April 2016

Elster Traditionelles Maifeuer an anderem Ort

29.04.2016

Statt eines großen, gab es dieses Jahr in Elster etliche kleine Maifeuer. Grund war, dass man ausnahmsweise in den Freizeitpark umziehen musste. Vorteil dort: Es gab viel Platz zum Rumtollen auf den Rasenflächen.

Je dunkler es wurde, desto mehr große und kleine Elsteraner fanden Freitagabend den Weg in den Freizeitpark gleich neben Turnhalle und Sportplatz. Bei durchaus schönem Wetter fungierte das weitläufige Areal in diesem Jahr als Austragungsort des traditionellen Maifeuer.

Ein bisschen konnte dies jedoch verwundern. Denn seit Jahren finden sich die Einwohner Elsters immer zum Wechsel von April auf Mai an der Bockwindmühle ein. Warum dieses Jahr nicht? Diese Frage konnte am besten Sabine John beantworten. Sie ist Chefin des Heimatvereins, der das Feuer seit Jahren organisiert. „Ja, warum sind wir heute hier? Es war eine kurzfristige Entscheidung.“ Der Heimatverein ist beim großen Maifeuer stets auf die Unterstützung anderer und da vor allem der Feuerwehr angewiesen. Doch ausgerechnet diese musste wenige Tage vor Monatsende feststellen, dass man am betreffenden Freitagabend nicht genügend Personal haben würde, um das Ganze abzusichern. Und Sabine John war es schlichtweg zu heikel, allein mit den Mitgliedern des Heimatvereins das Ganze wie gewohnt durchzuziehen. „Gerade bei windigen Verhältnissen braucht so ein großes Feuer die nötige Überwachung durch Fachleute. Würde da etwas passieren, wären wir der Sache gar nicht Herr geworden. Daher haben wir entschieden, in den Freizeitpark umzuziehen.“

Dort hatte man quasi als Ersatz für das große Feuer mehrere Feuerkörbe platziert. In einer größeren Feuerschale wurde am Abend das Feuer entzündet. „Zugegeben, so eindrucksvoll wie sonst ist es heute sicher nicht. Aber dafür stimmt die Atmosphäre.“ Und Sabine John konnte dem Freizeitpark sogar einige Vorteile abgewinnen. „Für Kinder ist das Gelände ideal. Hier ist nicht die Gefahr, dass plötzlich jemand auf die Bundesstraße spurtet, für alle Aktionen für unsere jüngeren Besucher ist zudem reichlich Platz“, so Sabine John.

Und das stimmte. Rund um die diversen kleineren Feuerstellen, an denen ganz eifrig Knüppelkuchen gebacken wurden, konnten großzügig Bänke, Tische und die diversen Verpflegungsstände platziert werden. Die Rasenflächen boten Raum, ohne Behinderungen oder größere Kollisionsgefahr zum Beispiel mit Spielgeräten herumzutollen oder sich an Spielen mit Bällen zu beteiligen. Gut umlagert waren auch die verschiedenen Möglichkeiten auf dem Kinderspielplatz. Auf jeden Fall herrschte kein dichtes Gedränge bei Klein und Groß.

Es stand aber bereits am Freitag fest: Ein Maifeuer im Freizeitpark Elster bleibt wirklich die Ausnahme. Darauf machte Heimatvereinsvorsitzende Sabine John sofort aufmerksam. „2017 treffen wir uns dann definitiv alle wieder an unserer schönen Bockwindmühle.“

Text: Andreas Richter

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Nachfolge ist gesichert
Kinderkleider – und Spielzeugbörse in Elster

