Februar 2016

Basteleien zum nahenden Osterfest

29.02.2016

Die Winterferien sind noch nicht lange Geschichte, da steht der nächste Höhepunkt im Jugendklub „Zuflucht“ in Elster schon vor der Tür. Am 19. März, einem Samstag, von 15 bis 18 Uhr laden Klubbetreuerin Sabine Hoffmann und Simone Graf von der Caritas zum großen Osterbasteln ein. Und sie rechnen wieder mit einem vollen Haus, zumal das Kinderheim Schloss Wartenburg ebenfalls eingeladen wurde, auf ausdrücklichen Wunsch der Kinder und Jugendlichen aus Elster. Das kann ein tüchtiges Gewusel in allen Räumen werden.

Ein besonderer Gast hat ebenfalls sein Kommen angekündigt. Sein Markenzeichen sind zwei lange Ohren: der Osterhase. Möglicherweise bringt er wie im vergangenen Jahr wieder einen „Auszubildenden“ mit, einen Nachwuchsosterhasen. Bestimmt wird er daran denken, kleine Überraschungen dabei zu haben, und sie, wenn es das Wetter zulässt, auf dem Gelände des Klubs verstecken.

Die beiden Organisatorinnen wollen diesmal allerhand Neues anbieten. Gebastelte Blüten und Schmetterlinge als Kerzenständer gehören ebenso dazu wie Blumentopf-Stecker mit unterschiedlichen Motiven oder Schichtblumen aus Papier, Trinkhalmen und Knöpfen. Überhaupt wird diesmal Papier das hauptsächliche Material sein, was nicht heißen soll, dass nicht auch Tür- und Osterkränze entstehen können. Wie sich aus Plaste-Eiern und Wollpüscheln niedliche Küken fertigen lassen, wurde bereits im Klub erprobt. Auch auf diese Erfahrungen soll zurückgegriffen werden. Die kleinsten Gäste, die keine Lust zum Basteln haben, dürfen natürlich malen.
Bei einem so großem Angebot, das erfahrungsgemäß gut genutzt wird, bleibt natürlich nicht aus, dass die Freizeitkünstler hungrig
werden. Aber auch daran ist gedacht. Es gibt selbst gebackenen Kuchen, Gebäck und natürlich Getränke. In Vorbereitung auf die Veranstaltung werden die Klubbesucher zudem schon mal kräftig Ostereier färben.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann (Archiv)

Text: Boris Canje

 

Anker-Apotheke in Elster

Kalenderaktion bringt 450 Euro ein

29.02.2016

Die Überraschung ist gelungen! Ein wenig erstaunt waren die Mitglieder der Selbsthilfegruppe nach Krebs, dass sich für
das jüngste Treffen im Jessener Seniorenhaus auch Britta Hoffmann, Chefin der Anker-Apotheke in Elster, ankündigt hatte. Herzlich begrüßt von Gruppenleiterin Ursula Gorsitzki übergab sie einen gelben Umschlag mit gewichtigem Inhalt.
Britta Hoffmann erklärt: „Unsere Kunden freuen sich alljährlich über einen neuen Kalender aus unserem Haus und spenden gern für
einen guten Zweck. Diesmal unterstützen wir mit dem Erlös die engagierte Arbeit Ihrer Selbsthilfegruppe. Ich kann berichten, dass dies auf sehr große Zustimmung gestoßen ist. 450 Euro sind zusammengekommen.“
Auf ihre kurze Ansprache folgt kräftiger Beifall. Ursula Gorsitzki antwortet sichtlich bewegt: „Danke vielmals! Diese Zuwendung
wird uns in der nächsten Zeit sehr helfen!“ Sie wisse, dass auch in der Stadt Zahna-Elster einige Menschen - Frauen wie Männer
- an Krebs erkrankt sind: „Bisher hat noch niemand den Weg zu uns gefunden, und vielleicht war es auch nicht so bekannt, dass unsere Selbsthilfegruppe offen ist für alle Betroffenen in der Region des Altkreises Jessen. Deshalb möchten wir mit dem herzlichen Dankeschön nach Elster allen betroffenen Menschen auch Mut machen, den Kontakt mit uns zu suchen. Sie sind bei uns sehr gern gesehen.“ Auch Angehörigen stehe diese Möglichkeit offen.

Text: Gabi Zahn

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann (Archiv)

 

Grundschule „Elbkinderland“ Elster

Tag der offenen Tür am 7. März

24.02.2016

Zu einem Tag der offenen Tür lädt die Grundschule „Elbkinderland“ in Elster am Montag, 7. März, von 16 bis 18 Uhr ein. „Wir wollen zeigen, wie schön unsere Schule ist“, erklärte deren Leiterin Yvonne Höhne. Zum Auftakt werden die Jungen und Mädchen erst einmal im Atrium ein kleines Programm zeigen. Musikschüler und Grundschulchor sind ebenso dabei wie weitere junge Talente. Danach werden dann alle Türen offen stehen. Eltern zukünftiger Schüler können sich die Töpferei ansehen oder über die verschiedenen Fächer informieren. Es besteht zudem die Möglichkeit, sich über die dabei gewonnenen Eindrücke im Eltern-Café auszutauschen. Auch der Kreativtreff der Caritas, den Simone Graf betreut, lädt ein. Osterbasteleien sind hier angesagt. Neben den Eltern sowie derzeitigen und künftigen Schülern sind alle Ehemaligen (Schüler und Pädagogen) gern gesehene Gäste. Und nicht zu vergessen die Sponsoren, die zwischenzeitlich unter anderem für eine neue Musikanlage, eine Schautafel für die Schulrekorde und anderes mehr gesorgt haben.

