Dezember 2015

Ausrüstung fürs neue Schöpfwerk
19.12.2015

In Listerfehrda wurden jetzt die im Querschnitt 700 Millimeter messenden Gussrohre für den Ablauf des Wiesenbachs angeliefert. Sie sollen das Pumpenhaus am neuen Schöpfwerk mit dem Auslaufbauwerk verbinden. Die Herstellerfirma wies vor Ort die Monteure von der Bau- und Haustechnik GmbH Bad Düben ein, da die Rohre noch in der Länge angepasst werden müssen.
 
Text: Thomas Christel

 

Weihnachtsmann bringt Musikanlage

18.12.2015

Aufregung im Jugendklub, das musste doch einen Grund haben. Und richtig, der Tisch war festlich gedeckt und die 48 Kinder und Jugendliche, neben Elsteraner auch Altersgenossen aus Listerfehrda, Zemnick und Mühlanger, konnten sich erst einmal stärken. Aber auch dabei war eine gespannte Vorfreude nicht zu übersehen. Kein Wunder, hatte sich doch der Weihnachtsmann angekündigt. Und richtig, kurze Zeit später klopfte es an der Tür. Schlagartig zog Ruhe ein. Es konnte nur der Gabenbringer sein, und richtig. Zuvor war bereits ein Sessel für ihn aufgestellt worden, schließlich hatte er einen langen Weg hinter sich und da tut etwas Bequemlichkeit gut.

Nachdem sich alle um ihn herum versammelt hatten, holte er eine Mappe hervor. Er hatte sich richtig vorbereitet. Er sprach von seiner Freude darüber, dass die Mädchen und Jungen klare Stellung zu den Geschehnissen in Paris bezogen haben oder mittlerweile gute Kontakte zum Kinderheim in Wartenburg aufgebaut haben. „Ich wünsche mir, dass ihr auch weiterhin an die Kinder denkt, denen es schlechter als euch geht.“ Aber es gab auch kritische Worte. Der Rotmantel forderte die Jugendklubbesucher auf, immer den Hinweisen zu mehr Ordnung zu folgen und zum Beispiel Papierschnipsel nur in das dafür vorgesehene Behältnis zu werfen.

 Aber im Großen und Ganzen war er mit den Kindern und Jugendlichen wohl zufrieden, denn er hatte für alle ein großes Ebenbild von sich aus Schokolade und eine Geschenktüte (Weihnachtsmannmütze) mit einer Schneekugel mitgebracht. Außerdem ging mit einer neuen Musikanlage ein großer Wunsch aller in Erfüllung. Auch das Kinderheim Wartenburg hatte kleine Geschenke geschickt.

Eine besondere Überraschung gab es vorher schon für alle Hobbyschauspieler, die auf dem Weihnachtsmarkt  das Märchen „Schneewittchen“ aufgeführt hatten. Sie bekamen das große Abschlussbild, auf dem alle Mitwirkenden zu sehen sind, eingerahmt zur Erinnerung.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text und Fotos: Boris Canje

 

Das Praktikum der Sekundarschule Elster

18.12.2015

Das zweiwöchige Schülerpraktikum der neunten Klassen der Sekundarschule Elster war wieder sehr eindrucksvoll für die Schüler. In den verschiedenen Betrieben haben die Mädchen und Jungen viele Eindrücke gesammelt, in den jeweiligen Berufen erwartet wird. Viele ortsansässige Unternehmen nahmen Praktikanten auf, wie zum Beispiel das Kaffee- und Backhaus Käpernick in Annaburg, Möbel Letz, Elster Tore, Timmler Stahlbau und 1a Autoservice Michael Schulze aus Elster.

So war Leon Hesse in der Backstube Käpernick in Annaburg. Uns empfing der Juniorchef Normen Käpernick und gab uns ein paar Informationen über seinen Praktikanten. Überraschend findet er, dass es Leon keine Probleme bereitete, so zeitig aufzustehen. Er schätzt ihn als sehr freundlich und teamfähig ein. Wir bekamen zum Schluss eine Führung durch die Backstube und waren sehr überrascht wie modern sie ausgestattet ist.

Als nächstes besuchten wir den Betrieb Möbel Letz. Mario Letz nahm sogar zwei Praktikanten auf, die er in  verschiedene Bereiche schickte. In der kaufmännischen Abteilung trafen wir Alina Hecht und im Lager in Iserbegka trafen wir Sylian Prell. Langeweile, Fehlanzeige so Sylian, hier wird ganz schön geklotzt. Aber es macht ihm Spaß.  Den beiden gefiel es sehr gut, sie könnten sich vorstellen den jeweiligen Beruf zu erlernen.

 In dem Betrieb Elster Tore trafen wir Steven Grigat. Er könnte sich vorstellen den Beruf als Konstruktionsmechaniker auszuüben. Die verschiedenen Aufgabenbereiche lernte er bereits durch andere Praktika und durch seine vier wöchige Ferienarbeit im Unternehmen kennen. Sven Röcklebe schätzt ihn als sehr freundlich und teamfähig ein und würde ihm nach heutigem Stand eine Ausbildungsstelle anbieten. Aber er sagte auch, dass Steven sich weiterhin  in der Schule um gute Noten bemühen muss.

Bei Timmler Stahlbau arbeitete Felix Müller. In seinen verschiedenen Arbeiten bekam er Eindrücke, wie schwer manche Arbeiten sein können. Wenn die Möglichkeit besteht, würde er sich dazu entschließen, im Unternehmen Ferienarbeit zu machen. Roman Timmler war sehr erstaunt über die Leistungen von ihm und dass er mit viel Fleiß seine Arbeiten ordentlich erledigte. Er hat es auch schon anders erlebt.

