Kauffeldt. Er feiert heute seinen 80. Geburtstag. Der Elsteraner hat tiefe Spuren auf dem sportlichen Weg des Vereins hinterlassen.

Bereits 1954 begann er, die Geschicke des Vereins mit zu lenken. Er wurde in diesem Jahr Sektionsleiter Fußball der damaligen BSG Lokomotive Elster. Dabei leitete er die Geschicke der Kicker nicht nur organisatorisch. Wenn Not am Mann war, stellte er sich der ersten oder zweiten Mannschaft auch als Aktiver zur Verfügung und stand mit ihnen auf dem Platz.

Matthias Jänicke seit zehn Jahren Chef

Der mitgliederstärkste Verein in der Stadt Zahna-Elster ist der SV Eintracht Elster. Die größte Abteilung bilden die Fußballer, die neben den Männer-Teams (Landesliga, Kreisoberliga, Alte Herren) noch mehrere Nachwuchsmannschaften haben. Erfolgreich sind auch die Kegler.

Außerdem gibt es Gymnastikgruppen, die Freizeittruppe der Männer (Montagssportler), Tischtennis und Handball. Mit der Satzung vom 12. März 1995 wurde festgehalten, welche Abteilungen zum Verein gehören sollen. Vorsitzender ist Matthias Jänicke (seit 2006) und dessen Stellvertreter Michael Zwade. Jänicke hatte das Amt von Dieter Hildebrandt übernommen und ist wie seine beiden Vorgänger auch Fußballer. Als Kassenwart fungiert Christian Aschenberner.

Der Fußball fesselt ihn bis heute. Jedoch schlägt sein Herz ebenso für die Kegler und die Saunafreunde. Es vergeht kaum ein Heimspiel der Eintracht-Kicker, bei dem der Platz des hochgewachsenen Mannes, dem man sein Alter nicht ansieht, auf der Zuschauer-Tribüne leer bleibt. Die Daumen drückt er seinen Jungs auf alle Fälle.

Auch zum Sommercup kam er am Samstag wieder in den Brale-Sportpark, um den Eintracht-Kickern den Rücken zu stärken. Und das mit Erfolg. Schließlich blieb der Wanderpokal bei den Gastgebern.

Höhepunkte des Vereins, die der heutige Jubilar aktiv mitgestaltete, waren zum Beispiel der Bau der Turnhalle oder der Anbau mit der Kegelbahn. 17.290 Stunden freiwilliger Arbeit wurden damals für die Halle geleistet, für das Domizil der Kegler 7 364. Immer dabei war natürlich auch Heinz Kauffeldt.

Er ging mit gutem Beispiel voran. Bei der Einweihung der Turnhalle 1970 war er noch Fußballchef. Als die Kegelbahn zwischen 1974 und 1976 errichtet wurde, war er bereits Vereinsvorsitzender. Diese Funktion hatte er 1972 von Alfred Müller übernommen. An der Spitze des Vereins, der sich 1990 auflöste und am 11. Juni 1990 als Eintracht Elster wieder gegründet und mittlerweile in SV Eintracht Elster umbenannt wurde, stand Heinz Kauffeldt bis 1994. Seinem Nachfolger Dieter Hildebrandt übergab er einen gut funktionierenden Verein.

Aber seine Kenntnisse und sein Können waren schon bald wieder gefragt. Der Sportverein schuf noch einen Anbau an die Turnhalle mit Kraftraum, Geräteraum sowie Sauna. Und wie andere half Kauffeldt beim Bau des Bootshauses - des heutigen Kanuvereins „Harmonie“. Damals waren die Kanuten noch eine Sektion bei Lok Elster.

Trotz seines Alters legt der Jubilar seine Hände noch nicht in den Schoß und sagt sich nicht: „Sollen doch die Jüngeren mal ran.“ Als die Räume in der Turnhalle frei wurden, um dort die Geschäftsstelle seines Vereins einzurichten, war der ehemalige Bauleiter von Elsterbau mit von der Partie.

Für sein Engagement erhielt er 1974 die Verdienstmedaille der DDR. 1983 wurde Lok Elster als „Vorbildliche Betriebssportgemeinschaft“ geehrt. Auch daran wird sich der Jubilar sicherlich erinnern, wenn er anlässlich seines 80. Geburtstages das Leben Revue passieren lässt. Seine Sportkameraden von Eintracht Elster möchten sich bei ihm für seine Leistungen und für sein großes Engagement bedanken und hoffen, ihn noch lange begrüßen zu dürfen.