 

Text: Boris Canje

 

Tischlerei Dannenberg in Mühlanger

Besondere Übernahme

23.02.2016

Viele Handwerksmeister sind derzeit auf der Suche nach Nachfolgern, die ihre Unternehmen weiterführen und das möglichst auch im bisherigen Sinne und mit den derzeitigen Mitarbeitern. Das gestaltet sich nicht selten recht kompliziert. Auch Steffen Dannenberg, Inhaber einer Tischlerei in der Straße An der Greye 1 in Mühlanger, gleich gegenüber vom Bahnhof gelegen, machte sich auf die Suche. Er konnte seinen Betrieb aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterführen. Dabei erinnerte er sich mit seiner Frau Antje, dass in der zurückliegenden Zeit das Augustinuswerk des öfteren nachgefragt hatte, ob Dannenbergs Lohnaufträge für die vereinseigene Werkstatt für behinderte Menschen habe. Das war damals nicht möglich, vor allem auch, weil in dem Handwerksbetrieb Haustüren und Treppen aus Massivholz nach Kundenwünschen sowohl für Neu- als auch für Altbauten oder den Denkmalschutz angefertigt werden, also fast jedes Produkt auch ein Unikat ist.
Jetzt aber wurden Gespräche aufgenommen und beide Seiten einigten sich schnell. So wurde zum 1. Januar 2015 eine Tochtergesellschaft  mit dem Namen Augustinuswerk Die Tischlerei gGmbH ins Leben gerufen. Heute arbeiten dort neben den
fünf bisherigen Mitarbeitern mittlerweile auch vier Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. „Damit haben wir aber eine Grenze erreicht“, sagt Antje Dannenberg, die sich als Prokuristin gemeinsam mit Meister Jens Michel um die Kundenbetreuung, die Aufträge und deren Abrechnung kümmert. Mehr gebe der Platz nicht her und auch das Auftragsvolumen nicht. Denn auch die Firmenphilosophie hat sich nicht geändert: Oberstes Gebot ist nicht Masse, sondern eine gute Qualität.
In der kleinen Gruppe geht es recht familiär zu. So treffen sich nach dem ersten Tagesabschnitt alle im Pausenraum zu einem gemeinsamen Frühstück. Dann werden die Maschinen wieder angeworfen. Und auch das Mittagessen wird gemeinsam eingenommen. Deshalb ist sich die Chefin auch sicher: „Das Betriebsklima passt, alle fühlen sich hier wohl.“ Zumindest bei den übernommenen Mitarbeitern ist das auch daran zu erkennen, dass die meisten bei Dannenbergs, die ihr Unternehmen vor
26 Jahren gründeten, dort zuvor bereits langjährig tätig waren.
Herzstück ist eine CNC-Fräse, mit der die Einzelteile lasergesteuert bearbeitet werden. Schließlich soll auch alles millimetergenau passen, wenn beim Kunden zum Beispiel eine Treppe montiert oder eine Tür eingepasst wird. Aber auch der Anteil an Handarbeiten ist groß. Da wird geleimt oder geschliffen, gilt es in eine Tür auch mal eine Glasscheibe einzusetzen. Deshalb eignet sich nach Einschätzung von Matthias Monecke, Vorstand des Augustinuswerkes, eine Tischlerei besonders, um leistungsgeminderten Beschäftigten eine Arbeit anzubieten.

So werden auch die vier in Mühlanger Tätigen nach und nach an die verschiedenen Aufgaben eines Tischlereigehilfen herangeführt. Etwa drei Jahre, so vermutet Antje Dannenberg, brauchen sie, ehe sie alle vorgesehenen Arbeitsschritte beherrschen. Diese Beschäftigten sind übrigens nur 20 Stunden in der Woche im Unternehmen tätig, mehr lassen ihre Einschränkungen nicht zu. „Für ihre Arbeit erhalten sie natürlich den Mindestlohn“, so die Prokuristin.

Ziel ist es, die Mitarbeiter für möglichst viele Bereiche von der Holzbearbeitung, der Oberflächenbehandlung, Beschlagsarbeiten bis zu Verglasungen einsetzen zu können.

Übrigens, einige der Türen können im Vorbeifahren oder -gehen bewundert werden. Sie wurden sozusagen in die Fassade der Werkstatt integriert.