29.04.2016
Es bedurfte einer Sonderzusammenkunft des Teams der Kinderkleider-und Spielzeugbörse Elster, dann war die Kuh vom Eis, die neue Leitung stand fest. Diese zu finden, das wa reine der letzten großen Aufgaben, denen sich die bisherigen „Chefinnen“ Sigrun Horbach und Ivonne Kaiser stellten. Beide sind nun froh, dass Peggy Wollschläger und Annika Horbach sich dieser Aufgabe annehmen wollen. Die Zukunft der Börse, eine der größten in der Region, ist damit gesichert. Die „Erfinder“ und bislang an der Spitze stehenden engagierten Frauen hatten eigentlich zeitig genug verkündet, dass nach zehn Jahren und 20 Veranstaltungen für sie Schluss sein werde. Nicht bei der Börse selbst, aber als Cheforganisatorinnen. In der zweiten Reihe werden sie weiterhin mitmachen und sich sicherlich auch nicht verschließen, wenn ihre Nachfolgerinnen sich mit Fragen an sie wenden.
Klar war für sie allerdings, dass das neue Führungsduo nur aus den eigenen Reihen kommen könne, was letztlich auch gelang. Die neue Chefin Peggy Wollschläger erzählt, dass die Zusage ihrerseits keine Sache einer langen Überlegung war. Vielmehr schoss ihr durch den Kopf, dass die Kleiderbörse in Gefahr wäre, wenn sich keine Nachfolgerinnen finden. Da gab es für sie kein Zurück mehr, sie erklärte sich bereit, Sigrun Horbach zu „beerben“. Nun galt es, eine zweite Frau als weitere Cheforganisatorin zu finden. Mehrmals habe sie Blickkontakt mit Annika Horbach gehabt, erinnerte sich die neue Chefin. Da lag der Gedanke nahe, sie doch einfach zu fragen. Und das war die richtige Entscheidung. Es kam eine positive Antwort und damit war geklärt, die Kinderkleider- und Spielzeugbörse wird es auch weiterhin geben.
Die beiden Neuen wissen genau, was nun auf sie zukommt. Sind sie doch lange genug dabei. Aber ihnen ist ebenso klar, dass sie eine gut harmonierende Truppe haben, auf die sie sich verlassen können, in der jeder weiß, wo sein Platz ist. „Bis jetzt hat es uns immer viel Spaß gemacht und das wird es sicherlich auch weiterhin“, zeigt sich Peggy Wollschläger überzeugt. Und, was ganz wichtig ist, sie weiß auch ihre Familie hinter sich. Ihr Mann hat schon immer beim Aufbau geholfen und ihre Tochter ist auch schon vom Börsenfieber infiziert. Fest steht, es wird keine großen Änderungen geben. Es wird weiterhin alles in der Gruppe diskutiert und dort werden auch die Entscheidungen getroffen. Lediglich die Frage der Finanzen wollen sie in andere Hände legen, die Arbeit also auf breitere Schultern verteilen.
Ob in zehn Jahren wieder ein Wechsel ansteht, bleibt offen. Beide erklärten: „Wir machen es so lange, wie es uns Spaß macht.“ Als eine der ersten Amtshandlungen übergaben sie gemeinsam mit ihren Vorgängerinnen eine Spende
für das Kinderzeltlager in den Sommerferien. Dafür werden Rucksäcke gekauft, mit denen die Mädchen und Jungen dann auf Wanderungen gehen.
Jetzt haben Peggy Wollschläger und Annika Horbach erst mal Zeit, sich genauere Gedanken zu machen. Die nächste Börse, die 21., wird im Herbst wie immer im „Elsterlandsaal“ stattfinden.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Junge "Bäcker" in Halle willkommen

29.04.2016
Eine besondere Einladung hat vor einiger Zeit den Jugendklub „Zuflucht“ in Elster erreicht. Anlässlich des Kindertages geht es am 29. Mai zu einer großen Feier beim Backmischungen-Hersteller „Kathi“ nach Halle. Dort soll allerhand geboten werden. Neben einem Rundgang durch die Produktionshallen dürfen die Gäste auch einen Blick in das Lager und das Logistikzentrum werfen sowie die „Kathi“-Kuchenstraße besuchen. Auch darf einmal selbstgebacken werden. Natürlich gibt es ebenfalls genügend Möglichkeiten, sich richtig auszutoben, zum Beispiel auf einer dort postierten Hüpfburg, und eine Verlosung ist obendrein in Aussicht gestellt.
Die Mädchen und Jungen aus dem Jugendklub haben also die Chance, den Kindertag einmal anders zu feiern, und werden voraussichtlich einen ganz tollen Tag mit vielen Erlebnissen in der Saalestadt verbringen. Übrigens hatte „Kathi“ bereits kurz vor Ostern den Jugendklub überrascht und zwar mit einer großen Menge Backmischungen für die unterschiedlichsten Kuchen. Die Ersten wurden natürlich zubereitet und haben allen geschmeckt. Oberbäcker war dabei Leon Hesse, der ein Schulpraktikum in Annaburg bei der Bäckerei Käpernick absolviert hat. Und er hatte viele fleißige Helfer. Er musste auch aufpassen, dass nicht immer wieder vomTeig genascht wurde.
Für den Bus nachHalle und zurück muss ein Teilnehmerbeitrag von zehn Euro entrichtet werden. Außerdem sollte etwas Taschengeld mitgenommen werden, für Würstchen und Getränke, denn diese müssen bezahlt werden. Noch gibt es einige freie Plätze für die Fahrt. Wer also gerne mitkommen möchte, sollte sich umgehend anmelden. Möglich ist dies bis 20. Mai bei Sabine Hoffmann im Medientreff oder im Jugendklub. Danach ist Simone Graf von der Fluthilfe der Caritas in Elster der Ansprechpartner. Der Bus startet am 29. Mai um 8 Uhr am Jugendklub in der Betonwerkstraße. Mit der Rückkehr wird gegen 17 Uhr gerechnet.