„Er hat sein ganzes Leben dem Sport gewidmet“, erzählt der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter der Eintracht, Thomas Kynast, der den Hut vor dieser Lebensleistung zieht. Kynast betont, dass er stundenlang über Kauffeldt erzählen könnte. „Er ist ein ruhiger und sachlicher Typ sowie stets einsatzbereit“, schiebt er nach und verrät, dass heute eine Abordnung vor dessen Tür stehen wird.

 

Text und Foto: Boris Canje

 

Sommercup bei SV Eintracht Elster
Wanderpokal bleibt in Elster

23.07.2017
Der erste Sommercup im Brale-Sportpark von Elster ist Geschichte. Und: Es wird eine Zweitauflage im kommenden Jahr geben. Roland Fleck, Abteilungsleiter Fußball bei Gastgeber Eintracht Elster (Landesliga), meinte dazu: „Wir wollten etwas für die Region tun. Deshalb haben wir nur Mannschaften aus dem Landkreis eingeladen. Der Auftakt macht uns Mut.“ Damit meinte er den reibungslosen Ablauf und den Gewinn des Wanderpokals. Zu den Beweggründen für ein solches Turnier nannte er auch, dass die Trainer hier die Chance bekommen, verschiedene Taktiken auszuprobieren oder Spieler einmal auf ungewohnten Positionen einzusetzen. Im Finale traf Elster auf Grün Weiß Annaburg (Landesliga). Wer den Turnierverlauf verfolgte, wird bestätigen, dass es zwei würdige Finalisten waren. Dies bewiesen sie auch im Endspiel. Bei nur 35 Minuten Spielzeit ging es sofort zur Sache. Dabei waren unterschiedliche Taktiken erkennbar. Die Eintracht spielte sicher und ruhig aus der Abwehr nach vorn, setzte ihre schnellen Spitzen ein und brachte die Annaburger wiederholt in die Bredouille. Doch der Gastgeber erwies sich zunächst nicht als besonders treffsicher. Bis zum 1:0 durch Björn Engelhardt. Davon zeigten sich die Gäste allerdings nicht geschockt. Sie blieben bei ihrem Vorsatz, den Gegner mit einem schnellen Umschalten von Abwehr in den Angriff unter Druck zus etzen. Doch spätestens am Strafraum der Eintracht war Endstation. Elster war mit dem Resultat nicht zufrieden. Oliver Hinkelmann und der Brasilianer Almeda erhöhten zum 3:0-Endstand. In das Finale kam Elster mit Siegen gegen Blau-Weiß Klieken (1:0) und Rot-Weiß Kemberg (4:0, beide Landesklasse). Die Eintracht erwies sich gut gerüstet für die neue Saison. Roland Fleck gab eine Vorgabe heraus: „An die tolle Rückrunde 2015/16 anschließen und vorn mitmischen.“ Der Annaburger Trainer Uwe Rohlik kommentierte das Ergebnis. „Das heute bessereTeam hat gewonnen. Wir hatten aber auch Verletzungspech. Ich musste sogar den Ersatzkeeper noch als Spieler einsetzen, weil einige fehlten.“ Die Mannschaft hatte das Turnier am Sonnabend mit einem 2:0 gegen das Landesklassenteam von G raf Zeppelin Abtsdorf gut begonnen. Da reichte dann gegen Victoria Wittenberg (Kreisoberliga) ein 0:0. In der Partie um Platz fünf schien sich Kemberg für die beiden 0:4-Vorrundenergebnisse rehabilitieren zu wollen und ging gegen Abtsdorf 1 :0 in Führung. Doch dann machten die Zeppelin-Spieler Ernst. Sie waren bei Standards sehr gefährlich und wurden mit einem 4:1-Sieg Vorletzter. Vor dem Matchumden dritten Platz zwischen Victoria Wittenberg und Blau-Weiß Klieken tippten einige Fans auf Entscheidung im Strafstoßschießen. Doch dazu kam es nicht. Nachdem ein Kliekener im Strafraum von hinten mit beiden Hände geschoben hatte, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Robert Schütze verwandelte den Elfmeter und sicherte seiner Elf 100 Euro für die Teamkasse. Neben der guten Organisation des Turniers wurde auch die große Fairness der Sportler untereinander gelobt. Bei allem Engagement, mit dem gekickt wurde, war zu merken, dass große Verletzungen vor dem Saisonbeginn vermieden werden sollten. Gab es ein Foul, folgte sofort die Entschuldigung.