Text und Fotos: Boris Canje

 

 

Freiwillige Feuerwehr Elster

Einheitliche T-Shirts für Feuerwehr-Nachwuchs

19.02.2016

Einheitliche T-Shirts tragen nun die Mädchen und Jungen der Kinder- und der Jugendfeuerwehr aus Elster. Leuchtend
rot werden sie sich künftig bei Wettkämpfen der unterschiedlichsten Art (wie Gruppen- und Kinderstafette, Löschangriff
nass, Orientierungsmarsch oder Geländelauf) präsentieren. Möglich machte dies die Firma Röstfein Kaffee GmbH aus Magdeburg. Sie finanzierte 15 Shirts, für weitere neun kam das Geld von der Stadt Zahna-Elster. Damit reichen die textilen Neuerungen nun für alle. Die Kinder und Jugendlichen bedankten sich bei Ute Volgmann von besagtem Magdeburger Unternehmen und bei Zahna-Elsters Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) lautstark mit einem dreifachen „Gut Schlauch“.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Sekundarschule Elster

An die Mauer und in den Stasi-Knast

18.02.2016

 Die DDR komme im Geschichtsunterricht zu kurz, meint Olaf Däumichen, Geschichtslehrer an der Sekundarschule Elster.
Deshalb gab es für beide zehnte Klassen wieder ein Projekt Geschichte/Sozialkunde verbunden mit einer Fahrt nach Berlin. Dort wurden die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße und das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit in Hohenschönhausen besucht. Beides hat die Schüler tief beeindruckt und sehr nachdenklich gemacht.
Paul Nebelung zum Beispiel staunte, welche Ausmaße die Mauer hatte, durch die auch Familien getrennt wurden. Unter anderem waren die Schüler auf einem Aussichtsturm und konnten von dort deutlich sehen, was damals alles zu dieser Grenzanlage gehörte, bis hin zu einem Minenfeld.
Im früheren Gefängnis wurden die beiden Klassen getrennt und von Zeitzeugen, die zu unterschiedlichen Zeiten hier inhaftiert waren, geführt. Diese erzählten viel über ihre eigenen Erlebnisse. Das sei beeindruckender gewesen, als eine Führung mit Historikern, waren sich die Jugendlichen einig. Toby Jannsohn meinte, dieses persönliche Erlebnis sei wesentlich besser und nachhaltiger, als darüber Bücher zu lesen oder Filme zu sehen. Das bestätigte Anna Lieschke: „Die Eindrücke sitzen tief.“ Damit meinte sie neben anderem die verschiedenen Zellen, darunter eine, in der die Inhaftierten im Wasser stehen mussten. Jessica Berger erzählte, dass ihre Klasse samt Betreuer in einer Zelle war und die Tür geschlossen wurde. Nur für Minuten - ein bedrückendes Gefühl. Die Häftlinge mussten darin tagelang zu zehnt aushalten, obwohl die Pritsche nur für die Hälfte von ihnen ausreichte. Eine Abwechslung war es, wenn es an die frische Luft ging. Aber auch hier Enge und oben war der ummauerte Raum noch mit Draht abgesperrt.

Die Insassen warteten regelrecht darauf, zu einem Verhör geholt zu werden, obwohl dort Psychospiele mit ihnen getrieben wurden. Aber es war eine Abwechslung, in den Zellen gab es weder Fernseher noch Radio oder Zeitungen. Briefe durften nicht geschrieben werden. Ein Zeitzeuge erzählte, dass er in Gedanken Briefe an seine Familie schickte und sich auch die Antwortpost schrieb.
Die Einzelschicksale haben die Schüler sehr beeindruckt, so sehr, dass einige sich weiter damit beschäftigen wollen, im Internet oder durch die Lektüre von Büchern.

 

Foto: Olaf Däumichen

Text: Boris Canje

 