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Sekundarschule Elster

Große Zahlen für den Festzug

28.04.2016

Eifrig gearbeitet wurde dieser Tage im Werkraum der Sekundarschule in Elster. Hier entstehen derzeit große Zahlen aus Polystyrol. Zum diesjährigen Stadt- und Vereinsfest, das gemeinsam mit dem Schul- und Heimatfestvom 3. bis 5. Juni in Elster gefeiert wird, ist wieder ein Festzug geplant. Die Zahlen sollen dann vor den einzelnen Bildern getragen werden und so den Moderatoren die Arbeit erleichtern. Nachdem Hausmeister Mario Prell die Zahlen ausgeschnitten hat, wurden sie von den Schülern blau gestrichen. Wenn alles getrocknet ist, können dann die Stiele zum Tragen angebracht werden.

Text und Foto: Boris Canje

 

Sekundarschule Elster
Austausch vor dem Brennofen

28.04.2016
Ungewöhnlichen und weit gereisten Besuch hatte die Töpferei der  Sekundarschule in Elster. Olga Jakuschewa und Aleksej Saposchkow, beide Lehrer an verschiedenen Kunstschulen in Mogiljow (Weißrussland), zeigten Interesse für diese Einrichtung. Doc es blieb nicht nur beim Besichtigen. Es entwickelte sich ein Erfahrungsaustausch mit Silke Wolter, die die Töpferei betreut. Aleksej Saposchkow unterrichtet nicht nur Malerei, sondern befasst sich auch mit keramischen Arbeiten, hat beides studiert.

Schon beim Betreten der Töpferei war von beiden Weißrussen ein „Oho“ zu vernehmen. Dieses betraf den Ofen, der von den Ausmaßen her jenen in ihrer Heimat übertrifft. Aufmerksam wurde alles betrachtet.„ Ist das Handarbeit oder gegossen?“, wollte der Spezialist wissen. Sowohl als auch, lautete die Antwort. Dann die erste Überraschung: Beim Gießen wird in Elster die Form an den Schnittstellen auch noch zugeklebt. „Eine gute Lösung, das muss ich mir merken“, meinte daraufhin Aleksej Saposchkow und erkundigte sich nach der Glasur,  denn mit dieser habe er bei bestimmten Temperaturen seine Probleme. Aber das ist in Elster nicht anders, erfuhr er. Die Gastgeber staunten aber nicht schlecht, als der junge Mann erzählte, wie seine Vorfahren Töpferwaren glasiert haben. Unteranderem mit Rauch, aber auch mit Milch, Bier und anderem mehr. Das sei wegen des Geruchs heute aber nur möglich bei Freiluftveranstaltungen, kam eine Einschränkung. Dass der Ton in Elster m it einem Nudelholz mit Griffen ausgerollt wird, sorgte für Lächeln. In Weißrussland werde die Rolle direkt mit den Händen bewegt, aber mit den Griffen gehe es besser ,gleichmäßiger. So lautet sein Resümee nach einem Test ohne Ton. Und während an der Elbe Pergament als Unterlage genutzt wird, geschieht das am Dnjepr mit Stoff. Viel Lob gab es von den beiden Gästenfür die Arbeiten der Schüler, vor allem als sie hörten, dass dafür nur 45 Minuten in der Woche zur Verfügung stehen. An seiner Schule seien es dreimal 45 Minuten in der Woche, berichtet Aleksej Saposchkow. Er bedauerte, nicht vorher von der Töpferei gewusst zu haben. „Ich hätte hier ein oder zwei Stunden Unterricht geben können.“ Ein Angebot, das auch Silke Wolter gern genutzt hätte. Aber vielleicht klappt es im kommenden Jahr, wenn erneut Malschüler aus Mogiljow erwartet werden.