Fotos: Medientreff - Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje

 

Wasserwehr erhält Zuwachs

21.07.2017
Bei Hochwasserlagen in der Stadt Zahna-Elster, konkreter in Elster, Mühlanger, Gallin, Listerfehrda und Iserbegka, soll eine Wasserwehr zum Einsatz kommen. Auch um die Feuerwehr zu entlasten beziehungsweise für andere Aufgaben im Hinterland freizuhalten. Diese Idee ist nicht neu und wurde auch teilweise schon realisiert. So gibt es Ortsgruppen der Wasserwehr in Mühlanger sowie Elster und das bereits seit 2006. Nun soll auch eine solche in Listerfehrda ins Leben gerufen werden. Ortsbürgermeister Eckhard Kase steht dem Ganzen aufgeschlossen gegenüber und hat zugesagt, das Thema auf einer der nächsten Sitzungen des Ortschaftsrates auf die Tagesordnung zu setzen. Und es haben sich schon zwei Interessenten gemeldet. Deshalb sind sich Petra Richter (im Ordnungsamt der Stadt unter anderem für Feuerwehren und Hochwasserschutz zuständig) und Sven Henze, Leiter der Wasserwehr der Stadt, einig: Bis Jahresende soll die neue Ortsgruppe stehen. Derzeit haben sich in der Stadt insgesamt 34 Interessenten für eine Mitarbeit gemeldet. Sieben von ihnen wurden noch nicht verpflichtet. Aufgabe der Wasserwehr, so Sven Henze, wird es sein, zum Beispiel die Deichwache zu übernehmen sowie, wenn erforderlich, das Füllen und den Verbau der Sandsäcke zu koordinieren.Das wiederum bedeutet, dass nur bei Gefahrenlagen der zeitliche Aufwand größer ist. Ansonsten hält er sich in Grenzen. Sven Henze spricht von bis zu zwei Übungen im Jahr. Eine solche findet am 10. September statt, bei der die Spundwand in Gallin aufgebaut werden soll. Nur jetzt zu Beginn wird die zeitliche Belastung etwas höher ausfallen, schließlich muss das erforderliche Wissen vermittelt werden. So soll es eine Ausbildung mit Unterstützung des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) geben, mit einem theoretischen und einem praktischen Teil zum Füllen und Verbauen von Sandsäcken. Der Termin dazu steht noch nicht fest. Außerdem müssen sich die Mitarbeiter der Wasserwehr auch mit dem Aufbau einer Spundwand oder dem Schließen der Deichscharten befassen. Das soll unter anderem geschehen, wenn der LHW dies an der Spundwand parallel zur Dresdener Straße erprobt. Und nicht zuletzt gilt es, sich mit dem Schema der Einlagerung der Elemente der Spundwände in der extra dafür gebauten Leichtmetallhalle vertraut zu machen. Schließlich soll und muss es im Ernstfall schnell gehen sowie danach auch alles wieder an seinen vorgesehenen Platz kommen. Unter anderem durch die Unterstützung seitens der Caritas hat die Wasserwehr schon einen recht guten Ausrüstungsstand. So wird jede Ortsgruppe ihr Leichtmetall-Boot haben. Für die entsprechenden Fertigteil-Garagen, in denen ausreichend Platz für die Wasserfahrzeuge samt Trailer ist, wurden Fördermittel beantragt. Entsprechende städtische Grundstücke, so erklärte Petra Richter, stünden dafür bereit. Berechtigte zum Führen der Boote gibt es bei der Feuerwehr und auch einige bei der Wasserwehr. Bei Bedarf würden weitere ausgebildet. Allerdings müssten die Boote noch aufgerüstet werden, vor allem, wenn sie nachts eingesetzt werden sollen. Entsprechende Beleuchtung fehle derzeit noch, soll aber nach und nach beschafft werden. Wer nun meint, mit der Realisierung der Hochwasserschutzanlagen sei eine Wasserwehr nicht mehr erforderlich, der irrt. Im Gegenteil: „Ihre Aufgaben sind größer geworden“, zeigt sich Sven Henze überzeugt. Unter anderem auch dadurch, dass etliche Kilometer Deiche bei Hochwasser regelmäßig kontrolliert werden müssen, so auf Sickerwasser.