Busunternehmen Könnecke in Elster

Seit 80 Jahren auf Achse

18.02.2016

Auf dem Katalog von Könnecke-Reisen ist es nicht zu übersehen. In diesem Jahr feiert das Elsteraner Unternehmen ein
Jubiläum, es besteht seit 80 Jahren. Eine große Feier wird es aber nicht geben, so Geschäftsführerin Susan Könnecke. Dafür bekommen Teilnehmer bei ihren Fahrten die eine oder andere Vergünstigung. „So feiern wir das ganze Jahr über und
bedanken uns bei unserer treuen Kundschaft.“
Mit Linien- und Berufsverkehr begann das Unternehmen 1936. Gegründet von Heinrich Könnecke sen. Es wurden vor allem die Arbeiter des Gummi-, des Stickstoffwerkes und der Sprengstofffabrik transportiert. Zwei Busse mit Anhänger gab es damals. Einen großen Einschnitt brachte der Zweite Weltkrieg. Einen Bus zog die Wehrmacht ein und mit dem anderen wurde der Firmeninhaber dienstverpflichtet für den Fliegerhorst in Bernburg. Am Kriegsende behielt man diesen Bus ohne Ersatz ein und Heinrich Könnecke sen. stand vor dem Nichts.
Doch Aufgeben war nicht seine Sache. Aus dem Schrott wurden verwertbare Teile geborgen und in mühevoller Kleinarbeit entstand ein Bus mit Holzvergaser. Aber die Kohlehandlung, bei der das Fahrzeug untergestellt war, brannte aus und wieder war ein Bus verloren. Einmal mehr entstand ein neuer aus Altteilen.
Heinrich Könnecke hatte zwei Kinder. Tochter Brigitte arbeitete nach ihrer Schule als Kassiererin im väterlichen Betrieb
mit. Sohn Heinrich machte eine Lehre zum Kfz-Schlosser und ging dann ebenfalls ins Unternehmen seines Vaters. Die kleine Firma wuchs wieder, hatte aber zu DDR-Zeiten als Kommissionsbetrieb nicht die besten Bedingungen, um sich zu entfalten.
Ein schwerer Schlag musste 1966 verkraftet werde. Der Firmengründer starb plötzlich und sozusagen über Nacht musste sein Sohn Heinrich im Alter von 28 Jahren alles übernehmen. In einer sehr schweren Zeit. Auslandsreisen in die CSSR, nach Ungarn oder Polen wurden dem Betrieb untersagt. Diesel musste man regelrecht erbetteln. Zur Verfügung stand lediglich ausrangierte Technik.
Nach der Wende war es nicht unbedingt leichter. Es gab sogar Drohungen, dem Unternehmen die Gewerbeerlaubnis zu entziehen. Aber mit Problemen fertig zu werden, hatte man ja gelernt. 1990 beantragte man die Auflösung des Kommissionsvertrages.
Aus Werkstatt und Garagen entstand ein moderner Betriebshof. Vier neue Reisebusse und weitere Linienbusse wurden angeschafft und der Start in die freie Marktwirtschaft mit dem Logo „Könnecke-Reisen“ vollzogen.
Seit 1999 führt Tochter Susan Könnecke den Betrieb. Sie kann sich aber weiter auf die Hilfe ihrer Eltern verlassen, bis heute.
Zum 1. Januar 2007 übergab ihr der Vater offiziell das Unternehmen, das seither als Könnecke-Reisen GmbH & Co. KG firmiert. Aber dieses Jahr sollte ein schweres werden. Der Linienverkehr im Landkreis Wittenberg wurde damals europaweit
ausgeschrieben. Das Verfahren gewann die Neue Wittenberger Nahverkehrsgesellschaft, zu der Könneckes nicht gehörten.
Als Rettung erwies sich, dass man sich nicht nur auf den Linienverkehr konzentriert hatte, sondern als Hauptstandbein auf Reisen im In- und Ausland. Denen widmete man sich nun noch stärker, weitere Reisebusse werden gekauft, was sich als richtig erwies. Aber auch Klassenfahrten, der Transport zum Schwimmunterricht und anderes werden abgesichert. Ein Glücksumstand
ist, dass Könnecke-Reisen zudem Fahrten für die in Wittenberg haltenden Kreuzfahrtschiffe übernehmen konnte.
Kein Wunder, dass Susan Könnecke ohne lange zu überlegen sagt: „Wir sind rundum zufrieden.“ Derzeit beschäftigt sie sechs Fahrer, eine Reinigungskraft für die Busse sowie drei Mitarbeiter im Büro. Heinrich Könnecke hilft immer mal als Fahrer bei kürzeren Touren aus und Mutter Margrit arbeitet im Büro mit, sie organisiert die Fahrten.
Eine Vergrößerung des jetzigen Unternehmens kommt für die Inhaberin nicht in Frage, zumal es auch die örtlichen Gegebenheiten
nicht erlauben. Dafür wird in den Fuhrpark investiert, dieser regelmäßig erneuert. „Für uns ist es wichtig, die Qualität zu halten“, erklärt Susan Könnecke.

 

Text und Foto: Boris Canje

 

Sanierung der Minigolfanlage

15.02.1016
Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 werden derzeit an der Minigolfanlage im Freizeitpark Elster von Mitarbeitern der zbo Bau GmbH Jessen beseitigt. Sie entfernen dabei die Feldsteine von der Umrandung der Bahnen, die sich zum Teil gelöst hatten. Künftig soll eine Metallkante verhindern, dass ein Ball den jeweiligen Parcours verlässt. Hinter der Blechkante kommen dann zur Stabilisierung wieder die alten Feldsteine zum Einsatz. Finanziert wird das gesamte Vorhaben aus dem Fonds zur Flutschadenbeseitigung.

 

Text und Fotos: Boris Canje

 