Beim 1a Autoservice in Elster bemühten sich die Schüler, Dustin Rehan und Virginia Windisch. In der Werkstatt wurde Dustin eingesetzt und er erledigte seine Arbeiten sorgfältig und gewissenhaft. So musste er zum Beispiel das Fahrwerk eines Autos zu überprüfen und allgemeine Reinigungsarbeiten an Fahrzeugen vorzunehmen. Meister Gerald Punge war sehr positiv überrascht über Dustin. Er ist sehr umsichtig und hat  für sein Alter einen guten technischen Verstand. Er solle den Beruf erlernen, weil er dafür gutes Rüstzeug mitbringt. Im kaufmännischen Bereich wurde Virginia eingesetzt. Sie hatte sich entschlossen, mal in diese Richtung rein zu schnuppern. Jedoch liegt ihr dieser Job nicht, sie möchte in ihrem Traumberuf arbeiten, beim Zirkus. Der Chef Michael Schulze sagte: “Ich würde weiterhin solche Praktika unterstützen. Für mich ist wichtig, dass die Schüler pünktlich, ehrlich und freundlich sind, den Rest lernen sie noch.“

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text und Fotos: Medientreff – Schülerpraktikant Pascal Trepke

 

Dank der Jugendlichen an Sponsoren

17.12.2015

Im Elsteraner Jugendklub hat sich allerhand getan. Die Kinder und Jugendlichen verbringen hier unbekümmerte Tage. Viele ihrer Wünsche wurden erfüllt. Sie haben gebastelt und zumindest virtuell fremde Länder kennen gelernt. Das war und ist natürlich alles ohne Hilfe und Unterstützung nicht möglich, zumal das Stadtsäckel alles andere als prall gefüllt ist. Dafür wollten sich die Kinder und Jugendlichen einmal bedanken und luden Sponsoren und weitere Unterstützer zu einer Zusammenkunft in den Jugendklub ein. Und die Einladung wurde gern angenommen. Nur wer arbeitsmäßig verhindert war, der entschuldigte sich, alle anderen kamen. Und staunten zunächst erst einmal. Vieles hatte sich mittlerweile geändert. Immer wieder gelobt wurde die Ordnung und Sauberkeit in der Einrichtung. Und dann gab es noch ein kleines weihnachtliches Programm und kleine Aufmerksamkeiten für jeden. Aber auch einige der Gäste kamen nicht mit leeren Händen. So konnten im Anschluss glich die nächsten Wünsche erfüllt werden. Dafür möchten sich die Kinder und Jugendlichen sowie Jugendklubbetreuerin Sabine Hoffmann noch einmal bei allen bedanken.

 

Fotos: Medientreff  -  Frau Steinecker

 

Statt Sparen höhere Kosten
17.12.2015

Die Bemühungen zu sparen wurden in der Stadt Zahna-Elster ebenso über den Haufen geworfen wie das Personalentwicklungskonzept. Der Grund: die doppelte Buchführung in Konten, besser bekannt unter der Abkürzung Doppik. Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) und seine Leiterin der Finanzverwaltung sind überzeugt, eine erweiterte Kameralistik (eine Form der Buchführung, die in den öffentlichen Verwaltungen Anwendung fand) hätte völlig ausgereicht. Alles wäre beim alten geblieben, nur der Wert des Vermögens der Städte mit Abschreibungen hätte zusätzlich dargestellt werden müssen. Doch das war nicht gewollt. Es musste die wesentlich teuere Umstellung auf die Doppik sein. Übrigens nur bei den Kommunen und den Kreisen, nicht jedoch bei den Ländern und dem Bund, betont der Bürgermeister und meint weiter: „Doppik ist etwas, das die Kommunen nicht brauchen.“
Mehraufwendungen
In Zahna-Elster mussten, wie in anderen Kommunen des Landes auch, eine neue Software beschafft und die Mitarbeiter auf Schulungen geschickt werden. So ist ein höherer fünfstelliger Betrag zusammengekommen, rechnet Hauptamtsleiterin Simone Kase vor. Dabei ist nicht berücksichtigt, dass viele mit der Umstellung zusammenhängende Aufgaben neben der eigentlichen Tätigkeit in der Verwaltung erledigt werden müssen und die ist durch das Hochwasser von 2013 und die daher rührenden Schäden eh arg belastet.
Der Aufwand mit der Doppik ist beachtlich. Für sie muss eine Eröffnungsbilanz erstellt werden. Die Richtlinien dafür hat der Stadtrat beschlossen. Das bedeutet, jede Immobilie, jede kommunale Straße, jeder Weg und jeder Platz müssen bewertet werden. Allein für über 100 Gebäude in Zahna-Elster ist das noch erforderlich. Pro Objekt wird etwa eine Woche benötigt. Es wird also nicht einfach, die Eröffnungsbilanz in der vorgebenen Zeit bis 2017 fertig zu stellen.
Für die Kommunen hat die Doppik eigentlich nur eine gute Seite, räumen der Bürgermeister und seine Amtsleiterinnen ein: „Wir wissen, was unsere Einrichtungen wert sind, aber das bringt uns keinen Nutzen.“ Allerdings räumt Peter Müller ein, dass es auch mit der erweiterten Kameralistik keinen ausgeglichenen Etat gegeben hätte. Schließlich müsste man hier ebenfalls Abschreibungen von über 700 000 Euro berücksichtigen. Immerhin wäre aber ein Griff in die Rücklage möglich gewesen, um das Loch zu stopfen. Diese Möglichkeit gibt es bei der Doppik nicht.
Zukunft ist ungewiss
Wie der Haushalt in Zukunft aussieht, diese Prognose wagt wohl niemand. Fest steht für Zahna-Elsters Stadtoberhaupt jedoch, dass es einen ausgeglichenen Etat nur geben kann, wenn ausreichend Mittel durch das Land für die Erfüllung der Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden.
 