Text und Fotos: Boris Canje

 

Sommerferien im Jugendclub Elster

Erlebnisreicher Tag in Wittenberg

19.07.1026
Der Polizei in Wittenberg statteten die 20 Ferienkinder des Jugendklubs Elster einen Besuch ab und begaben sich danach auch gleich noch auf die Spuren Martin Luthers bei einem kleinen Stadtrundgang. Von Polizeioberkommissarin Johanna Schröder-Rimkus wurden die Kinder und Jugendlichen im Revier erwartet. Sie durften durch die Glasscheibe einen Blick in die Einsatzzentrale werfen, besichtigten die Zellen, nahmen am Steuer einen Streifenwagens Platz und lernten die Einsatzausrüstung eines Polizisten kennen. Danach ging es erst einmal zum Eisessen und zum Mittag. Es gab Bratwurst mit Pommes, die allen gut mundeten. Anschließend erfuhren alle etwas zur Geschichte der Lutherstadt, lernten einige wichtige Gebäude kennen. Unterwegs fielen sie mit ihren einheitlichen T-Shirts (fast alle waren auchTeilnehmer am Elsteraner Kinderzeltlager) einer älteren Frau auf. Sie war von der Idee, die Ferien im Jugendklub zu gestalten, begeistert und fragten ach dem Gruppenclown. Paulina meldete sich freiwillig. Sie bekam einen Geldschein und so konnten alle ein weiteres Eis genießen. Dann ging es auf einen Spielplatz, ehe sie schweren Herzens den Gang zum Bahnhof antraten, um wieder nach Hause zu fahren.

Fotos: Medientreff - Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje

 

Jugendclub „Zuflucht“ Elster zu Besuch beim „Tag der offenen Tür“ im neuen Rathaus Elster

14.07.2016

Vor zwei Wochen haben die Mitarbeiter der Außenstelle der Stadtverwaltung Zahna vom neuen Rathaus in Elster Besitz ergriffen. Mittlerweile haben sie sich an die Räumlichkeiten gewöhnt. Da ist es an der Zeit, auch der Bevölkerung vorzustellen, wie dort jetzt gearbeitet wird. Also wurde zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

So ganz unrecht hat Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe (Freie Wähler) nicht. „Wer zwei Jahr nicht in Elster war, der wird kaum bemerken, dass mittlerweile ein neues Rathaus entstanden ist“, zeigt er sich überzeugt. Eigentlich ist es nur an drei Stellen erkennbar. Zum einen ist der vordere Eingang etwas zurück versetzt worden und nicht mehr mittig. Zum anderen gibt es am Hintereingang keine Treppe mehr, ist hier das Haus barrierefrei zu betreten. Und drittens gibt es auf dem Dach eine Solaranlage. Das war es dann auch schon. Die Farbe der Fassade gleicht der vorherigen, der Schriftzug „Rathaus“ ebenso und das Wappen wurde nur etwas aufgearbeitet.

Ganz anders im Inneren. Hier fällt sofort auf, dass alles viel heller und damit wesentlich freundlicher ist. Jeder der sechs Mitarbeiter hat sein Büro, ein weiteres steht für die Meldestelle bereit und ist einmal in der Woche (dienstags) besetzt. Ein weiteres teilen sich Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) sowie Wolfgang Fröbe für ihre Sprechstunden. Außerdem entstand ein Versammlungs- oder besser Mehrzweckraum im Erdgeschoss. Er soll ab Oktober auch für Trauungen zur Verfügung stehen. Und in der oberen Etage gibt es einen Technik- und einen Kopiereraum sowie eine kleine Küche für die Mitarbeiter. An der Außenwand neben dem Hintereingang gibt es noch eine Neuheit, eine „Tankstelle“ für Elektroautos. „Wir produzieren Solarstrom, da wären wir ja dumm, ihn nicht dafür zu nutzen“, meinte der Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe.