zwischen Elster und Listerfehrda

Nadelöhr auf der B 187

12.02.2016

Etwas länger brauchen Fahrzeugführer jetzt zwischen Elster und Listerfehrda. Hier regelt seit Freitag eine Ampel den Verkehr
auf der B 187. Neben der Straßenbrücke über die Renne gibt es eine hölzerne für Radler und Fußgänger. Deren Tragfähigkeit
soll laut Landkreis nicht mehr gegeben sein, deshalb hat man sie gesperrt. Geplant war das erst ab 1. April. Dann nämlich
soll die Reparatur der Brücke erfolgen. Damit Radler und Fußgänger, die nun auf die Bundesstraße ausweichen müssen, nicht
durch den Autoverkehr gefährdet werden, ist die Fahrbahn in Richtung Elster auf einer Länge von ungefähr 200 Metern gesperrt.
Pkw und Lkw haben bei „Rot“ mit einer Wartezeit von ungefähr 30 Sekunden zu rechnen. Diese Zeit reicht aus, dass in der Gegenrichtung etwa zehn Fahrzeuge das Nadelöhr passieren. Damit dürfte es nur in Stoßzeiten (Berufsverkehr) zu kleineren
Staus kommen. Wie von Elsters Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe (Freie Wähler) zu erfahren war, kam am Donnerstagabend
vom Landesbetrieb Bau die Mitteilung, dass laut eines Prüfberichtes die Brücke stark einsturzgefährdet sei. „Es blieb dann nur
die Sperrung einer Fahrbahn, da es keine andere Möglichkeit für die Radfahrer und Fußgänger gibt, ohne größere Umwege zwischen
den beiden Orten unterwegs zu sein.“ Mittlerweile wurden beide Fahrbahnenbreiten eingeschränkt, das Tempo auf 50 km/h begrenzt. So bleibt Platz für Radler und Fußgänger und die Ampel konnte wieder entfernt werden.

 

Text und Fotos: Boris Canje

 

Drei große Vorhaben

11.02.2016

Nicht nur an den Hochwasserschutzanlagen wird in Elster eifrig gearbeitet. Auch an drei kommunalen Vorhaben tut sich einiges.
Wie ist da der Stand der Dinge?
■ Neubau Rathaus
Sieben Büros, einen Versammlungsraum, der eventuell auch einmal als Trauzimmer genutzt werden soll sowie einen Pausenraum
mit einer kleinen Küche und natürlich die entsprechenden Sanitärbereiche wird das neue Rathaus bieten. Dazu kommt ein Raum, in dem kopiert wird und der Server stehen soll. Das neue Rathaus entsteht an Stelle des abgerissenen Hauses, das von den Hochwässern der jüngsten Zeit arg geschädigt war. Ein Büro teilen sich übrigens Bürgermeister Peter Müller und Ortsbürgermeister
Wolfgang Fröbe (Freie Wähler), die beide nicht ständig dort sind. Bekanntlich ist der Hauptsitz der Stadtverwaltung im Rathaus Zahna. Die neuen Räume in Elster sind schon zu erkennen, die elektrischen Leitungen sind verlegt, die Fußbodenheizung ist installiert. Nun kann der Estrich eingebracht werden. Das soll am 23. und 24. Februar geschehen. Ist er ausgehärtet und trocken,
kann weiter gearbeitet werden. Mitte März, so wird es anvisiert, folgen dann der Fußbodenbelag und die Fliesen. Der Außenputz
wird in dieser Woche angebracht, so war von Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe (Freie Wähler) zu erfahren. Da nach dem Estrich für die Restarbeiten noch etwa drei Monate zur Verfügung stehen, ist Wolfgang Fröbe überzeugt: „Wir weihen das neue Rathaus zum Stadt- und Vereinsfest ein.“ Das wäre dann am 3. oder 4. Juni.


■ Bahnhofsvorplatz
Gesprochen wird schon lange darüber, nun hat sie begonnen, die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes Elster. Konkret geht es um den Abriss der überschüssigen Gebäude neben dem eigentlichen Bahnhof, der nicht Bestandteil des Vorhabens ist. Stehen bleiben wird hier das denkmalgeschützte frühere Toilettengebäude. Abgerissen wird unter anderem eine Begrenzungsmauer. Dabei soll vorsichtig vorgegangen werden, um die Klinkersteine wieder verwenden zu können, bei der Sanierung. Aus der ehemaligen Toilette wird die neue Wartehalle, in der dann auch der Fahrkartenautomat aufgestellt werden soll. Hier wollte man eigentlich schon weiter sein, aber die Übergabe der Gebäude von der Bahn an die Stadt hat sich länger hingezogen als gedacht. Das ist aber nicht die einzige geplante Änderung. Der gesamte Vorplatz und die Zufuhrstraße bekommen ein neues Aussehen. Ein Fahrradständer
wird ebenso dazu gehören wie neue Parkplätze und eine Buswendeschleife. Der gesamte Bereich soll wieder ein parkähnliches
Aussehen erhalten und es wird auch Bänke geben, die zum Verweilen einladen. Die Ausschreibung ist erfolgt. Am 29. Februar wird der Stadtrat über die Auftragserteilung beschließen. Baubeginn ist für Mitte März geplant.

■ Minigolfanlage
Im Freizeitpark wird ebenfalls gewerkelt. Die Minigolfanlage stand beim Hochwasser 2013 völlig unter Wasser und zahlreiche Feldsteine der Bahnumrandungen hatten sich gelöst. Sie wurden mittlerweile entfernt. Vorgesehen ist zunächst, eine Edelstahlkante anzubringen, die verhindert, dass die Bälle die Bahn verlassen. Danach sollen die Steine wieder angebracht werden. Überlegt wird, ob die Bahnen mit Epoxidharz versiegelt werden.