Text und Fotos: Boris Canje

 

 

Junge Künstler begeistern mit Klang und Tanz

26.04.2016

In ihrer bereits 24. Auflage hat die musikalische Jugendbegegnung von Künstlern aus Mogiljow (Weißrussland) und Kaliningrad (Russland) nicht nur eine Erweiterung der Teilnehmer erfahren, sondern auch einen neuen Auftrittsort gefunden. Mit Jugendlichen aus  Weliko Tarnowo (Bulgarien) gab es in dieser Woche das erste Konzert in Wartenburg. Neben den einzelnen Gruppen aus dem Heim und seinen Außenstellen waren auch die Kindertagesstätte und die Einwohner des Ortes in die Turnhalle des Kinderheimes Schloss Wartenburg eingeladen. In den Wirtschaftskursen war Kuchen gebacken worden, der ebenso angeboten wurde wie der dazugehörende Kaffee. Angesichts der Vorbereitungen war Ramona Kula, Leiterin der Einrichtung des Kinder-und Jugendhilfeverbundes, schon vorab überzeugt: „Das wird ein echter Höhepunkt.“

Das zeigte sich bereits nach dem Mittagessen. Als die Köchinnen sich vorstellten, stimmten die musikalischen Gäste zum Dank das unverwüstliche „Katjuscha“ an. Was wiederum für rührende Szenen sorgte.
Diese Stimmung setzte sich beim Konzert fort. So forderten die Bulgaren bei einemTanz eine Frau auf mitzumachen. Diese ließ sich auch nicht lange bitten und kurze Zeit später reihte sich ein Junge völlig freiwillig ebenfalls ein. Sogar einer der ganz kleinen Besucher, etwa zwei Jahre alt, nahm die Hand einer Tänzerin.

Einige der Instrumente waren für die Zuhörer völlig neu. Die Balalaika ist ja noch bekannt, aber wie eine Domra, eine Zimbal oder ein Bajan aussehen, werden die wenigsten von ihnen vorher gewusst haben. Neben Volksliedern war klassische Musik zuhören und moderne Klänge durften natürlich nicht fehlen. Dadurch wurde ein kurzweiliges, etwa 90-minütiges Programm geboten, das die Vorhersage der Kinderheimleiterin voll und ganz erfüllte. Selbst die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte gingen mit, tanzten zum Schluss ausgelassen. Da liegt die Vermutung nahe, dass es nicht das letzte Konzert in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Russländischen Gesellschaft in Wartenburg gewesen sein dürfte. Vielleicht gibt es ja schon im Herbst ein weiteres, wenn das Tanztheater Alexis aus Mosyr (Weißrussland) wieder zu Gast sein wird. Die Künstler aus Russland, Weißrussland und Bulgarien sind noch bis zum 2. Mai Gäste der Deutsch Russländischen Gesellschaft und der Kreismusikschule. Einen weiteren öffentlichen Auftritt haben. Mit einem Konzert in der Külsoer Mühle am 1. Mai um 15 Uhr klingt die musikalische Jugendbegegnung dann aus.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Gärtnerei in Elster Ein Zelt zwischen Gewächshäusern

23.04.2016

Kinder aus Elsters Jugendklub und Betreuerin Sabine Hoffmann  freuten sich über das Geld, das ihnen Martin und Katja Böttcher übergaben. Ständiges Kommen und Gehen herrschte in der Gärtnerei Böttcher in Elster. Der Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite war stets gut gefüllt. Die meisten Gäste am Tag der offenen Tür wollten die Gelegenheit nutzen und einige Pflanzen für den Haus- oder Kleingarten kaufen. Und das Angebot war sehr vielseitig. Es reichte von unterschiedlich farbig blühenden Blumen wie Petunien oder Geranien über Topfpflanzen bis hin zu diversen Tomatenarten und Hugo-Minze. Manch einer brauchte seine  Zeit, um sich zu entscheiden. Es gab sogar Gäste, die sich eine Karre kommen lassen mussten, um alle Neuerwerbungen zum Auto zu bringen.

Nach dem erfolgreichen Einkauf konnte man sich mit Gegrilltem, einem Gläschen Bier oder mit Kaffee und Kuchen stärken.