Alle Räume haben übrigens eine Fußbodenheizung. Sie sorgt im Winter nicht nur für Wärme, sondern kann im Sommer ebenso zur Kühlung genutzt werden. Dafür kam sie bislang allerdings noch nicht zum Einsatz. Auf der Südseite reichen die Jalousien zum Abschatten. „Es war sogar etwas zu kühl“, meinte Hauptamtsmitarbeiterin Sabine John. Nur eines ist nicht neu: die Einrichtung der Büros. Diese sei noch völlig in Ordnung, so der Ortsbürgermeister, und könne daher weiter genutzt werden.

Eine Forderung hatte man beim Neubau nicht erfüllen können, eine Behindertentoilette. Hier liegt nach den Worten von Wolfgang Fröbe jedoch die Genehmigung vor, eine solche im benachbarten Gebäude vorzuhalten. Dort wird es dann auch die Besuchertoiletten geben.

Beim Abriss des alten Rathauses und dem Neubau ist man im geplanten Kostenrahmen geblieben, so Wolfgang Fröbe. Etwa 600 000 Euro hat das Ganze gekostet. Das Geld kommt zu 100 Prozent aus dem Flutschadenbeseitigungsfond des Landes. Da die Gefahr immer wieder besteht, dass ein Keller bei hohem Wasserstand der Elbe vollläuft mit Grundwasser, hat man auf einen solchen verzichtet.  Übrigens gingen fast alle Aufträge an einheimische Unternehmen.

Unter den vielen anderen Besuchern des Tages der offenen Tür waren auch Mädchen und Jungen des Jugendklubs „Zuflucht“  Elster. Sie waren nicht mit leeren Händen gekommen. Sie brachten den Schriftzug „Elster“ als eine Fotocollage mit (bei dem die Freizeitgestaltung der Kinder gezeigt wird) und Simone Graf von der Caritas Fluthilfe hatte ein Bild aus selbst gestalteten und gebrannte Fliesen mitgebracht, das markante Gebäude des Ortes sowie die Elbe samt Hochwasserschutzanlagen zeigt. Beides soll, so wurde zugesagt, einen würdigen Platz im neuen Rathaus finden.

Beim verabschieden, mahnte Paulina Gottschalk und Antonia Drewes noch einmal im Namen aller Kinder und Jugendlichen  vom Jugendclub Elster zum Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe, er möge bitte nicht vergessen: „Wir die Kinder und Jugendlichen sind die Zukunft, wir wollen hier leben und Spaß haben. Bitte vergessen Sie das nicht.“

Jedes Amt der Stadtverwaltung Zahna-Elster ist mit einem Mitarbeiter im Rathaus Elster vertreten. Die Bau- und Ordnungsamt sowie die Meldestelle sind im Erdgeschoss, Hauptamt und  Kämmerei (Steuer) im Obergeschoss zu finden. Sprechzeiten sind dienstags von 9 bis 12 Uhr sowie 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 sowie 13 bis 16 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten sind die Mitarbeiter nur nach Vereinbarung zu sprechen. Das Einwohnermeldeamt ist dienstags von 9 bis 12 sowie 13 bis 18 Uhr in Elster vertreten.

Text: Boris Canje, Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Fünftes großes Elsteraner Kinderzeltlager

Diesmal drei plus zwei

04.07.2016

Das fünfte Elsteraner Kinderzeltlager war in zweierlei Hinsicht ein Versuch. Zum einen ging es nicht über drei, sondern über fünf Tage. Und zum anderen stieg die Zahl der Teilnehmer auf 80 Mädchen und Jungen und damit stieß die Kapazität des Lagers an ihre Grenze. Beide Versuche gelangen jedoch, auch weil sich ausreichend Helfer engagierten. Und damit sind nicht nur jene gemeint, die ständig vor Ort waren, die Kinder beschäftigten, sondern auch all jene, die fleißig am Morgen oder am Abend Schnitten und Brötchen schmierten oder Kuchen backten. Sie alle sind Mütter beziehungsweise Väter des Erfolgs der Mannschaft um Sabine Hoffmann.