Text und Fotos: Boris Canje

 

Zwei Bollerwagen für den Nachwuchs

10.02.2016

Eine besondere Überraschung hielt der letzte Winterferientag für die Mädchen und Jungen des Jugendklubs „Zuflucht“in Elster bereit. Sigrun Horbach von der örtlichen Kinderkleider- und Spielzeugbörse besuchte die Einrichtung und sie
kam nicht mit leeren Händen. Zwei Bollerwagen brachte sie mit. Nun hat der Jugendklub ausreichend Transportmittel, wenn es wieder einmal auf Zempertour durch den Ort oder auf eine längere Wanderung geht. Auch für Einkäufe und ähnliches mehr können die beiden Wagen genutzt werden. Noch einmal kamen am Mittwoch 40 Kinder und Jugendliche in den Klub und nutzten das Angebot. Es wurde mit Fingern gehäkelt, Bommeln mit niedlichen Gesichtern und ähnliches wurden gebastelt. Natürlich durften auch der Sportraum und die Freifläche unter anderem zum Fußball spielen genutzt werden, um sich noch einmal richtig auszutoben.

 

Text und Fotos: Boris Canje

 

Ferien im Jugendclub „Zuflucht“ Elster

Jeder Tag ein Höhepunkt

10.02.2016

Inzwischen sind die Winterferien Geschichte. Der Schulalltag hat die Mädchen und Jungen wieder. Und viele werden
allerhand zu erzählen haben. Dazu gehören auch jene, die im Jugendklub „Zuflucht“ in Elster betreut wurden. Wenn sie gefragt werden, was denn das schönste Erlebnis gewesen sei, müssten sie wohl lange überlegen, denn jeder Tag war ein Höhepunkt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es sogar Tränen gab, wenn der eine oder andere vor 18 Uhr nach Hause musste oder einen Tag wegen eines familiären Termins pausieren musste. Er hätte ja etwas verpassen können.

Die ersten beiden Ferientage wurde erst einmal gezempert. Davon konnte selbst einsetzender Regen die Kinder und Jugendlichen
nicht abhalten. Viele Elsteraner warteten schon auf die laute Horde, selbst Unternehmen hatten sich auf diesen Besuch vorbereitet. Süßigkeiten, Obst und Gemüse, Riesenpakete Nudeln und vieles andere mehr wanderten in den Wagen oder die Kiepe. Am Ende waren beide gut gefüllt.
Am Montagnachmittag ging es virtuell auf die „Spuren der Kosaken“ in die Ukraine. Einige Kinder erzählten anschließend ihren Eltern
stolz, was Kosaken sind. An anderen Tagen standen Trickfilme auf dem Plan, wurden gruppenweise artistische Übungen vorbereitet und der Klub wurde auf den Fasching vorbereitet.
Die Faschingsfeier war natürlich ein absolutes Muss für alle Kinder. Jedes hatte ein Kostüm mit. Selbst die Großen waren nur schwer wieder zuerkennen. Als Känguru, Pirat, Marienkäfer oder Hase halfen sie den Organisatorinnen Sabine Hoffmann und Simone Graf, animierten die Kinder zum Mitmachen oder zum Tanzen. Die meisten ließen sich nicht lange bitten, gab es doch bei den vielen Spielen auch etwas zu gewinnen. Keiner ging ohne Preise nach Hause.
Antje Krey-Paulisch, Friseurmeisterin aus Zahna, schaute mit einer Kollegin im Jugendklub vorbei. Sie gab den Kindern und Jugendlichen nicht nur Tipps, sondern es wurde auch gleich frisiert, gefärbt, was das Zeug hält.

Und am Rosenmontag waren die Kinder und Jugendlichen vom Elsteraner Carneval Verein eingeladen. Zum Dank für die Bilder mit
Fernsehfiguren, die im Klub gemalt worden waren und im „Elsterlandsaal“ zur Dekoration gehörten. Aber der Jugendklub ließ sich nicht nur unterhalten, sondern sorgte mit für beste Stimmung im Saal. Alle hatten viel Spaß, mussten aber um 22 Uhr zurück in den Klub, schließlich wollten einige dort übernachten.
Übrigens, jeder Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück. Für das Mittagessen und leckeren Kuchen sorgten meist Ines Schröter und Christiane Richter. Und Frau Rahnsch brachte Obstsalat vorbei, der für zwei Tage reichte. Auch einige Eltern halfen, so zum Beispiel beim Reinemachen nach dem Fasching.

Es gab natürlich genug Freizeit, in der die Kinder tun und lassen konnten, was sie wollten. Unter anderem waren Sparkassenfilialen in ihrem Spiel sehr freizügig. Denn auf den (alten) Zahlungsbelegen, die die Kinder bekommen hatten, gingen zum Teil Riesensummen über den Tresen.

Nun werden viele der Mädchen und Jungen wieder nur an den Nachmittagen in den Klub kommen, aber alle freuen sich auf die
nächsten Ferien im Jugendklub.