Text: Boris Canje

 

Viele Ideen und zahlreiche Zuschauer
16.12.2015

Wird er von den Mitbürgern angenommen oder nicht? Diese Frage bewegte die Macher des Lebendigen Adventskalenders in Elster. Schließlich fand er zum ersten Mal statt. Um es vorweg zu nehmen, die Skeptiker haben sich geirrt. Zwischen 40 und 70 Elsteraner fanden sich wochentags um 18 Uhr an der Bühne vor dem Caritas-Büro auf dem Markt oder an den anderen Treffpunkten ein und waren gespannt, was jedesmal geboten wird.
Die Hauptorganisatoren, Silke Wolter vom Heimatverein sowie Ramona Sorge und Simone Graf von der Caritas, waren vom Gelingen sofort überzeugt. Sie sagten sich, wenn es funktioniert, in nicht einmal einer Woche nach der Idee in der Vorweihnachtszeit ein Programm von Montag bis Freitag mit den ortsansässigen Vereinen, Institutionen oder Privatpersonen auf die Beine zu stellen, dann muss es eigentlich ein Erfolg werden.
Deshalb gilt ihr Dank all jenen, die zum Gelingen beigetragen haben. Neben den Akteuren und den Helfern richtet sich dieser Dank auch an die nicht wenigen Stammbesucher, die kaum eine Veranstaltung ausgelassen haben.
Silke Wolter vermutet, dass der zentrale Veranstaltungspunkt vor der Caritas viel zum Gelingen beigetragen hat. Lob kam von den Gästen auch dafür, dass aus einer Bude heraus Glühwein und Punsch sowie Kaffee angeboten wurden. Ihrer Meinung nach haben sich die Akteure tolle Sachen einfallen lassen. So kam zweimal der Osterhase vorbei und konnten nicht verstehen, dass er zurück in den Wald sollte. Und, wen wundert es, auch der Gabenbringer war neugierig, machte mehrfach eine Stippvisite in Elster. Kurz, es gab eine Vielzahl guter Ideen, wie der Lebendige Adventskalender gefüllt werden soll. Verbindendes Element war übrigens eine Laterne mit einer großen roten Kerze, die zu Programmbeginn entzündet wurde. Nach dessen Abschluss ging das Licht an den Einladenden des nächsten Tages, der noch einmal kurz erläuterte, was dann geschehen soll.
Heute Abend mitgerechnet, wird noch dreimal auf den Markt eingeladen, dann folgt schon das Weihnachtsfest. Und sicherlich werden viele Elsteraner den Wunsch hegen, auch im kommenden Jahr einen Lebendigen Adventkalender erleben zu dürfen.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje

 

Mit Gesang, Gedichten und Plätzchen
15.12.2015

Die Weihnachtsfeier mit den Senioren im Gasthof „Sonneneck“, zu der der Ortschaftsrat einlädt, hat in Listerfehrda eine lange Tradition. Mit der Schließung der Kindertagesstätte im Ort ist aber ein wichtiger Bestandteil verloren gegangen. Denn die Kinder sorgten für die kulturelle Umrahmung. Nun hatte Ortsbürgermeister Eckhard Kase eine rettende Idee. Er bat den Jugendklub Elster, den Part zu übernehmen. Dieser sagte zu. Mit Gedichten und Liedern wurden die älteren Bürger am Dienstag unterhalten und freuten sich, dass Kinder aus dem Ort dabei waren. Beim „Weihnachtsbäckerei“-Lied wurden im Klub gebackene Plätzchen verteilt.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje

 

Wittenberg wird "Hauptstadt"
14.12.2015

Das Märchendorf rund um die Zemnicker Kirche und die Modelleisenbahn in der alten Schule erfreuen sich seit Beginn der Adventszeit wieder großer Beliebtheit. Im Großen und Ganzen sind es die aus den Vorjahren bekannten Märchenbilder. Sie sind kaum verändert zu bestaunen, so Gabriele Sehmisch. Denn die Ursprungsidee, jedes Jahr ein neues Märchen zu gestalten, ist kaum noch machbar, erzählt die Ergotherapeutin. Weil der Aufwand dafür beträchtlich ist. Aber natürlich wurden die Figuren fit gemacht für die laufende Weihnachtszeit. Schneewittchen und Aschenputtel wurden nicht nur aufpoliert, sondern gründlich überarbeitet. Bei anderen „Märchenakteuren“ sind nur schadhafte Stellen auszubessern gewesen. Kleinere Blessuren wurden mit Epoxidharz repariert. Und einige Farben sind nun aufgefrischt. Die Schafherde bekam einige neue Tiere dazu, auf die der Schäfer nun zu achten hat. Vier Wochen benötigten die Heporö-Bewohner und ihre Betreuer, um das Märchendorf aufzubauen.
Ein bisschen Sorge bereitet Gabriele Sehmisch in diesem Jahr der Wind. Von den vier Kerzen, die am Ortseingang auf die Adventszeit hinweisen, ist die größte bereits zweimal umgeweht worden und musste wieder aufgestellt werden.
Während das Märchendorf weitgehend Bekanntes zeigt, erfuhr die Modelleisenbahn größere Änderungen. Im „Lummerland“, so wird es genannt, wird inzwischen ein Schienenkreis digital betrieben. Möglich machte dies eine Leihgabe mit Kaufoption. Auf diesem Kreis fährt unter anderem ein ICE und der kann sogar sein Signal ertönen lassen. Sehr zur Freude der Kinder, weiß die Heporö-Mitarbeiterin zu berichten. Meist lässt der Zug es genau in dem Augenblick erschallen, wenn er an den Kindern vorbeirauscht.
Änderungen gibt es nicht nur im Schienennetz, sondern ebenso in der Miniaturlandschaft. Auf dem Berg liegt zwar nach wie vor Zemnick. Allerdings ist der große, nicht in den Ort passende Teich verschwunden. An seiner Stelle weidet dort jetzt eine Kuh- und Pferdeherde und ein Maisfeld wird gerade abgeerntet.
Eine große Baustelle gibt es im zentralen Teil der Anlage. Dort entsteht sozusagen als Hauptstadt von „Lummerland“ die Lutherstadt Wittenberg, allerdings aus handelsüblichen Modellhäusern. Lediglich die Denkmale von Martin Luther und Philipp Melanchthon auf dem Markt wurden selbst angefertigt von Gabriele Sehmisch. All das ist in eineinhalb Monaten entstanden. In einem weiteren soll alles fertig sein. Gebastelt wird außerhalb der sonstigen Arbeit.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text und Fotos: Boris Canje

 

Dammbau in Listerfehrda

14.12.2015

Seit einigen Monaten wird nun auch in Listerfehrda ein Damm gebaut. Durch diese Arbeiten wurde auch das Bett des Wiesenbaches verlegt und auf seinen alten Verlauf gebracht. An dem Rand des Radweges sieht man viele Sandberge, die noch verbaut werden sollen. Man kann aber feststellen, dass die Leute dort auf engen Raum arbeiten. Was heißen soll, durch die Berge können sich die Maschinen nicht viel bewegen. Der Radweg Richtung Gorsdorf wurde umgeleitet, weil über den alten Weg der Damm lang gehen soll. Der Radweg wird zwischen dem Damm langgeführt und er wurde mit Steinen auf Wiesen gelegt. Zwischen Listerfehrda und Elster ist der Damm bereits fertig gestellt. Daran soll das Schöpfwerk anschließen. Die Arbeiten am Schöpfwerk gehen langsam voran, es wurden schon viele Betonteile in die Erde gebaut und einen Weg zum Fluss.

Die Bewohner von Listerfehrda hoffen, dass der Damm so schnell wie möglich fertig gebaut wird. Sie haben Angst, dass das nächste Hochwasser kommen könnte und sie erneut ihre Häuser erneuern müssten.  Wenn dann nämlich der Damm fertig ist, bräuchten sie keine Angst mehr haben.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text und Fotos: Medientreff – Schülerpraktikant Pascal Trepke

 

Diesmal dominieren  die Jungen
09.12.2015

Große Aufregung herrschte in der Bibliothek der Sekundarschule Elster. Und das insbesondere bei den vier Mädchen und Jungen der fünften und sechsten Klassen. Sie wollten im Lesewettbewerb der Schule möglichst gut abschneiden. Dem Sieger der Klassenstufe sechs winkte die Teilnahme am Kreisausscheid.
Doch bis es soweit war, galt es zunächst sein Lieblingsbuch vorzustellen und etwa drei Minuten daraus vorzulesen. Außerdem musste ein unbekannter Text gelesen werden. Dazu hatte Deutschlehrerin Anne Höhne den Mitratekrimi „Der Pfefferdieb“ ausgewählt, der im Mittelalter spielt. Mitten in der Vorbereitung auf ein großes Kirchenfest gerät Hannes, der Anführer einer Kinderbande, in den Verdacht, einen Sack mit Pfeffer gestohlen zu haben.
Da die fünften Klassen noch eine Arbeit schrieben, machten die Älteren den Auftakt. Paula hatte sich eine Geschichte ausgesucht, in der ein Mädchen statt eines iPhones ein Tagebuch bekam und darüber zunächst alles andere als glücklich war. Spannend war auch das Buch, das sich Luca Thorben Hannemann ausgesucht hatte. In diesem machte ein Schüler zunächst mehrere dumme Streiche, dann war seine Familie eingeschneit und „ging sich ziemlich auf den Wecker“. Und zu allem Überfluss musste der Junge mit der Angst leben, eventuell ins Gefängnis zu kommen. Vivian hatte eine Detektivgeschichte mitgebracht, in der allerhand seltsame Dinge rund um eine alte Mühle geschehen. Den Abschluss gestaltete Florian, der von einer gefährlichen Schatzsuche vorlas.
Den Ausschlag gab der unbekannte Text und den meisterte Luca Thorben am besten und wird daher seine Schule in Wittenberg vertreten.
Viele Gedanken hatten sich die Fünftklässler um die Präsentation ihres Lieblingsbuches gemacht. Sogar ein kleines Quiz gab es. Aber der Sieger Oliver-Jan Leuchtemann glänzte bereits mit seinem Lieblingsbuch, in dem es um geheimnisvolle Olchies ging, die sich von Müll ernähren. Einen anderen Band dieser Reihe hatte Philipp mitgebracht. Samantha berichtete von einer Jagd auf die Zwei-Millionen-Diebe und Jasmin las aus der Reihe „Fünf Freunde“ einen Abschnitt vor, in dem es um Ägypten geht. Auch mit dem fremden Text kam Oliver-Jan richtig gut zurecht. Hier hatte die Jury im Gegensatz zu den sechsten Klassen relativ leichtes Spiel. Lob gab es aber für alle, denn sie haben Mut bewiesen, sich diesem Wettbewerb, bei dem die Mitschüler das Publikum waren, zu stellen.
 
Text und Fotos: Boris Canje

 

Aufgeben war nie eine Option
07.12.2015

Nie vergessen werden Katrin und Karsten Röder den 22. Februar 2014. Eigentlich wollten sie den vierten Geburtstag ihres Sohnes Henning beim Kinderkarneval feiern. Doch daraus wurde nichts, er bekam Fieber. Streptokoken-Angina hieß es in der Notaufnahme. Da es ihm trotz starker Medikamentengabe nicht besser ging, wurde ein Blutbild angeordnet. Diese war so schlecht, dass Henning sofort ins Wittenberger Krankenhaus eingewiesen wurde.
Schreckliche Gewissheit
Nach weiteren Tests wurde es schnell Gewissheit: Henning hat Leukämie. Für die Eltern ein schrecklicher Augenblick zu erfahren, dass ihr Kind Krebs hat. Die ersten Tage auf der Kinderkrebsstation waren für den kleinen Henning eine Tortur an Untersuchungen, Tests und Operationen. Auch wurde sofort mit der Chemotherapie begonnen.
Viele Gespräche mit Eltern, deren Kinder das Schicksal mit Henning teilten, haben geholfen, den ersten Schock zu überwinden. So wird er wohl seine erste Zimmernachbarin nicht vergessen, denn von ihr und ihren Eltern wurden Röders oft beruhigt und über weitere Schritte der Therapie informiert.
Während der stationären Behandlungen wich Karsten Röder seinem Sohn keinen Augenblick von der Seite. Er hatte von seinem erst neuen Arbeitgeber den erhofften Rückenhalt und konnte sich voll und ganz auf Henning konzentrieren. Für dessen Mutter eine schlimme Zeit, denn sie blieb mit den anderen beiden Söhnen zu Hause. Nicolas ging zur Schule und der kleine Bruder Vincent war zu diesem Zeitpunkt gerade drei Monate alt. Fast jedes Wochenende waren sie jedoch im Kinderplaneten (eine Villa der Kinderkrebshilfe Halle e.V.) und konnten so Henning nahe sein. Dort bekamen sie auch bei organisatorischen Fragen Hilfe, sei es bei der Betreuung von Vincent oder dem Ausfüllen bestimmter Formulare.
Für Henning war die Intensivtherapie eine schwierige Zeit, denn oft ging es ihm sehr schlecht. Häufig musste er wegen Fiebers im Krankenhaus bleiben und dadurch verzögerte sich die gesamte Therapie. Oft wurde er auch isoliert, das heißt, er durfte sein Zimmer nicht verlassen.
Eine ganz schlimme Phase gab es, als Henning vier Wochen lang fieberte und selbst die Ärzte ratlos waren. Mediziner zu sehen, die ihrem Kind nicht helfen konnten, das waren wohl die schlimmsten Augenblicke für die Eltern während der gesamten Therapie. Geholfen haben oft Gespräche mit andern Eltern, denn alle haben ähnliche Sorgen und alle verbindet die Hoffnung.
Während der vielen Wochen im Krankenhaus bekam Henning zahlreiche Briefe, Postkarten (den weitesten Weg hatte eine aus Argentinien) und Pakete. Oft auch von seinem Kindergarten „Haus der kleinen Elbspatzen“. Seine Erzieherin und auch die Leiterin haben immer den Kontakt gesucht und gehalten. Sie haben Henning einmal in Halle besucht, für ihn eine riesige Überraschung. Seine Erzieherin hat sehr viel mit den anderen Kindern aus seiner Gruppe über Henning gesprochen, ihnen zum Beispiel erklärt, warum er sich oft optisch sehr verändert hatte. So gab es auch jedes Mal, wenn Henning seine Freunde besuchte, von keiner Seite Scheu oder Berührungsängste. Wenn er ab dem 1. April nächsten Jahres wieder gesund zum Kindergarten gehen kann, wird ihn keiner vergessen haben. Für die Eltern ein schönes Gefühl und eine große Hilfe.
Einige Male musste der Transport in die Klinik sehr schnell gehen, oft war es nachts, wenn Henning plötzlich Fieber bekam. Eile war geboten, denn jede Infektion konnte für ihn lebensgefährlich sein. Da waren die Taxiunternehmen aus Elster und Jessen immer sofort zur Stelle. Schnellstmöglich wurde ein Auto geschickt, oft ein Bus, da es Henning darin nicht übel wurde. Das ist nicht selbstverständlich, da sind sich die Röders einig.
Bei den vielen stationären Aufenthalten gab es auch einige schöne Momente, zum Beispiel als der jüngste Bruder Vincent seine ersten Schritte auf dem langen Krankenhausflur machte und alle Patienten und Schwestern sich darüber freuten. Es wurde auch viel gelacht unter den Kindern, die schnell Freundschaft schlossen und sich umeinander kümmerten, wenn es einem Freund durch die starken Chemos schlecht ging. Dann wurde sich schon einmal am Bett versammelt, Geschichten vorgelesen oder man hat sich Spielen gewidmet.
Starken Rückhalt fanden die Eltern auch bei ihrer großen Familie, die sich von Linda/ Hartmannsdorf über Elster bis nach Lindenberg (Mecklenburg) zieht. Jeder half wo er konnte. Röders wussten, dass sie sich voll und ganz auf sie verlassen konnten. Ebenso auf ihre Freunde, bei denen sie sich oft wochenlang nicht meldeten, wenn es Henning gerade schlecht ging. Doch wenn man dann wieder die Zeit fand, waren alle sofort da. Es gab, so sagten Katrin und Karsten Röder, ihnen eine beruhigende Sicherheit, zu wissen, dass die Freunde so viel Verständnis haben.
Im Oktober 2014 hatte Henning die schlimmste Phase der Therapie hinter sich gebracht. Seitdem nimmt er die Chemo in Form von Tabletten ein. Die restliche Zeit bis zum Abschluss darf er zu Hause bleiben und muss nur einmal wöchentlich zur Blutbildkontrolle nach Halle. Oft ist es irritierend, da Henning schon sehr gesund aussieht, dass er es aber noch nicht ist. Sein Immunsystem wird auch durch die leichte Chemo dauerhaft unterdrückt. Jeder Infekt ist gefährlich. Aber auch diese Zeit ist fast geschafft, wenn alles gut läuft ist Henning genau am 12. März 2016 wieder vollkommen gesund. „Ich freue mich, dass er dann wieder alles machen darf“, so Mutter Katrin Röder
Dank an alle Unterstützer
Lange haben Katrin und Karsten die Krankheit ihres Sohnes nicht öffentlich gemacht. Jetzt, so kurz vor Ende der Therapie, machen sie es ganz bewusst. Ihrer Meinung nach ist jetzt eine schöne Zeit, sich bei allen Unterstützern zu bedanken. Sie wollen und möchten niemanden vergessen, denn jeder der nur einmal an den Henning gedacht hat und ihm Kraft gewünscht hat, diese schwere Zeit zu überstehen, soll sich angesprochen fühlen.
Die Erlebnisse der zurückliegenden Monate, der Kampf von Henning gegen den Krebs hat die Familie noch enger zusammengeschweißt. Sie erlebt alles viel bewusster. Wann immer es geht, haben Katrin und Karsten Röder Zeit für ihre Kinder, unternehmen etwas gemeinsam. Aber vor allem haben sie die große Hoffnung, dass die Leukämie nach dem 12. März ein für alle Mal besiegt sein wird.

Fotos: Medientreff  - Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje

 

Stimmungsvoller Auftakt
06.12.2015

Die Eröffnung des 17. Weihnachtsmarktes in Elster wurde eine lustige. Er begann damit, dass auf der Bühne die stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins, Dorothea Bolde, und Miss Elbenixe Sandra Hahn schon bereit standen, als sich der Kopf von Silke Wolter durch den Eingang des Festzelts schob. „Noch zwei Minuten, meine Mutter kommt noch“, war zu hören. Das gab dann gleich den ersten Lacher. Für die nächsten sorgte der Jugendklub.
Gemeinsam auf der Bühne
Doch der Reihe nach. Kurze Worte gab es zur Eröffnung. Dann folgte eine Premiere. Der Echo-Chor und der Gemischte Chor traten erstmals gemeinsam auf. Zuerst wurde „Erwin, der dicke Schneemann“ besungen. Ihm schloss sich „Rollt hinaus der Sonderzug“ an. Bei einem Medley aus Weihnachtsliedern waren alle aufgefordert mitzusingen. Was etliche Zuschauer im gut gefüllten Zelt taten. Dirigiert wurden die beiden Ensembles von Nils Phillipeit. Von ihm war zu erfahren, dass die Chöre getrennt geübt hatten, lediglich eingesungen wurde sich gemeinsam.
Auf ihrer Herbstwanderung hatten die Jugendlichen das „Elsteraner Schloss“ entdeckt. Dort muss auch Schneewittchen gelebt haben, sind sie überzeugt und zeigten deshalb ihre Version des Märchens, eine Mischung aus Otto-Film-Szenen und dem Original von den Gebrüdern Grimm.
Überfluss macht erfinderisch
Erste Überraschung: Statt sieben tummelten sich 13 Zwerge auf der Bühne. Es wollten so viele Kinder und Jugendliche mitmachen, dass man sich dafür entschied. Offensichtlich hatten die Hobby-Schauspieler und das Publikum sehr viel Spaß an dem etwa 30-minütigen Spektakel. Mehrfach gab es zustimmende Rufe und Beifall auf offener Szene.
Vor allem das unkonventionelle Auftreten der bösen Schwiegermutter (Florentine Donath) wurde vielfach gelobt.
Das Märchenstück war nicht die einzige Aktion der Kinder und Jugendlichen. Sie hatten trotz ihrer Proben im Vorfeld noch ausreichend Zeit, Plätzchen zu backen. Nach dem Märchenstück wurden diese auf dem Weihnachtsmarkt innerhalb weniger Minuten verkauft. Mit dem Geld soll ein Kühlschrank mit einer Gefriereinheit gekauft werden.
Viel los war auf dem Weihnachtsmarkt auch, nachdem im Festzelt Ruhe eingetreten war. Dicht umlagert waren unter anderem die Buden, aus denen heraus die Vereine Eintracht Elster, der Carneval Verein und der Heimatverein allerhand Leckeres anboten. Aber auch Bücher, Mützen und Handschuhe und anderes mehr wurden auf dem Markt in Elster offeriert.
Von den kleineren Mädchen und Jungen immer dicht umlagert war das Kinderkarussell. Auch an der Tombolabude versuchten Groß und Klein ihr Glück. Und immer wieder zwischen den Grüppchen sich Unterhaltender zu finden war der Weihnachtsmann, der aus seinem Sack kleine Näschereien an die Kinder verteilte.
Mit einer Tradition des Weihnachtsmarktes wurde auch in diesem Jahr nicht gebrochen: Pünktlich um 18 Uhr begann die zweite Kerze an dem riesigen Adventskranz zu leuchten.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Fotos: Medientreff  -  Sascha Graf
Text: Boris Canje

 

Andrang beim Weihnachtsbasteln
05.12.2015

Dass das Weihnachtsbasteln im Elsteraner Jugendklub "Zuflucht" gut besucht wird, war eigentlich klar. Doch dann wurden alle Erwartungen von Simona Graf vom Kreativtreff der Caritas und Sabine Hoffmann, den zwei Organisatorinnen, übertroffen. Es kamen 56 Mädchen und Jungen. Darunter nicht wenige aus den umliegenden Orten bis Mühlanger oder Zahna. Und sie wurden nicht enttäuscht. Das Angebot war vielseitig. Der Renner waren farbige Blumentöpfe, in denen Meisenknödel befestigt wurden. Davon wurden so viele gefertigt, dass in Zahna-Elster kein Vogel Hunger leiden muss, wenn es doch noch viel Schnee gibt. Natürlich wurden auch noch Adventskränze und -gestecke gefertigt. Auf Holzscheiben entstanden nicht nur dreidimensionale Bilder, sondern mit Lötkolben wurde auf ihnen auch gemalt oder geschrieben. Ebenso waren die aus Filz gefertigten Engel, Weihnachtsmänner und Tannen beliebt.
Von den Ergebnissen dieser kreativen Werkstatt für einen Nachmittag wollte sich auch der Weihnachtsmann überzeugen. Und er war mit dem Gesehenen sehr zufrieden und griff daher gerne in seinen gut gefüllten Gabensack. Natürlich erbat er sich noch eine kleine Gegenleistung, einen kuturellen Beitrag.Erstaunlicherweise waren diesmal nicht die Mädchen, sondern die Jungen die Mutigeren und ließen sich nicht lange bitten. Sie trugen Gedichte vor. Später sangen dann alle gemeinsam Weihnachtslieder.  Wenn alle persönlich etwas vorgetragen hätten, wäre der Weihnachtsmann nicht wieder zurück in sein Reich gekommen, um dort das bevorstehende Fest weiter vorzubereiten.
 

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Text und Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Im laufenden Jahr 37 Einsätze gefahren
04.12.2015

Den Reigen der Hauptversammlungen der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis eröffneten wieder mal die Kameraden aus Zahna, die Freitagabend in ihrem Gerätehaus Bilanz über das bisherige Einsatzjahr 2015 zogen. Von den 37 aktiven Einsatzkräften sind neun Frauen und 13 Atemschutzgeräteträger. Dazu kommen 19 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung, 18 Jungen und Mädchen in der Jugendwehr sowie 15 in der Kinderwehr.
Würden Ausbildung und Arbeitsstunden addiert und pro Stunde zehn Euro angesetzt, kämen laut Wehrleiter Matthias Schneider 31 800 Euro zusammen. Dabei wurden die Einsätze noch gar nicht berücksichtigt. Etwas schmunzelnd meinte er dann: „Würden wir das auf zehn Jahre hochrechnen und sparen, könnten wir uns unser nächstes Feuerwehr-Fahrzeug selber kaufen.“
Allein 1 258 Stunden kommen bei der Ausbildung sowie dem Besuch von Lehrgängen zusammen. Das reicht von der Grundausbildung über die Atemschutzübungsstrecke, den Digitalfunk, Fahrsicherheitstraining, Maschinistenlehrgänge bis zum Lkw-Führerschein sowie dem Erwerb von Juleica-Scheinen für die Kinder- und Jugendbetreuung. Für Dienste, Leitungssitzungen und Arbeitseinsätze sowie für Ordnung und Sauberkeit im und um das Gerätehaus sowie zur Fahrzeugpflege können weitere 1 922 Stunden hinzuaddiert werden.
In diesem Jahr wurde die Wehr zu 37 Einsätze gerufen. 18 von ihnen waren Brände, darunter zwei Pkw, ein Wohnhaus, eine Laube und eine Wohnung. Dreimal stand Ödland und ebenso oft Wald in Flammen. 17 Mal wurden die Floriansjünger für technische Hilfeleistungen alarmiert. Dazu zählten unter anderem acht umgestürzte Bäume, drei Ölspuren, eine umgestürzte Mauer sowie einmal eine Person in einer Notlage. Zweimal wurde vom Ordnungsamt Hilfe angefordert. Davon drohten einmal Steine vom alten Möbelladen herunter zu fallen und das andere Mal ging Gefahr von Ästen auf dem Schulhof aus. Bei beiden Einsätzen wurde mit der neueste Errungenschaft, dem Multistar, geholfen.
Doch es gab nicht nur lobende Worte vom Wehrleiter. Unter anderem rügte er die Teilnahme an den Ausbildungsdiensten. Von 37 Einsatzkräften kommen dazu im Schnitt nur 21. Auch bei Aufräumarbeiten könnten sich mehr Feuerwehrleute beteiligen.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text und Fotos: Boris Canje

 

Viele Lieder und ein Märchen

04.12.2015
Nach der Eröffnung des Elsteraner Weihnachtsmarktes am Sonntag um 14.30 Uhr werden der Gemischte Chor und der Echo-Chor zum Fest passende Lieder zu Gehör bringen. Danach, gegen 15 Uhr, sorgt der Jugendclub „Zuflucht“ für eine Überraschung. Er will ein Märchen aufführen. Welches, das soll noch nicht verraten werden. Seit Wochen wird jedenfalls geübt. Beides findet im beheizten Festzelt statt. Traditionell bieten örtliche Vereine in Marktbuden allerhand Leckereien und Trinkbares an. Außerdem werden eine Losbude und ein Kinderkarussell geöffnet sein. Dass auch der Weihnachtsmann auf eine Stippvisite nach Elster kommt, versteht sich von selbst. Ebenso, dass er kleine Geschenke mitbringt.

Fotos: Medientreff - Sabine Hoffmann (Archiv)
Text: Boris Canje


Zehnte Klassen mit besten Ideen
03.12.2015

Der Schülerrat der Sekundarschule Elster hat es mit der ihn betreuenden Lehrerin Heike Stahl geschafft, dass auch die oberen Klassen ihren Wettbewerb um die Gestaltung des schönsten Klassenzimmers zum Thema Weihnachten durchführen. Gemeinsam mit den Sprechern der unteren Klassen ermittelte die Schulleitung die Räume der 10a (l.) und 10b als die schönsten. Ein Sonderpreis geht an die 9a, weil sie ohne die Unterstützung durch ihre Klassenlehrerin auskommen musste. Obstkorb und Urkunde erhalten alle.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text und Fotos: Boris Canje

Mehr Zeit fürs Beherrschen der Bretter
03.12.2015

Um während des 13. Alpinen Skilagers vom 10. bis 16. Januar mehr Zeit für das eigentlich Ziel, das sichere Beherrschen der Carver, zu haben, gab es auch in diesem Jahr wieder ein Winter- sportprojekt an der Sekundarschule Elster. Dieses richtete sich insbesondere an jene 13 Anfänger, die diesmal mit nach Österreich fahren wollen.
Lehrmethode „Freemotion“
Themen waren unter anderem die Regeln des FIS (internationaler Skiverband), die passende Kleidung, das Vorstellen der Ausrüstung und deren richtiges Anlegen. Natürlich machten die Neulinge auch mit der Lehrmethode „Freemotion“ Bekanntschaft. Mit dieser haben die Elsteraner bislang gute Erfahrungen gesammelt. Fehler, die im vergangenen Jahr vorkamen, wurden gemeinsam per Video analysiert. Filmisch gab es auch Impressionen von der Steiermark, denn dort liegt Murau im Skigebiet Kreischberg. Auch was sie dort in der Unterkunft erwartet, wissen jetzt alle.
Das Beherrschen die Skier und das gefahrlose Abfahren ist die eine Sache. Aber man muss ja auch wieder nach oben kommen. Deshalb wurden die verschiedenen Lift-Arten besprochen und was bei ihnen, vor allem beim Aus- und Einsteigen, zu beachten ist.
Zum Abschluss des Wintersport-Projekttages haben sich dann alle ihre Skilager-T-Shirts selbst bedruckt. Die Farbe der Shirts wurde von den Schülern ausgesucht. Eine Praxis, die im Vorjahr erstmals erprobt und für gut befunden wurde.
Theoretisch sind die Mädchen und Jungen damit auf das Skilager vorbereitet. Die meisten von ihnen sind körperlich auch entsprechend fit. Zwar hat Elster keine Berge, aber mit Nordic-Walking einmal in der Woche werden die richtigen Muskelgruppen belastet. Außerdem gab es montags immer eine Konditionseinheit.
Zu den Neulingen im alpinen Bereich gehören auch Vanessa Kelle, Lara Schulze und Melanie Rößler, alle in der achten Klasse. Sie haben allerdings schon mehrfach auf den schmaleren Brettern gestanden, waren zwei- oder dreimal mit im Langlauflager. Trotzdem bekennen sie offen und ehrlich, jetzt schon aufgeregt zu sein und Respekt vor dem zu haben, was sie erwartet. Lediglich Vanessa Kelle stand schon mal auf Abfahrtsskiern und hat eine entsprechende Schule besucht. Damals war sich jedoch erst fünf Jahre alt.
Furcht vor Stürzen
Von sich aus hatte das Trio den Wunsch, sich einmal am Berg zu versuchen. Ein bisschen fürchten sie, dass es bei Stürzen wehtut oder aber dass sie an- und überfahren werden. Doch von erfahreneren Schülern haben sie gehört, dass es sehr schön ist und sie sogar schon die Vorbereitung auf eine Weltmeisterschaft am Kreischberg erlebt haben. Deshalb glauben die drei Neulinge auch, dass sie nach einer Woche traurig sein werden, wenn es heißt, von den Pisten Abschied zu nehmen.

Text: Boris Canje
Foto: Olaf Däumichen


Kreative Idee einfach umsetzen

02.12.2015
Weihnachtsbasteln steht am 5. Dezember von 15 bis 18 Uhr im Kalender des Jugendklubs „Zuflucht“ in Elster. Das kreative Angebot ist wieder vielseitig. Dabei setzen Sabine Hoffmann und ihre Helfer neben Altbewährtem auch auf neue Ideen. So müsste eigentlich jeder etwas finden. Kleine Geschenke können ebenso entstehen wie Dekorationen für Zimmer, Tür und Fenster. Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen.
Zu Weihnachten ist das Ganze immer besonders aufwendig. Denn die Kränze aus Tannengrün werden selbst angefertigt. Diese können dann mit Bändern, Kugeln, Figuren und natürlich auch mit Kerzen ganz individuell gestaltet werden. Das trifft auch auf die dreidimensionalen Bilder zu, die auf großen und kleinen Holzscheiben entstehen. Auch hier wird die Wahl der darauf zu befestigenden Gegenstände sicherlich schwer fallen. Wer sich nicht entscheiden kann, sollte sich von den Helferinnen Rat holen. Aus vorgefertigten Filzstücken, Holzspießen und Holzkugeln werden mit Stoff, Papier und anderem mehr entweder niedliche Engel oder Tannenbäumchen entstehen. Diese fanden schon beim Basteln anlässlich des Tages der offenen Tür an der Sekundarschule Elster viel Zuspruch.
Wer es nicht so mit dem Basteln hat, der darf sich im Häkeln mit den Fingern versuchen. So manch wärmender Schal ist im Jugendklub auf diese Art und Weise schon entstanden. Interessenten können sich auch im Nadelfilzen wieder ausprobieren, vielleicht um dann mit eigenen Kunstwerken den Weihnachtsbaum zu schmücken. Dass auch gemalt werden kann, versteht sich wohl von selbst. Entsprechende Vorlagen sind wieder zahlreich vorhanden.
Fleißige Helfer sorgen gleichfalls dafür, dass ausreichend Gebäck und Kuchen zur Verfügung stehen. Natürlich gibt es auch die dazu passenden Getränke. Offensichtlich ist obendrein der Weihnachtsmann wieder auf das Geschehen im Klub aufmerksam geworden und hat sich angekündigt. Wer ihn kennt, der weiß, dass der gute Alte nie ohne kleine Aufmerksamkeiten zu den Kindern kommt.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Foto: Medientreff - Sabine Hoffmann (Archiv)
Text: Boris Canje


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