Das Gelände des Freizeitparks in Elster erwies sich einmal mehr als optimal für ein solches Vorhaben. Ausreichend Platz stand für die Zelte zur Verfügung, deren Ordnung übrigens täglich von einer gestrengen Kommission bewertet wurde. Die beiden Hüpfburgen konnten ebenso problemlos aufgestellt werden. Und dass dann auch noch ausreichend Platz zum Herumtollen oder Spielen blieb, versteht sich von selbst. Bei dem Angebotund den täglichen Höhepunkten ist es nur zu verständlich, dass sich die Kinder schwertaten, die Frage nach ihrem schönsten Erlebnis zu beantworten. Nur einer hatte seinen besonderen Auftritt: der kleine Tristan. Er hatte Geburtstag und erhielt einen Gutschein für den Anmeldezettel Nummer eins des kommenden Jahres. Dafür bedankte er sich und bat darum, auch f ür seinen Cousin einen solchen bekommen zu können.

Die Mädchen und Jungen kamen aus fast allen Orten der Stadt. Aber auch darüber hinaus, unter anderem aus Wittenberg. Zumeist teilten sie sich mit ihren Freunden ein Zelt, so dass nur 36 Leinwandvillen auf der Wiese hinter der Freilichtbühne aufgebaut wurden. 

Das Programm war wie immer sehr vielfältig. Da wurde gemeinsam mit der Schützengilde Elster der beste Schütze mit dem Luftgewehr gesucht. Aufregend war auch die Paddeltour mit Mitgliedern des Kanuvereins „Harmonie“. Mit einem Zehner-Kanu ging es auf die Elbe, natürlich waren alle darin Sitzenden mit entsprechenden Schwimmwesten ausgerüstet. Die anderen spielten in der Zwischenzeit Volley- oder Federball. Weiterhin wurde mit der Feuerwehr gegrillt, ging es auf einen Spaziergang zur Eisdiele von Mandy Maatz und auch dem Erlebnisbad in Zahna stattete man ein Besuch ab.Selbst die Absage eines Partners der Feriengestaltung konnte die Organisatoren nicht schocken, da wurde eben ein Ferien-Lotto organisiert. Bei ihm wurden fünf aus 20 Zahlen mit einer richtigen Ziehungsmaschine ermittelt und zwischendurch gab es verschiedene, sehr lustige Spiele. Nicht zu vergessen natürlich die Kinoveranstaltung auf der Freilichtbühne und die obligatorische Nachtwanderung. Nur eines gab es in den fünf Tagen nicht: Langeweile. Dazu war das Angebot einfach zu breit, zumal kurzfristig auch noch der Superstar des Zeltlagers gesucht wurde. Erstaunlicherweise gab es im großen Versorgungszelt einen besonders beliebten Platz. Da unter den Helfern auch eine ehemalige Krankenschwester war,wurde kurzerhand ein Sanitätspunkt eingerichtet.Für die Patienten gab es einen Schaukelstuhl. Und wer ein
mal darauf Platz nehmen durfte, der wollte meist nicht so schnell wieder aufstehen. Einer der jüngerenTeilnehmer ist sogar dort eingeschlafen. Aber ernsthaft Verletzte gab es nicht, nur kleine Schürfwunden mussten behandelt werden.

Nach fünf Tagenhieß es Abschied nehmen. Dabei gab es wie in jedem Jahr Tränen. Letzte Aktion, auch das hat schon Tradition, war das Auflassen von Luftballons. Nun warten alle, wessen Ballon wohl den weitesten Weg zurücklegen wird. Die Auszeichnung
des Gewinners wird es dann zum Elsteraner Weihnachtsmarkt geben. Ansonsten freuen sichd ie meisten auf die nächsten Sommerferien, denn dann geht es wieder in der ersten Woche zum Kinderzeltlager in den Freizeitpark.

Fotos: Sabine Hoffmann, Simone Graf, Beatrice Bosse

Text: Boris Canje

 