Fotos. Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Hochwasserschutzmaßnahme in Elster

Ende für schlaflose Nächte

08.02.2016

Ein richtiges Gedränge gab es gestern an der Deichscharte des Bootshauses in Elster. Zwischen dem Ministerpräsidenten Reiner Haseloff sowie Umwelt- und Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (beide CDU) und weiteren Offiziellen beim Durchschneiden des gelb-schwarzen Bandes standen Mädchen und Jungen des Jugendklubs Elster. Auch einige Bürger wollten sich die offizielle Einweihung der ersten beiden Abschnitte des lange ersehnten Hochwasserschutzes nicht entgehen lassen. Gleich danach ging es schnell wieder zurück unters schützende Dach, denn nahende dunkle Wolken deuteten auf Regen hin.
Doch bevor das Band durchschnitten wurde, gab es erst einmal viel Lob für Planer, Baubetriebe und natürlich den Landesbetrieb
für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW). Ihnen gemeinsam ist es zu verdanken, dass es mit der Realisierung des Gesamtvorhabens zügig voran geht.
Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) zeigte sich zuversichtlich: „Wir sind Ende des Jahres in Elster und Listerfehrda fertig.“ Aber er sprach auch gleich noch eine Bitte an, in Mühlanger müsse noch einiges getan werden. „Das können wir nicht selbst stemmen“, ging sein Appell an die Landespolitiker.

2006 habe er, so Müller, sich mit dem Landwirtschaftminister in Elster getroffen und über Hochwasserschutz geredet. Nur kurze Zeit später kam die nächste Flut, bei der sich die Schäden in Grenzen hielten. Klar sei dann jedoch gewesen, dass nun schnell etwas geschehen müsse. 2011 gab es den Planfeststellungsbeschluss und der erste Spatenstich war für Juli 2013 schon
vereinbart. Doch wieder machte ein Hochwasser einen Strich durch die Rechnung, ein für Elster und Listerfehrda schlimmes. Das führte dann dazu, dass nicht mehr über fünf Jahre für die Schaffung der Schutzanlagen gesprochen wurde, sondern über einen wesentlich kürzeren Zeitraum. Mit den Baubetrieben und dem LHW wurde vereinbart, an mehreren Bauabschnitten gleichzeitig zu arbeiten. Und das wird auch weiter getan.
Reiner Haseloff verwies darauf, dass es in Sachsen-Anhalt 1 320 Kilometer Deiche gibt. 1990 waren lediglich drei Prozent DIN-gerecht. Heute sind es fast 60 Prozent. Um das zu erreichen wurden 710 Millionen Euro investiert. „Den Rest schaffen
wir bis 2020 auch noch“, zeigte sich der CDU-Politiker sehr zuversichtlich.

2006 habe es noch viele Vorbehalte wegen der Deich- und Schutzmauerhöhe gegeben. Der schöne Blick auf die Elbe werde dadurch gestört, hieß es, erinnerte Hermann Onko Aeikens. Das habe sich jedoch spätestens mit der Juniflut 2013 und den erneut großen Schäden gegeben. Insgesamt, so der Minister, werden für Elster und Listerfehrda 16 Millionen Euro verbaut.

Die Deiche und Schutzmauern seien eine Maßnahme, die Orte vor den Wassermassen zu schützen, erklärte er. Aber es werde ohne weitere Polderflächen auch nicht gehen. 42 wurden vorgeschlagen und über die meisten von ihnen werde das Kabinett in der kommenden Woche beraten.

Als einen Tag, den es so nicht häufig gebe, bezeichnete Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) die offizielle Inbetriebnahme. Jeder größere Anstieg des Elbepegels hatte durch die vier Hochwasser in Elster seit 2002 die Bevölkerung beunruhigt, ja für schlaflose Nächte gesorgt. Schließlich haben die Häuser und Grundstücke einiger Elsteraner mit nur wenigen Jahren Abstand zweimal im Wasser gestanden. Das hohe Tempo der Bauarbeiten sollte für Zuversicht gesorgt haben, solche Erlebnisse nicht noch einmal haben zu müssen.

Peter Müller bezeichnete das Vorhaben als einen Jahrhundertbau und dass alles so zielstrebig vonstatten geht, daran habe eine Frau einen besonderen Anteil: Projektleiterin Barbara Gusche. Sie halte nicht nur alle Fäden beim Bauablauf in ihren Händen. Sie sei ebenso eine überlegte Schlichterin, wenn die Bürger mit ihren Problemen zu ihr kommen.

Nach dem Banddurchschnitt ging es ins Bootshaus. Dort standen dann Mitarbeiter des LHW bereit, Fragen zu den ersten beiden
Bauabschnitten und zum Gesamtvorhaben zu beantworten.

 

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Großveranstaltung des ECV

"Baywatch" im Elsterlandsaal

06.02.2016

Es gibt sie doch noch, die Olsenbande. Chris Janott (Egon), Matthias Hecht (Benny) und Mathias Kieselstein (Kjeld) ließen sie zumindest für die Großveranstaltung des Elsteraner Carneval Vereins (ECV) wieder auferstehen. Und die drei hatten an jedes Detail gedacht. Da gehörte der zielstrebige Gang des Bandenchefs ebenso dazu wie die gelben Socken und der Hüpferschritt von Benny oder die Ängstlichkeit von Kjeld bis hin zum Nachbau eines Tresors von Franz Jäger Berlin. Nur eines konnte vorher nicht
bedacht werden. Unter den Gästen weilte auch ein Egon-Double und reihte sich in die Bande ein.