Wie in jedem Jahr ließen sich Martin und Katja Böttcher wieder etwas Neues einfallen. So wurde diesmal nicht im Gang zwischen den Gewächshäusern gebastelt oder gegrillt. Dafür hatte man ein Zelt aufgebaut und damit so manches Gedränge vermieden. Trotzdem blieb es nicht aus, dass der eine oder andere Wagen, prall gefüllt zum Beispiel mit Tomatenpflanzen, beiseite geschoben werden musste, um den Zugang zu einem der Glashäuser frei zu halten. Nicht zu übersehen waren die Mitarbeiter und Freunde der Familie, alle in grünen Shirts. Sie hatten nicht nur alle Hände voll an der Kasse zu tun, sondern mussten immer wieder auch Fragen beantworten und Tipps für die Pflege geben.

Noch etwas fiel auf: Kinder und Jugendliche in weißen T-Shirts mit dem Aufdruck „Kinder stark machen“. Sie kamen aus dem Jugendklub Elster und hatten die Betreuung der Tombola und des Glücksrades übernommen.

An ihnen kam keiner vorbei, aber die Lose wurden auch gern gekauft. Zum einen gab es keine Nieten, zum anderen kommt der Erlös zwei guten Zwecken zugute: der Arbeit des örtlichen Jugendklubs und des Förderkreises Sumy-Hilfe, der sich für geistig Behinderte im Osten der Ukraine engagiert und Ende Mai wieder einen Spendentransport organisiert. Dabei bekamen die Mädchen und Jungen sogar Unterstützung aus Leipzig. Heiko Richter, ein Helfer des Kinderzeltlagers, war extra angereist, um den Jugendklub zu unterstützen, er kümmerte sich um die Hüpfburg. Dafür, dass es den Kindern nicht langweilig wurde, sorgte Sabine Hoffmann wieder mit vielen schönen Bastelideen. Auch kulturell wurde etwas geboten. Der Gemischte Chor aus Elster ließ es sich nicht nehmen, mit einem kleinen Programm zum Gelingen des Tages beizutragen. Neu war, dass Böttchers am folgenden Tag ihre Gärtnerei noch einmal öffneten, diesmal allerdings nur für den Pflanzenverkauf. Die Jugendklub-Kinder hatten am Vortag  jedoch so viel Freude, dass sie gleich noch einmal kamen und Lose verkauften, bis alle weg waren. Auch setzten sie immer wieder das Glücksrad in Bewegung.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Entscheidung fällt erst in der zweiten Runde

21.04.2016

Der Wettbewerb um den Leselöwen der drittenKlasse war bislang in der Grundschule „Elbkinderland“ in Elster meist schon in der ersten Runde entschieden. Wer dort sein Lieblingsbuch am besten vorstellte und einen selbstgewählten Abschnitt am sichersten vortrug, der hatte in der Regel auch mit dem fremden Text in der zweiten Runde die wenigsten Probleme. Mit anderen Worten, der Jury wurde die Arbeit relativ leicht gemacht. Das war in diesem Jahr jedoch anders. Ein klarer Favorit hatte sich nach dem Lieblingsbuch noch nicht herausgeschält. Der unbekannteText, diesmal waren es Drachengeschichten, musste daher die Entscheidung bringen. Zumindest der Sieger wurde dann doch relativ schnell gefunden. Um die folgenden Plätze allerdings gab es in der Jury eine längere Diskussion, auch weil sich alle sechs Kandidaten (je drei Jungen und Mädchen) wirklich viel Mühe gegeben hatten und eigentlich alle einen Preis verdient hätten. Kein Wunder, dass Vorjahressieger Henning Schulz froh war,
diesmal in der Jury mitmachen zu dürfen und nicht auf der Bühne sitzen und vorlesen zu müssen. „Ein gutes Gefühl“, meinte er nur kurz gegenüber der MZ. Die Kandidaten dagegen waren alle sehr aufgeregt, auch weil sie nicht nur vor der Jury, sondern auch vor den Mitschülern der zweiten bis vierten Klassen agieren mussten. Die Finalisten hatten sich zuvor in ihrer Klasse mit dem Lieblingsbuch für diesen Schul-Wettbewerb qualifiziert.

Siegerin wurde Hanna Packheiser, die auch den unbekanntenText mit großer Souveränität zu Gehör brachte. Der zweite Platz ging ebenso überzeugend an Johanna Wolter. Einen Dreifachtriumph der Mädchen verhinderte Maxim Schramm. Alle drei durften sich aus den Büchern, die die Coswiger Buchhändlerin Petra Mühlbauer („Buch und Kunst“) wieder mitgebracht hatte, ihre Preise aussuchen. Und der Plüschlöwe, der bei allen Vorträgen auf dem Tisch saß, wird sicherlich einen Ehrenplatz zu Hause bei Hanna Packheiser bekommen.

Die Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klasse hatten sich noch etwas Besonderes einfallen lassen: Sie wollten, dass alle gute Laune bekommen. Deshalb trugen sie das Lied „Alle Kinder lernen lesen“ vor. Sozusagen als Auftakt für den Wettstreit. Vielleicht wollten sie aber auch auf ein Plakat hinweisen, das an der Bühne im Atrium der Grundschule hing. Auf ihm stand: „Es ist zwar nicht sofort zu sehen, doch im Prinzip macht Lesen schön.“

Text und Fotos: Boris Canje

 

ADAC – Grundschule „Elbkinderland“ Elster

Sicher auf dem Zweirad

18.04.2016

Der ADAC-Fahrradwettbewerb hat in der Grundschule „Elbkinderland“ in Elster Tradition. Jedes Jahr versuchen sich die Mädchen und Jungen der zweiten bis vierten Klassen an dem Parcours, der auf dem Schulhof von der Gebietsverkehrswacht Oranienbaum aufgebaut wird. Diesmal allerdings etwasandersals sonst. Der Vorteil: Bei den beiden schwierigsten Abschnitten, der großen Acht und dem Kreis, der mit einer Kette in der Hand zu fahren ist,lenkte kein anderes vermeintliches Hindernis ab, wie ein im Zentrum der Acht stehender Baum oder ähnliches mehr. Wolfgang Remek von der Verkehrswacht, der gerade diese beiden Schwierigkeiten betreut, wird nicht müde, den Mädchen und Jungen immer wieder den selben Tipp zu geben. „Mit dem Vorderrad immer möglichst weit außen fahren“, heißt es, wenn es in die Acht geht und „langsam fahren, aber nicht anhalten“, lautet der Hinweis an dem Kreis. Trotzdem ist es vor allem für nicht so geübte Radfahrer, unheimlich schwer, keinen Fehler zu machen. Spielt doch auch die Aufregung eine große Rolle. Da passiert es dann schon mal, dass das Schrägbrett nicht getroffen wird oder am Ende des Parcours nicht richtig gebremst wird und die Stange fällt, weil der junge Radler nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen ist. Der Mitarbeiter der Oranienbaumer Verkehrswacht lobt die Mädchen und Jungen der Elsteraner Grundschule. „Das Niveau ist hier gut,besser als in Städten“,meint er. Das habe jedoch nichts damit zu tun, ob viel oder wenig gefahren wird, sondern wie. In den Städten, so seine Erfahrung, geht es zumeist gerade aus und Schnelligkeit ist Trumpf. Das ist in kleinen Schulen anders und so meistern die Mädchen und Jungen den Kurs deutlich besser. Vom Frühjahr bis in den Herbst ist er mit seinen Kollegen in Schulen unterwegs. Stress sei es nicht, betont Wolfgang Remek.Im Gegenteil, ihm macht das immer wieder Spaß. Viel Zeit für ein Gespräch hat er allerdings nicht, schon ist der nächste Starter ran. Wieder heißt es: „Mit dem Vorderrad immer schön weit außen fahren.“ In der zweiten Klasse gewann bei den Mädchen Natalie Trepkev or Sarah Hinkelmann und Leonie Noack. Bester Junge wurde Noah Brzezynskivor Arne Hermelbracht und Tim Sprenger. Die dritte und vierte Klasse wurde gemeinsam gewertet. Bei den Mädchen holte sich Mia Hollwitz den ersten Platz. Hinter ihr platzierten sich Charlotte Scheps und Leni Kralisch. Die Nase vorn bei den Jungen hatte Dominic Trepkevor Leon Schumann und Maxim Schramm.

Text und Fotos: Boris Canje

 

Ortsteil Listerfehrda

Große Freude über neues Domizil

16.04.2016

„Hier bin ich in den Kindergarten gegangen“, war in Listerfehrda mindestens ebenso häufig zu hören wie „Meine Mutti (oder Vati) ging hier noch zur Schule“. Gefallen sind diese Sätze anlässlich der offizielle Eröffnung des mitten im Ortgelegenen Dorfgemeinschaftshauses „Zur alten Schule“ mit einem Tag der offenen Tür. Das Ziegelsteinhaus diente früher als Schule (mit zwei Klassen) und später zumindest teilweise als Kindergarten. Hier ist, davon überzeugten sich viele Listerfehrdaer, ein wahres Schmuckstück entstanden. Zwei große Räume bieten ausreichend Platz für Versammlungen oder auch die Proben der Sangesfreunde Listerfehrda oder der Lister-Sisters und anderen. Es gibt eine kleine Küche und, darüber sind Dorfbewohner besonders glücklich, es wurden bei der Gelegenheit auch vernünftige Toiletten geschaffen. Bislang gab es nur eine und die war über eine steile Treppe zu erreichen. Damit, so Heimatvereinsvorsitzender Frank Jahn, ist eine vielfältigere Nutzung des Gebäudes machbar. Auch der Ortsbürgermeister hat hier sein Büro. Möglich wurde der Umbau durch die Flutschadensbeseitigung, denn im Juni 2013 stand das Haus wie fast das gesamte Dorf im Wasser. 176000 Euro wurden hier zwischen Juni und Oktober 2015 verbaut, so Ortsbürgermeister Eckhard Kase (Wählergruppe Listerfehrda). Unter anderem musste ein Loch für eine Tür neu durchgebrochen und eine Treppe eingebaut werden, um vom Versammlungsraum einen Zugang zum Flur zu schaffen. Das alles wurde von den zahlreichen Gästen anerkennend kommentiert. Eckhard Kase verwies darauf, dass man eigentlich noch nicht völlig fertig sei, der Zaun müsse noch erneuert werden. Organisiert hatte den Tag der offenen Tür der Heimatverein. Fleißig hatten seine Mitglieder Kuchen gebacken oder Brötchen geschmiert. Alles wurde für einen Obolus angeboten, ebenso wie Bier und Fassbrause, vom Wirt des „Sonnenecks“ spendiert, sowie Kaffee und Gegrilltes. Der Erlös, so wurde auf einem Plakat versprochen, soll für weitere Anschaffungen für das Dorfgemeinschaftshaus eingesetzt werden. Einer der Nutzer, die Sangesfreunde Listerfehrda, sorgte dann mit einem Reigen von Frühlingsliedern für den kulturellen Teil des Tages der offenen Tür und erhielt dafür viel Beifall. Für den Klangkörper war es ein Heimspiel, probt er doch schon einige Zeit hier. Andere Vereine und Gruppen nutzen die Räume ebenso, vom Heimatverein über die Fünf-Eichen-Frauen (sie trafen sich früher an einem Rastplatz gleichen Namens) bis zur Kirchengemeinde. Auch der Ortschaftsrat kommt hier zusammen, und schließlich können die Räume für Familienfeiern gemietet werden. Um die Auslastung muss also niemandem bange sein.

Text und Fotos: Boris Canje

 

Dankeschön an die Johannische Kirche in Elster

10.4.2016

Ein besonderes musikalisches Ereignis erlebten Besucher im Gemeindehaus der Johannischen Kirche in Elster. Die Gäste im gut besetzten Gebetsraum wurden mit vielen schönen Liedern verwöhnt, natürlich auch über den Frühling. Akteure waren der Gemischte Chor der Elbegemeinde unter Leitung von Niels Philippeit und der Kinderchor der Johannischen Kirchengemeinde Elster, der von Josephine Böttcher betreut wird.

Das Konzert war ein Dankeschön an die Johannische Kirche, jahrelang nutzte der Gemischte Chor einen Raum im Gemeindehaus zum Proben.

Eine Predigt gab es nicht. Die Gottesdienste finden im Zweiwochenrhythmus, Kindergottesdienste aller vier Wochen statt, erläuterte Matthias Dannenberg aus Mühlanger. Er ist der Gemeindeführer oder Vater in Elster. Auch Gläubige aus umliegenden Orten kommen zu den Gottesdiensten. „Unsere Johannische Gemeinde zählt gegenwärtig 101 Schwestern und Brüder, damit ist sie relativ groß“, sagte der Gemeindeführer.

Im deutschsprachigen Raum zählt die Glaubensgemeinschaft etwa 3 000 Mitglieder, auch in Wittenberg existiert eine Gruppe. Nach Elster kommen abwechselnd Prediger aus unterschiedlichen Gemeinden.

Die Johannischen Gläubigen haben sich in Elster ein schmuckes Vereinshaus geschaffen, beinahe alle anstehenden Arbeiten werden in Eigeninitiative erledigt. Das Gotteshaus in der Alten Oststraße war ursprünglich eine verfallene Scheune. Sie wurde ab 1979 ausgebaut. Die feierliche Einweihung fand am 17. Mai 1980 statt. Vor wenigen Jahren wurde das Dach neu eingedeckt, 2015 die Fassade saniert und gestrichen. Als nächstes großes Vorhaben steht die Erneuerung der Heizung an.

Im Gebäude stehen zahlreiche Räume zur Verfügung, der große Andachtsraum fasst beinahe 100 Gäste. Darüber hinaus gibt es kleinere Räume, so für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Sie kommen gern, um hier zu spielen zu singen, sich Filme anzuschauen, am Konfirmandenunterricht teilzunehmen und sich mit dem Johannischen Glauben zu befassen. „Wir legen großen Wert auf die Nachwuchsbetreuung“, betonte Matthias Dannenberg.

In der Küche wird eifrig gekocht und gebacken, auch zum Chorkonzert gab es leckere, selbst gebackene Kuchen. Nach den Gottesdiensten trifft man sich gern zum gemeinsamen Brunch. Ein extra Raum steht für die Erteilung des Sakramentes der geistigen Heilung zur Verfügung. Das geschieht durch Handauflegen, so könne man die Nähe Gottes spüren und seinen Segen empfangen. Die „Evangelische Johannische Kirche nach der Offenbarung St. Johannis“, so die offizielle Bezeichnung, seit 1975 kurz Johannische Kirche genannt, ist eine sehr junge Religionsgemeinschaft. Sie wurde am 15. April 1926 in Berlin von dem Religions- und Kirchenreformer Joseph Weißenberg gegründet.

Text: H.-Dieter Kunze

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Jugendclub „Zuflucht“ Elster

Transparent gegen Terror-Anschlägen

05.04.2016

Als sehr wichtig und eine Herzensangelegenheit betrachten es die Mädchen und Jungen des Elsteraner Jugendclubs „Zuflucht“, Stellung zu nehmen zu der jüngsten Welle von Terror-Anschlägen rund um den Erdball. Ihre auf einem Transparent festgehaltene „Botschaft an die Welt“ lautet ganzunmissverständlich: „Hört auf mit den Terror-Anschlägen. Lasst uns in Frieden miteinander leben!“ Wie Betreuerin Sabine Hoffmann der MZ sagte, sei es spontan zu dieser Bekundung gekommen. Das Transparent ziert nun nicht nur die Jugendeinrichtung in der Betonwerkstraße, sondern wurde über das Online-Netzwerk WhatsApp an viele Menschen verschickt, mit der Bitte es noch weiter zu verbreiten.

Über den Facebook-Auftritt der Freiwilligen Feuerwehr Elster gelangte das Transparent ebenfalls in die Soziale-Medien-Welt hinaus. Bislang so Sabine Hoffmann, habe man darauf eine durchweg positive Resonanz erfahren.

Text: Detlef Meyer

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Pfingstferien im Jugendclub „Zuflucht“ Elster

Im Jugendclub steht Sicherheit im Zentrum

04.04.2016

Ein volles Programm wird den Mädchen und Jungen im Jugendclub „Zuflucht“ Elster in Zusammenarbeit mit der Caritas in den Pfingstferien vom 9. – 13. Mai täglich von 9 bis 18 Uhr geboten. Die Absprachen hierfür sind gelaufen, die Termine vereinbart. Zahlreiche Gäste werden erwartet, denn im Mittelpunkt steht die Sicherheit der Kinder. Johanna Schröder-Rimkus vom Polizeirevier Wittenberg wird erwartet und sie möchte auch ein Einsatzfahrzeug vorstellen. Auch die Feuerwehr Elster wird mit einem ihrer Fahrzeuge vorfahren und Kreisjugendwartin Sarah Hoffmann will unter anderem demonstrieren, was bei einer starken Rauchentwicklung in einem Haus zu beachten ist. Ihre Technik mitbringen wollen ebenfalls Notfallsanitäter Ulf Riedel und sein Kollege vom Deutschen Roten Kreuz. Montag und Freitag gibt es kein spezielles Thema. Da stehen Spiel und Spaß im Vordergrund. Da auch für die Versorgung (Frühstück, Mittag und Kuchen, sowie Kekse) gesorgt wird, ist eine Anmeldung bei Simone Graf (Caritas Fluthilfe in Elster) oder Sabine Hoffmann (Medientreff in der Außenstelle des Rathauses, Am Sportplatz, oder im Jugendclub) aus Planungsgründen erforderlich.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann (Archiv)