25 Jahre Anker-Apotheke in Elster

Nie aufgegeben

01.07.2016

„Kaum zu glauben, aber es ist tatsächlich schon 25 Jahre her“, wundert sich Britta Hoffmann und meint damit die Eröffnung ihrer Anker-Apotheke in Elster. Die Zeit, in der die Einwohner täglich für eine Stunde über eine Arzneimittelstelle mit erforderlichen Medikamenten versorgt wurden, war damit Geschichte. Der Ort an der Elbe bekam zur großen Freude aller am 1. Juli 1991 seine erste Apotheke. Nun mussten die Patienten nicht mehr bei einer plötzlichen Erkrankung nach Wittenberg oder Jessen fahren, wenn sie die Öffnungszeit in Elster verpasst hatten. Das Ende ihres Studiums, so erzählt Britta Hoffmann, fiel zusammen mit der Wende. Nun war guter Rat teuer. Eine ausgebildete Apothekerin als Angestellte werde sich wohl keiner leisten können, war sie überzeugt. Da war der Weg bis zum Entschluss, sich selbstständig zu machen, nicht weit. Obwohl es auch mahnende Worte gab, dass es in Elstern icht genug Kunden geben würde. Doch davon ließ sich Britta Hoffmann nicht beirren. Schließlich wollte sie ja nicht nur für ihren Heimatort da sein, sondern auchfür das Umland. Und sie sollte recht behalten. Was sie damals nicht ahnen konnte, ist die Tatsache, dass sie mit ihrer Apotheke in den folgenden 25 Jahren dreimal umziehen wird. Mit ihrem Domizil in der Molkereistraße war sie zunächst zufrieden. Ein Arzt im gleichen Haus, eine Physiotherapie ebenfalls. Das musste eigentlich funktionieren. Doch zunächst galt es, andere Probleme zu klären. Denn für das Einrichten einer Apotheke haben die gesetzlichen Vorschriften seit der Wende entscheidend „angezogen“. Und dazu gehört auch eine geforderte Fläche von mindestens 110 Quadratmetern. Dass muss nicht sein, war man - wie sich Britta Hoffmann erinnert in der Verwaltung überzeugt und ließ sich nur nach zähen Verhandlungen eines Besseren belehren. Was zunächst gut lief, brachte dann jedoch einige Schwierigkeiten mit sich. Ein Geschäft nach dem anderen machte in der Molkereistraße zu und damit wurde die Laufkundschaft zahlenmäßig immer weniger. Für Auswärtige war die Anker-Apotheke nur schwer zu finden. Ein Ausweg wurde 2005 im Gewerbegebiet neben dem damaligen Penny-Markt gefunden. Und der, so dachten sich Britta Hoffmann und ihre Truppe, würde wohl ewig genutzt werden. Doch sie hatten ihre Rechnung ohne das Hochwasser gemacht. Im Juni 2013 wollten sie den Zusicherungen, dass es ihr Geschäft nicht erreicht, nicht glauben, errichteten selbst einen Schutzwall aus Sandsäcken und Folie, installierten Pumpen. Doch der Kampf gegen das Wasser, das wie schon 2002 nicht von der Elbe kam, sondern quasi „von hinten“ aus dem Fläming, wurde verloren. Wie das gesamte Gewerbegebiet lag die Apotheke binnen weniger Stunden im kniehohen Wasser des angefluteten  „Sees“.  Aber aufgeben ist nicht das Ding von Britta Hoffmann. Um so schnell wie möglich ihre Kunden wieder versorgen zu können, ließ sie bereits im Juli 2013 eine provisorische Apotheke aus Containern aufbauen. Allerdings konnten hier keine Salben gefertigt werden. Die Laborarbeiten übernahmen die Jessener Apotheken-Teams ihrer Kollegin Marion Nelle vorübergehend. Es ging also weiter. Aber zurück in ihr Geschäft im Gewerbegebiet wollte Britta Hoffmann nicht. Der Glaube, hier jemals sicher zu sein, war ihr genommen. Sie suchte eine Alternative und fand sie dann in der Seydaer Straße 1, in der Nähe zum Narrenbrunnen. Hier eröffnete die Anker-Apotheke im Dezember 2013. Nun ist sie wieder für Vorbeifahrende gut zu sehen, wird die Apotheke auch von Radwanderern gefunden und, auch das ist ganz wichtig, es gibt ausreichend Möglichkeiten zum Parken. Das Wasser stand 2013 bis an das Gebäude. Deshalb ist sich Britta Hoffmann sicher, dass es zumindest nie sehr hoch im Inneren stehen wird. „Und davor können wir uns mit Sandsäcken schützen“, sagt sie. Einen Dank richtet sie an ihre Mitarbeiter, die auch in den schweren Zeiten immer an ihrer Seite standen. „Wir sind wie eine kleine Familie“, so die Apothekerin. Zurückblickend meint sie trotz gemeisterter Schwierigkeiten, es nie bereut zu haben, sich selbstständig gemacht zu haben.

 

Text und Foto: Boris Canje