Eigentlich kein Problem, bis auf die Verhaftung. Natürlich sollten die beiden kräftigen Karnevalspolizisten Egon hochheben beim Abführen, damit er richtig strampeln kann. Nun waren es aber zwei Delinquenten, dennoch konnten sich beide der Verhaftung nicht entziehen. Kjeld und Benny sahen aus sicherer Entfernung zu.

Aber das waren nicht die einzigen Stars aus Film und Fernsehen. Heidi gehörte ebenso dazu wie Pippi Langstrumpf oder Pittiplatsch und Schnatterinchen. Sogar bis in die USA war die Nachricht vom Vorhaben des Elsteraner Elferrates gedrungen und so kamen auch David Hasselhoff sowie Pamela Andersen, letztere mit einem kleinen Team aus „Baywatch“.

Bevor das bunte Treiben im gut besuchten Elsterlandsaal losging, wurde das Prinzenpaar Daniel I. und Astrid I. begrüßt. King
Kong stürmte an ihnen vorbei und gab den beiden je ein kleines Körbchen, gefüllt mit Schnapsfläschlein, die dann verteilt wurden.
Nachdem der Prinz seine kurze Rede gehalten hatte, stand dem Karnevalstrubel nichts mehr im Weg. Er selbst hatte sich zur Kürze ermahnt, als er sagte: „Wir wollen nicht lange warten, lasst uns die Show nun starten.“

Eine Eigenart der Karnevalisten ist, dass solche Versprechungen auch umgesetzt werden. Das bekräftigte kurze Zeit später der als
Cowboy kostümierte Hofsänger Sven Meihofer, der verkündete: „Wir holen euch jetzt von den Tischen.“ Und während er gemeinsam mit Lisa Wehner sang, führte er auch die Polonaise an, bei der wirklich nur ganz Hartgesottene sitzen blieben.

Die meisten Leute im Saal waren kostümiert, da fiel es nicht leicht, das beste Kostüm zu küren. Wie immer konnte das Publikum sich
für eines von dreien entscheiden. Diesmal bewies es, dass Elster nicht immer gewinnen muss und wählte ein Trio aus
Kemberg. Anna, Sandra und Thomas stellten die Gruppe Boney M. dar. Als sie dann auch noch Playback sangen, war
den meisten klar: Sie waren an diesem Abend die Besten.

Wie immer gaben sich die Gruppen des ECV viel, viel Mühe - am meisten sicherlich in der Vorbereitung. Um so stolzer waren alle,
dass ihre Leistung entsprechend gewürdigt wurden. Weder die drei Tanzmariechen Vanessa, Katharina und die erst sechsjährige Milena, noch die Blau-Weißen Funken, die Funkengarde oder die Prinzengarde durften den Saal ohne eine Zugabe verlassen. Jüngste Tänzerin war übrigens die vierjährige Emely (Blau-Weiße Funken). Auf die Frage von Moderator und Programmdirektor
Karsten „Erpel“ Röder, wann sie denn nach Hause müsse, kam die Antwort: „Wenn das Programm zu Ende ist“.

Die Hoch-, Weit- und Seitenspringer (HWS) begaben sich noch mal auf Erkundungstour durch das alte Rathaus, kurz bevor es abgerissen wurde. Sie stellten unter anderem  den letzten produzierten Trabant vor, dessen Inneneinrichtung aus Elster sein soll. Dazu gehört auch das ABS (Antibeschleunigungssystem). Ein Seitenaufprallschutz, so wurde erklärt, war nur möglich, indem
die jeweilige Frau des Fahrers neben ihm saß.

Für immer ausreichend Konfetti in der Luft sorgte die Karnevalspolizei. Kam sie mit ihrer Kanone in die Nähe eines Tisches und machte dort Halt, wurden schnell alle Gläser irgendwie abgedeckt.

Wegen der geforderten Zugaben, wurde das Programm natürlich etwas länger als geplant. Zweieinhalb Stunden dauerte es, aber Langeweile gab es keine im Elsterlandsaal.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Jugendclub „Zuflucht“ Elster

Körperkunst statt Schneefiguren

03.02.2016

Nicht immer läuft alles wie geplant. Da machen auch die Winterferien im Jugendklub „Zuflucht“ in Elster keine
Ausnahme. So war eigentlich ein Schneefigurenwettbewerb vorgesehen. Die Warmwettervariante lautete Sandfiguren und Bilder
auf dem Beachvolleyballplatz. Aber auch daraus wurde wegen Regens nichts, der Sand war einfach zu nass. Also wurde kurzerhand umgeplant. Die anwesenden Mädchen und Jungen teilten sich selbst in fünf Gruppen und bezogen alle ein. Ihre Aufgabe bestand darin, lebendige Bilder zu gestalten. Die Arbeit an den Bildern sollte natürlich vor den anderen verborgen
bleiben, deshalb wurden die vorhandenen Räume und das Freigelände dafür genutzt. Heraus kam ein Programm, das zeigte,
wie kreativ die Kinder und Jugendlichen sind. Sie boten nicht nur gymnastische Übungen, sondern erschufen auch menschliche
Pyramiden. Dem Nachwuchs hat das so viel Spaß gemacht, dass er am nächsten Tag gleich weiter übte.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje