November 2015

Wunsch erfüllt

29.11.2015
Proppenvoll war die evangelische Kirche beim Adventskonzert, zu dem der Gemischte Chor Elster eingeladen hatte. Etwa 130 Zuhörer sowie 64 Sängerinnen und Sänger füllten die Bankreihen, da waren freie Plätze eine Seltenheit. Vor dem Beginn konnten sich die Gäste und die Aktiven noch mit Glühwein und Kaffee aufwärmen. Aber gefroren wird wohl kaum einer haben, denn das Gotteshaus war beheizt.
Gemeinsamer Auftakt
Nachdem die erste Kerze des auf dem Taufstein drapierten Adventskranzes angezündet war, konnte die Veranstaltung beginnen. Traditionell sangen zunächst alle vier teilnehmenden Chöre, neben den Gastgebern waren es der Männerchor Schweinitz, der Frauenchor Seyda und der Kirchenchor Elster, gemeinsam „Guten Abend, schön’ Abend“. Danach wurde das Geschehen vom Altarraum auf die Empore verlegt. Mit Orgelbegleitung war das „Ave Maria“ zu hören. Ein Ohrenschmaus. Kein Wunder, ist die Interpretin Mirjam George doch eine professionelle Sopranistin. Ein Genuss, den die Zuhörer noch öfter haben sollten.
Aber zunächst waren erst einmal der Frauenchor Seyda gemeinsam mit dem Kirchenchor aus Elster an der Reihe. Sie sangen „Wenn alle Sterne schlafen gehen“ und „Es leuchtet ein Stern am Himmelszelt“. Passend dazu kam noch einmal die Sopranistin auf der Orgelempore zum Einsatz, diesmal mit der Echo-Arie aus dem Weihnachtsoratorium. Dann wurden die zwei Chöre erneut aktiv, diesmal mit dem niederländischen Weihnachtslied „Mitten in der Winternacht“.
Mittlerweile war Mirjam George von der Empore in den Altarraum gelangt. Für ihren nächsten Solopart hatte sie sich Lieder aus dem Maria-Oratorium ausgesucht. Zum einen der Lobgesang der Maria und zum anderen ging es um deren Sorgen, Nöte und Ängste.
Der Männerchor Schweinitz besang den „Winter unter hohen Tannen“ und „Alle Hügel sind verschneit“. Von Schnee war aber außerhalb der Kirche nichts zu sehen, vielmehr regnete es.
Den letzten Block mit Chormusik gestalteten die Gastgeber. Wie schon in den Vorjahren verstärkten sie sich mit Mirjam George. Sie nahm sich jedoch gesanglich zurück, dominierte nicht die übrigen Ensemblemitglieder. Bei „Maria durch ein Dornwald ging“ zeigte sich einmal mehr, dass es gut ist zumindest drei Männer an diesem Nachmittag in seinen Reihen zu haben. Dadurch konnte das Lied eindrucksvoller interpretiert werden. Der Höhepunkt war dann die obligatorische „Stille Nacht“.
Ausflug in die Märchenwelt
Märchenhaft begann der letzte Soloblock der Sopranistin. Die Filmmusik aus „Drei Haselnüsse für Aschenputtel“, ohne sie gibt es ja kaum noch eine Vorweihnachtszeit, brachte sie zu Gehör. Danach sang sie noch „Schöne Weihnachtszeit“ und „Wenn Weihnachten ist“.
Es war wieder einmal ein gelungener, hörenswerter Nachmittag, den der Gemischte Chor Elster seinen Gästen und sicherlich auch sich selbst organisierte. Und dazu trugen neben Mirjam George auch die übrigen drei Klangkörper bei. Der Wunsch, das Publikum auf das bevorstehende Fest etwas einzustimmen, ist voll und ganz erfüllt worden.
Viele Gäste führte der Weg aus der Kirche direkt zum Elsteraner Markt, denn dort wurde die erste Kerze am großen Adventskranz, der um die metallene Weltkugel seit einigen Jahren seinen Platz findet, entzündet.

Fotos: Medientreff - Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje


Von Musik bis Flutrückblick

27.11.2015
Der Tag der offenen Tür am Freitagnachmittag an der Sekundarschule in Elster war wieder eine Mischung aus Bewährtem und neuen Ideen. Die Gäste honorierten dies mit ihrem Interesse. Dazu gehörten die Eltern der derzeitigen ebenso wie die der künftigen Schüler, aber auch ehemalige Absolventen der Bildungseinrichtung. Für sie alle gab es viel zu sehen, aber auch die Möglichkeit, sich selbst zu versuchen.
Viel Interesse fand da zum Beispiel die Multimediatafel, über die die Schule seit etwa einem halben Jahr verfügt. Diesmal wurde gezeigt, wie sie für das Fach Geografie genutzt werden kann. Da wurden auf einer stummen Karte Städte oder Flüsse zugeordnet, galt es ein Puzzle zu lösen und anderes mehr. Nicht nur Lehrer Michael Ziehm versuchte sich hier, ebenso wie Eltern und Schülern. Von Letzteren war zu erfahren, dass das Lernen mit dieser modernen Tafel viel mehr Spaß macht, auch wenn derzeit, wie Schulleiterin Sigrid Treppesch bedauerte, der Internetanschluss noch fehlt.
Als ein Volltreffer erwies sich auch die Idee von Musiklehrerin Heike Bräse, das Musikzimmer zu einem Hard-Rock-Café umzugestalten. Hier gab es nicht nur permanent Musik auf die Ohren, sondern auch Kuchen samt den dazu gehörenden Getränken. Die Band, die den Hauptteil des Nachmittages bestritt, gibt es seit zwei Jahren. Sie besteht allein aus Mädchen: Lea Schneider sowie Anne und Marie Nerenz. Alle drei singen und begleiten sich selbst auf dem Klavier, dem Keyboard oder der Gitarre. Die Pausen wurden dann von anderen Gesangstalenten ausgefüllt.
Wie immer war der Friseursalon auf Zeit, den Antje Krey-Paulisch von Family-Hair in Zahna eingerichtet hatte, ein Volltreffer. Schon kurz nach der Eröffnung des Tages der offenen Tür waren die drei Plätze schon besetzt. Es gab aber nicht nur neue Frisuren oder andere Farben, sondern die Friseurmeisterin hatte auch eine Schmuckkollektion mitgebracht.
Großes Interesse fand ein Projekt, das Schüler gemeinsam mit der Caritas umgesetzt haben. Ein ganzes Klassenzimmer stand im Zeichen des Hochwassers 2013. Hier war nicht nur die Caritas-Ausstellung zu sehen, sondern auch ein von drei Schülern unter Anleitung von Simone Graf (Caritas) angefertigtes Modell von Elster wurde präsentiert. Die Erinnerung an die für den Ort schreckliche Zeit wurde beim Betrachten einer DVD wieder wach.
Eine Klasse wollte in einem Experiment klar machen, ob es sich lohnt, teure Lebensmittel zu kaufen oder ob es billigere auch tun. Dazu ließen sie Besucher entscheiden, welche der angebotenen Salzstangen, Chips oder Konfektstücken besser schmecken. Allerdings erfuhren die Probanden nicht, welches Angebot nun kostenintensiver ist. Auf den Proben standen lediglich Zahlen, die Gäste bei ihrer Entscheidung, was das billigere Angebot sei, angeben sollten.
„Der Aufwand hat sich wieder gelohnt“, resümierte Sigrid Treppesch gegen Ende des Tages der offenen Tür. Sie lobte den Einsatz der Steuergruppe (unter der Leitung von Heike Stahl). Bei ihr möchte sie sich ebenso bedanken wie bei den anderen Mitgliedern dieses Gremiums sowie den Pädagogen, den beteiligten Schülern, ebenso bei Sabine Hoffmann und deren Team für das Angebot von weihnachtlichen Basteleien.
Ein ganz besonderer Dank geht an das Team der Kinderkleider- und Spielzeugbörse. In deren Auftrag hatte Peggy Wollschläger eine Spende übergeben, über deren Einsatz die Schule allerdings noch entscheiden muss. Möglichkeiten wären das Skilager oder eine Tonanlage für den Musikunterricht.

Fotos: Medientreff - Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje


Jugendliche aus Elster besuchen Kinderheim

27.11.2015
Die gegenseitigen Besuche der Jugendlichen aus dem Kinderheim Wartenburg und dem Jugendklub „Zuflucht“ in Elster reißen nicht ab. So folgten vier Sekundarschüler gemeinsam mit Klubbetreuerin Sabine Hoffmann einer Einladung zum sechsten Markt der schönen Dinge im Wartenburger Schloss und wurden dort wie gute alte Bekannte begrüßt. Einige Heimkinder waren in Elster zu Halloweenbasteln im Jugendklub und haben sich dort sehr wohl gefühlt.
Kreatives zum Verkauf
Breit war das Angebot, das im Eingangsbereich des Schlosses ausgebreitet war. Wie Leiterin Ramona Kula ausführte, haben die Mädchen und Jungen aus dem Heim fast alles selbst hergestellt. Und dabei waren richtig aufwendige Sachen, wie zum Beispiel Adventskränze ausschließlich aus Nüssen beziehungsweise Tannenzapfen. Auch Getöpfertes aus der eigenen Werkstatt wurde gezeigt. Dabei überwog, wen wundert es, ein Schloss als Motiv. Ein Beweis dafür, dass die Mädchen und Jungen sich hier wohlfühlen.
Jeder der vier Elsteraner nahm sich ein Erinnerungsstück mit nach Hause - ein getöpfertes Schloss, auch wenn es wenig Ähnlichkeiten mit jenem hat, in dem das Wartenburger Kinderheim untergebracht ist.
Wie leben Altersgenossen?
Aber die Gäste von der anderen Seite der Elbe interessierten sich nicht nur für die Angebote auf dem Markt der schönen Dinge. Sie wollten auch wissen, wie ihre Altersgenossen im Heim so leben. Einige von ihnen hatten sie ja bereits kennengelernt,
Diese beiderseitigen Besuche sind für die Jugendlichen sehr wertvoll, darin besteht Übereinstimmung. Deshalb wird es bei den wenigen Treffen von 2015 im kommenden Jahr sicherlich nicht bleiben. Vor allem für die Ferien sind weitere Zusammenkünfte vorgesehen und das sowohl in Elster als auch in Wartenburg. So könnte im Rahmen des Kinderzeltlagers das Schloss auf der anderen Elbseite besucht werden oder aber bei der Ferienbetreuung im Jugendklub eine Fahrt dorthin organisiert werden. Dann könnten sich die Kinder gemeinsam auf dem neuen Spielplatz des Heimes sich austoben.

Fotos: Medientreff - Sabine Hoffmann
Text: Boris Canje

 

Blumenhaus Böttcher in Elster

Adventsmarkt

Trend sind Weiß und Cremefarben

27.11.2015

Umgeräumt hat Christina Böttcher mit ihren fünf Halbtagskräften das Blumengeschäft in Elster, Dresdener Straße 1 – nahe dem Gasthof „Zum Anker“. Es wurde viel Platz geschaffen und alles auf den Advent ausgerichtet. Besucher finden allerlei Dekorationsempfehlungen. Trend, so weiß die Floristin zu berichten, sind Weiß und Cremefarben. Ideen haben sich Christina Böttcher und ihre Mitarbeiter auf Messen, im Internet oder aus der Fachliteratur geholt. Aber es wurden auch eigene kreative Vorstellungen umgesetzt. Unmittelbar nach dem Totensonntag wurde begonnen, mit frischen Pflanzen und Grün zu arbeiten. Alles andere wurde nach Möglichkeit vorher schon realisiert. Nun sind die Floristen gespannt, wie ihre Ideen bei den Kunden so ankommen. Die Ausstellung kann besucht werden: Sonnabend, den 28.11. von 14 bis 18 Uhr und Sonntag, 29.11. von 13. bis 17 Uhr ist geöffnet.

Wie immer wird alles mit weihnachtlicher Musik umrahmt, und es sind kleine Überraschungen angekündigt worden.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Geschenk von Möbel Letz für den Jugendclub Elster

Schränke geschenkt bekommen

23.11.2015

Viel getan hat sich im zurückliegenden halben Jahr im Jugendklub „Zuflucht“ in Elster. So haben sich die Bedingungen verbessert, nicht nur durch die von Mario Letz geschenkten zwei Schränke und einen Kühlschrank. Viele andere dringend benötigte Sachen wurden der Einrichtung von Privatleuten geschenkt - bis hin zu Obst und Gemüse. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich darüber und bedanken sich bei allen, die es ihnen ermöglichen, hier umherzutollen, zu malen, zu spielen oder zu basteln, wie zuletzt für Halloween. Gemeinsam unternehmen die Besucher der „Zuflucht“ auch draußen etwas, in den Herbstferien gab es eine Fahrt zum Indoor-Spielplatz „Igel-Mizzi“ in Dessau, außerdem machten sie eine Wanderung mit Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe zum neuen Schöpfwerk.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Fotos und Text: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Elsteraner Carneval

Verein Buntes Programm im Elsterlandsaal

21.11.2015
Der Elsteraner Carneval Verein sorgte im Elsterlandsaal für ein abwechslungsreiches Programm und präsentierte bei der Gelegenheit gleich den Nachwuchs bei den Tänzerinnen.
Über zwei Stunden steppte im gut gefüllten Elsterlandsaal bei der Großveranstaltung des Elsteraner Carneval Vereins der Bär. Stimmung war von Beginn an groß geschrieben. Und das Programm bot eine Mischung aus Musik, Gesang, Tanz, Spiel und Sketchen. Und immer war das Publikum einbezogen.
Um die Zukunft des Vereins muss sich der Elsteraner Carneval Verein offensichtlich keine Sorgen machen. Die Blau-Weißen Funken haben mit einer Vierjährigen die jüngste Tänzerin in ihren Reihen. Vanessa Gütschow ist als Tanzmariechen nicht mehr allein. Sie trat erstmals gemeinsam mit Katharina Höse und Milena Alder auf. Personell verstärkt zeigten sich auch Funken- und Prinzengarde.
Nach dem Einmarsch des Elferrates, einschließlich des Jugendelferrates und des Hofstaates mit ihrer Lieblichkeit Astrid I. und seiner Herrlichkeit Daniel I. waren erst einmal die jüngsten Narren an der Reihe, die Blau-Weißen Funken. Trotz aller Aufregung machten sie ihre Sache gut und bekamen Beifall nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von ihrer Trainerin Doreen Rotte. Hier wurde schon eine Besonderheit deutlich. Wer meinte, dass bei Ein- und Ausmarsch der Aktiven der traditionelle Narrhalla-Marsch zu hören sein wird, wurde enttäuscht. An seiner Stelle erklang immer „Unter dem Meer“. Schließlich lautete das Motto des Abends auch „Leinen los, wir sind jetzt da mit der großen Narrenschiff.
Eine Überraschung hatten Diana Alder und Nicole Knape, Trainerinnen des Tanzmariechens Vanessa Gütschow, parat. Aus einer Kiste kroch mit Katharina Höse und Milena Alder der Nachwuchs. Und sie zeigten gleich bei ihrem ersten Auftritt erstaunliche Kondition. Bei der Frage von Moderator Karsten „Erpel“ Röder ob sie zu einer vom Publikum geforderten Zugabe bereit wären, kam unisono die Antwort „Ja“. Übrigens waren die Trainerinnen ebenso aufgeregt, wie ihre  drei Schützlinge.
Die Funkengarde zeigte zwei Tänze, darunter einen mit Schirmen. Wie „Erpel“ erzählte, gab es von Trainerin Katrin Meihofer kurz vor dem Auftritt nach den Hinweis: „Ihr müsst lachen Mädels, immer lachen.“ Bei der Konzentration auf den Tanz, um keinen Fehler zu machen, war das viel leichter gesagt als getan. Viel Beifall gab es dennoch.
Wie immer war alles gespannt, was sich die Hoch-, Weit- und Seitenspringer (HWS) haben einfallen lassen. Wie so häufig widmeten sie sich auch diesmal wieder Geschehnissen im Ort. HWS-TV war auf der Suche nach der Ursache, die letztendlich zum Abriss des Rathauses führte. Dazu holten sie sich mit Kleberhard Eber (Ähnlichkeit mit dem früheren Bürgermeister Eberhard Kleber war gewollt) einen kompetenten Mann für den Rundgang. Es wurde Verwunderliches ermittelt.
So entdeckten die TV-Leute, dass nicht Hund Laika 1957 als erstes Tier im Weltraum war, sondern ein Kaninchen, genauer der Zuchtrammler Rudi aus Listerfehrda. In einem verschlossenen Raum entdeckten die Fernsehleute zwei Jungpioniere, die im Alter von acht Jahren dort eingesperrt wurden, um die Gebote der Jungpioniere zu lernen. Jetzt, 32 Jahre später, konnten sie einige aufsagen. Und sie hatten ein neues erfunden: „Wir Jungpioniere lieben unseren Bürgermeister
Und HWS-TV scheute weder Kosten noch Mühe und holte einen richtigen Trabant in den Saal. Dabei wurden die Zuhörer unter anderem darüber aufgeklärt, dass der sogar ABS hat, ein Antibeschleunigungssystem. Übrigens als Ursache für den erforderlichen Abriss wurde dann ein Aquarium im Keller ausgemacht, in dem ein Delfin namens Flipper sein Dasein fristete. Der sorgte für eine Überschwemmung.
ABS beim Trabbi ist ein Antibeschleunigungssystem, meint HWS-TV.
Gleich zweimal zeigte sich die Prinzengarde zu moderner Musik. Für den Marsch hatte sich ihre Chefin Fanny Knochmuß diesmal „Highway to hell“ von AC/DC ausgesucht. Und kurz vor dem Schluss des Programms kamen sie dann mit aufgewühlten Haaren, mit dreckigen Armen und Flecken im Gesicht in Tarnanzugshosen.
Leichte Wahl hatte das Prinzenpaar beim stimmungsvollsten Tisch, denn an einem saß niemand, vielmehr standen sie alle auf dem Tisch und tanzten. Und das beste Kostüm war ein Skelett in Seemannsuniform mit einem aufwendig geschminkten Gesicht. Da hatten Gandolf und Pop Eye keine Chance und belegten Rang zwei.

 

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Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Heiko Tritschler

Jugendclub „Zuflucht“ Elster

Klare Meinung

16.11.2015

Mit einem Plakat am Gebäude des Elsteraner Jugendclubs versichern die Mädchen und Jungen den verletzten und Hinterbliebenen der Terrorakte von Paris ihre Solidarität. Nachdem sie über das Thema gesprochen hatten, war klar, dass alle ihre Meinung so kundtun wollten.

Mit roter und blauer Farbe auf weißem Laken wurde der Text aufgebracht.

„Wir, die Kinder und Jugendlichen, verurteilen den Terror dieser Welt!

In Gedanken sind wir bei Euch in Paris“

Jugendclub „Zuflucht“ Elster

Text: Boris Canje

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Volkstrauertag in Elster

Tief betroffen

15.11.2015

Ungewöhnlich begann die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Elster - mit einer Schweigeminute für die Opfer des Terrorismus in Paris.Ein Ereignis, das auch in der kurzen der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin Elke Hiob  eine Rolle spielte. „Täglich, wie aktuell in Paris, verlieren unschuldige Menschen ihr Leben durch Terroranschläge, Fanatismus und Glaubenskriege. Der Anschlag in Paris macht uns fassungslos. Wir fühlen mit den Angehörigen“, hieß es. Besonders ist ihr der Bericht einer Mutter nahe gegangen, in dem sie sagte: „Ich habe meinen Sohn in den Tod geschickt - und das nur, weil ich ihm einen Platz bei dem Konzert schenken wollte.“ Und dieses Zitat ging der Elsteranerin hörbar nahe.

Auch Pfarrer Thomas Meinhof ist in seinem Gebet während der Andacht zum Volkstrauertag auf die jüngsten Geschehnisse eingegangen. „Wir beten für die Opfer des Terroranschlages in Paris und deren Angehörige.“

In beiden Veranstaltungen wurde an die Toten von Kriegen und Gewaltherrschaft erinnert. Elke Hiob sprach davon, dass es wohl keine Familie in Elster gebe, die nicht mindestens ein Mitglied in einem der beiden Weltkriege verloren hat. Sie weiß, dass es im Ort heute 70-jährige gibt, die ihren Vater nie kennengelernt habe, weil dieser vor ihrer Geburt in den Krieg ziehen musste und nie zurückkehrte. Sie endete mit den Worten: „Wir müssen es schaffen, dass solche Grausamkeiten sich weder in unserem Land, noch in Europa wiederholen.“

Kirchenmusiker Frank Ende spielte sowohl am Schluss der Andacht als auch der Gedenkveranstaltung „Sag mir wo die Blumen sind“, geschrieben von Pete Seeger, die Antikriegshymne schlechthin.

Eigentlich war es vorgesehen, die traditionelle Veranstaltung zum Volkstrauertag wie immer am Gedenkstein auf dem historischen Friedhof neben der evangelischen Kirche durchzuführen. Wegen der feuchten Witterung wurden dort jedoch nur die Blumengestecke niedergelegt und dann ging es zurück unter das schützende Dach des Gotteshauses.

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Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Heiko Tritschler

 

Der ECV freut sich auf den Saisonbeginn

14.11.2015
Gegen den eisigen Wind hilft nur ein Karnevalstanz, scheinen sich die Blau-Weißen Funken hier zu sagen. Die jungen Narren haben viel Spaß dabei.
Das Geheimnis um das Elsters Prinzenpaar wird auf dem Markt gelüftet. Traditionell wurden sie mit einem dreifachen "Elster-Helau" begrüßt.
Selbst der eisige Wind konnte Elsteraner nicht abhalten, am Sonnabend um 11.11 Uhr zum Markt vors Caritas-Büro zu kommen. Schließlich wollte man wissen, wer das 45. Prinzenpaar des Elsteraner Carneval Vereins (ECV) ist. Vermutungen hatte es im Vorfeld so viele wie lange nicht mehr gegeben. Aber keine davon traf zu.
Das wurde allen klar, als Prinz Daniel I. (Wuschek) mit seiner Prinzessin Astrid I. (Kurschat) begleitet von ihren Hofdamen Lea Schaarschmidt und Carmen Mikosch vor die Tür traten. Alle hielten sich an die Elsteraner Farben: Astrid I. in einem recht schlichten blauen Ballkleid, Daniel I. ebenfalls in Blau, die Hofdamen in weißen Kleidern ohne jeden Schnickschnack mit einem blauen Gürtel. Traditionell wurden sie mit einem dreifachen „Elster - Helau“ begrüßt und der Prinz nahm dann auch gleich den Schlüssel zum im Bau befindlichen neuen Rathaus von Zahna-Elsters Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) entgegen. Das Stadtoberhaupt brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Närrinnen und Narren beim Neubau tüchtig helfen, so dass es wirklich klappt und der neue Sitz der Außenstelle der Verwaltung im Juni zum Schul- und Heimatfest, das gleichzeitig Stadt- und Vereinsfest in Zahna-Elster sein wird, fertiggestellt ist.
Zahna-Elsters Bürgermeister Peter Müller gibt bereitwillig den Schlüssel heraus an das neue ECV-Prinzenpaar Atrid I. und Daniel I. Die Hofdamen Lea Schaarschmidt (l.) und Carmen Mikosch sind Nichten der Prinzessin.
Zahna-Elsters Bürgermeister Peter Müller gibt bereitwillig den Schlüssel heraus an das neue ECV-Prinzenpaar Atrid I. und Daniel I. Die Hofdamen Lea Schaarschmidt (l.) und Carmen Mikosch sind Nichten der Prinzessin.
Das anschließende Programm der Tanzgruppen des ECV wurde angesichts des Wetters kürzer als geplant. Die Blau-Weißen Funken, deren jüngstes Mitglied gerade vier Jahre alt wurde, zeigten ihren neuen Tanz und wurden dann von den Müttern gleich wieder wärmer angezogen. Hofsänger Sven Meihofer war diesmal als Solist dabei und sang neben einem Medley aus Karneval- und Stimmungsliedern auch „Kling-Klang“ von der Gruppe Keimzeit. Dann ging es ins Festzelt. Alle entflohen dem Wind.
Lange überlegen mussten Daniel Wuschek und Astrid Kurschat nicht, als Karin Schlüter am 8. Juni um 11.08 Uhr (hätte sie nicht noch drei Minuten warten können?) anrief und fragte, ob sie sich vorstellen könnten, das neue Prinzenpaar zu werden. Das verwundert nicht, den eigentlich hatten sich die zwei Elsteraner im vorigen Jahr bereits bereit erklärt. Doch dann kam eine Krankheit dazwischen. Also erfolgte diesmal die Antwort relativ prompt. Allerdings mit einer Bedingung: Hofdamen mussten Lea Schaarschmidt und Carmen Mikosch sein, denn beide sind Nichten der Prinzessin. Für eine Session an der Spitze zu stehen, hierfür gibt es ebenfalls familiäre Erfahrungen. Großvater Lothar Kurschat war 1976/77 Prinz beim ECV. Aber das Prinzenpaar hat auch jede Menge eigene Karnevalserfahrungen gesammelt. Astrid I. war elf Jahre aktiv als Tänzerin, zunächst bei den Blau-Weißen Funken und dann in der Funkengarde. Daniel I. gehört ansonsten zur Karnevalspolizei. Deshalb hielt sich zumindest bei der Prinzessin die Aufregung im Rahmen. „Ich wundere mich selbst über meine Ruhe.“ Ihr Partner gab dagegen unumwunden zu, Herzflattern zu haben.

Ihre künftige Aufgabe geheim zu halten, war für die 28-jährige Bürokauffrau und den ein Jahr älteren IT-Servicetechniker nicht schwer. Lediglich die Eltern wurden informiert. Schließlich geht es nicht ohne ihre Hilfe, muss doch der vierjährige Sohn betreut werden, wenn die beiden als Prinzenpaar in Aktion treten.
Seinen nächsten Auftritt hat das Prinzenpaar am 21. November um 19.30 Uhr im „Elsterlandsaal“. Dort wird dann die neue Karnevalssession gebührend gefeiert.
Eintrittskarten gibt es noch beim „Friseurteam Elster“ in der Bahnstraße, geöffnet Dienstag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und Sonnabend von 8 bis 12 Uhr.

Für das leibliche Wohl sorgte das "Landhaus Arndt", vielen Dank daür.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Heiko Tritschler
 

Freiwillige Feuerwehr Elster

Vier Verletzte aus einem Auto geborgen

14.11.2015

Vier Verletzte, zwei Kinder und zwei Erwachsene bei einem Autounfall. So lautete das Szenario einer Weiterbildung in der Ersten Hilfe bei der Freiwilligen Feuerwehr in Elster. Dafür wurde extra ein Schrottauto in die Fahrzeughalle gestellt. Und darin jene vier Personen, natürlich entsprechend geschminkt gesetzt.
Das allein reichte dem DRK, dass die Weiterbildung durchführte nicht. Mehrere Mitglieder der Jugendfeuerwehr sollten möglichst aufdringliche Zaungäste spielen. Alles wurde mit drei Kameras aufgenommen und anschließend gab es eine Videoauswertung.
Vom Anruf bei der Leitstelle, der nur gespielt wurde, bis zum Bergen der einzelnen Personen wurde dann alles durchgespielt. Die Verletzten wurden angesprochen, die Verletzungen versorgt. Zuerst aus dem Auto geholt wurden die Kinder, die offensichtlich am wenigsten abbekommen hatten. Sie wurden auf eine Decke gesetzt und betreut. Einem der beiden Jungs fehlten allerdings einige Zähne.
Schwieriger war es da schon bei den Erwachsenen. Der Fahrer war am Kopf verletzt, der zweite Insasse am Arm. Zunächst wurden die Verletzungen versorgt, dann begann die Bergung. Anschließend wurde sich weiter um die Zwei gekümmert. Der Mann, der hinter dem Steuer saß, war offensichtlich schwerer verletzt, das Herz versagte den Dienst. Herzdruckmassage und Beatmung waren nötig, dafür wechselte der Statist mit einem Dummy den Platz auf der Decke.
Mittlerweile war auch der andere Verletzte aus dem Auto geholt worden und in die stabilen Seitenlage gebracht, alles wartete nun auf den Rettungswagen. Mit seinem Eintreffen, in diesem Fall reichte der Kleinbus mit dem das DRK angereist war und die erforderlichen Informationen an die Sanitäter war alles getan. Vollauf zufrieden war DRK-Ausbilderin Margarete Niendorf nicht. Was an Fehlern gemacht wurde, war dann in der Auswertung in den Videos zu sehen. Solche Weiterbildungen, so der stellvertretende Wehrleiter Marcel Rückert, führt das Elsteraner Löschkommando alle zwei Jahre durch, immer mit anderen Szenarien im praktischen Teil.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Heiko Tritschler

 

Elsteraner Carneval Verein

Kamelle statt Konfetti

11.11.2015

Auftakt zur Karnevalsession ist eigentlich der 11. November. In diesem Jahr wird das Prinzenpaar des Elsteraner Carneval Vereins (ECV) erst am Sonnabend, 14.November, um 11.11 Uhr proklamiert und erhält den Ortsschlüssel. Trotzdem haben sich ECV-Narren getroffen. Sie verbanden Nützliches mit Angenehmen und bastelten große Kamelle aus Papphülsen. Diese werden statt Konfetti unters Volk geworfen. Die Großveranstaltung steigt am 21. November um 19.30 Uhr. Karten gibt es bei allen ECV-Mitgliedern und beim Friseurteam Elster in der Bahnstraße.

Text und Foto: Boris Canje

 

Martinstag in Elster

Teilen heißt das Motto des Tages
11.11.2015

Nach dem Martinsspiel in der Elsteraner Kirche geht es zum Hörnchenbrechen. Zum Martins-Umzug in Elster waren allerdings nur wenige Kinder gekommen.
Überschaubar war die Kinderschar, die sich am Mittwoch zum Martinstag in der evangelischen Kirche in Elster eingefunden hatte. Nach Bläsermusik wurde dann traditionell die Geschichte des Heiligen Martins von Kindern und Jugendlichen aufgeführt.
Auf der Treppe zum Altar saß ein Bettler, der erbärmlich fror. Nachtwächter und zwei Frauen regten sich über ihn auf, halfen ihm aber nicht. Dann plötzlich kam ein römischer Reiter, eben jener Martin. Er zerschnitt seinen Mantel mit dem Schwert in zwei Teile und gab eines davon dem Frierenden. Später hatte Martin eine Erscheinung, in der ihm Jesus darlegte, dass er der Bettler gewesen sei. Und teilen ist auch das Motto des Tages, wie Pfarrer Thomas Meinhof den Anwesenden erklärte.
Mit Lampions beleuchtet wurde dann der gemeinsame Weg zum Platz am Anker eingeschlagen. Einige der bunten Leuchten hatte der Pfarrer vorsichtshalber mitgebracht, so dass sich kein Kind ohne eine solche auf den Weg entlang der B 187 machte. Die Truppe fiel so manchen Autofahrern auf, die dann hupend grüßten. Am Ziel wurde noch mal auf das Teilen hingewiesen. Gleich drei Frauen waren unterwegs und verteilten aus Körben selbst gebackene Martinshörnchen. Die Mädchen und Jungen nahmen auf der Mauer Platz. Dann gingen die Stücke der Backwaren von dem einen zum anderen Nachbar. Anschließend gab es noch eine gegrillte Bratwurst für jeden, die nicht geteilt wurde, und einen Becher heißen Kinderpunsch und für die Erwachsenen Glühwein. Lange währte das Treiben jedoch nicht. Wegen des nächsten Martinsspiels in Seyda hatte es Thomas Meinhof eilig und mit ihm machten sich die anderen Akteure auf den Weg, so dass die wenigen Kinder aus Elster mit ihren Eltern und einigen Heimatvereinsmitglieder noch kurze Zeit auf dem Platz verblieben und dann den Weg nach Hause antraten.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Von Zumba bis zur Geschichte

Sekundarschule Elster lädt zum Tag der offenen Tür

11.11.2015
Wie funktioniert eine digitale Tafel, wie lebt es sich in einer Altsteinzeithöhle und viele weitere Fragen werden beim Tag der offenen Tür an der Sekundarschule Elster beantwortet.
Zum traditionellen Tag der offenen Tür lädt die Sekundarschule Elster am 27. November von 15 bis 18 Uhr ein. Neben Altbewährtem setzt die Steuergruppe um die Pädagogin Heike Stahl auch auf Neues und da kamen aus den Klassen beziehungsweise von den Lehrern einige Ideen.
Wie kann eine digitale Tafel im Unterricht genutzt werden? Diese Frage wollen Lehrer Michael Ziehm und Schulsozialarbeiter Alexander Gräper an einer solchen beantworten. Erstmals können sich Besucher auch ein Bild davon machen, wie in der Schultöpferei gearbeitet wird oder sich beim Zumba versuchen. „Haben wir wirklich die freie Wahl“, fragten sich Schüler der zehnten Klasse in einem Wahlpflichtkurs und stellen ihre Antworten vor. Jugendliche der neunten Klasse präsentieren gemeinsam mit der Caritas eine Hochwasserausstellung. Und es wird als Neuheit auch ein Glücksrad präsentiert.
Infoabend für zukünftige Fünftklässler
Die unteren Klassen haben es diesmal mit der Historie. So stellen sie das Leben in einer Altsteinzeithöhle ebenso vor wie den römischen Limes oder die mittelalterliche Klosterkunst. In der Schulbibliothek kann Deutschunterricht einmal anders erlebt werden, und die Naturwissenschaften ermöglichen wieder Experimente. Natürlich gehören auch Frisuren zur Jugendweihe oder Konfirmation zum Programm ebenso Basteleien. So wird der Schulelternrat einige Adventsgestecke anfertigen, die zum Selbstgestalten anregen sollen. Auch die Schiffsmodellsportler können besucht werden. Und für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt.
Mit dem Tag der offenen Tür möchte sich die Bildungseinrichtung mit ihrem breitgefächerten Angebot auch den möglichen neuen Fünftklässlern vorstellen und deren Eltern sind zu einer Informationsveranstaltung um 17 Uhr eingeladen. Aber es sind auch ehemalige Schüler und Mitarbeiter gern gesehene Gäste.

Text: Boris Canje

 

Schriftsteller-Lesung im Seydaer Amtshaus

Wolfgang W. Ladewig über die Liebe
10.11.2015
Dass ein Mann über die Liebe schreibt, muss nicht verwundern. Man denke nur an Goethe, Schiller und nun getrost auch an Wolfgang W. Ladewig. Nur sind die Akteure in seinem neuesten Werk „Die vier Jahreszeiten der Liebe“ keinesfalls erfunden, sondern er hat sie ganz lebendig vor sich gehabt, sie zunächst beobachtet, ausgefragt und über einen längeren Zeitraum zu ihnen Kontakt gehalten. So ist eine Art Dokumentation entstanden, die wieder bestätigt, dass das Leben immer noch die spannendsten Geschichten schreibt. Davon konnten sich die Gäste der Schriftsteller-Lesung im Seydaer Amtshaus überzeugen.
Die Geschichten stehen für sich und sind doch irgendwie im Buch miteinander verwoben. So die von Fritz und Erna, den beiden alten Leuten, die Händchen haltend, ein Café betraten und sich mit dem Autor in einen Plausch über ihr Leben und ihre Liebe einließen. Freimütig beantworteten sie dessen Fragen zur Liebe im Alter. Liebe, so die Zwei, sei vor allem das Vertrauen ineinander und das Gefühl, dass der Partner immer an deiner Seite ist, selbst wenn er mal nicht da sei.
Als Gegenstück zur trauten Zweisamkeit beschrieb Ladewig einen gewissen Hubert, der alle Hoffnung auf eine neue Liebe aufgegeben hatte. Kaum Zeit, an die Liebe zu denken, hatte wohl auch die junge Mutter, der Ladewig am Berliner Hauptbahnhof half. Als die zwei Kinder und eine Menge Gepäck im Abteil verstaut waren, kam ihr Ehemann mit zwei Bierflaschen in der Hand dazu. Liebe schien dieser Mann nicht zu kennen und seine Frau erwartete diese nach zu vielen Enttäuschungen wie es schien, von ihm nicht mehr. Dennoch entschuldigte sie sein Tun und wollte nicht wahrhaben, dass ihre Liebe im eisigen Winter angekommen war.
Der Autor, der die Stadien einer Liebe mit den Jahreszeiten vergleicht, erntete in Seyda große Zustimmung. Zumal hier viele ältere Zuhörer saßen, die einen großen Erfahrungsschatz in Sachen Liebe und Partnerschaft mitbrachten. Eine Frage stellte Ladewig am Ende der Lesung noch in den Raum: Warum lassen wir unsere eigenen Wünsche eintrocknen und absterben und teilen sie unserem Partner nicht mit? Letztlich entscheidet jeder selbst darüber, in welcher Jahreszeit der Liebe er lebt.

Text und Foto: Evelyn Jochade
 

Gärtnerei Martin und Katja Böttcher

Buntes Meer aus Weihnachtssternen

09.11.2015

Auf Weihnachtssterne haben sich Katja   und Martin Böttcher, Inhaber der Gärtnerei in Elster, spezialisiert. Im Juli haben sie 5 500 Stecklinge in die Erde gebracht und von Anfang September bis Anfang Oktober künstlich verdunkelt, damit sich die gefärbten Hochblätter entwickeln. Sie können auch am 14. Und 15. November gekauft werden, wenn zu Glühwein und Stolle eingeladen wird.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Neues Angebot für Elsteraner Schüler

Mit dem Kanu die Elbe erkunden

04.11.2015
Neun Elsteraner Sekundarschüler sind dienstags auf der Elbe unterwegs. Möglich wurde die neue Arbeitsgemeinschaft durch die Unterstützung des Kanuvereins „Harmonie“ in Elster.
Einmal im Jahr für einige Tage in den Spreewald zu fahren und dort auf den Fließen mit dem Kanu unterwegs zu sein, das reicht einigen Sekundarschülern aus Elster nicht. Sie haben Freude an dieser sportlichen Betätigung gefunden, möchten nun öfter diesem Hobby frönen.

Das wiederum brachte den Lehrer Olaf Däumichen auf die Idee, eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben zu rufen. „Die Voraussetzungen sind durch die Nähe der Elbe und des Bootshauses wirklich optimal.“ Neun Mädchen und Jungen der neunten und zehnten Klassen sind seit der zweiten Septemberwoche jeden Dienstag nach dem Unterricht auf der Elbe mit den schmalen Booten unterwegs.
Möglich wurde das Ganze allerdings erst mit der Unterstützung durch den Kanuverein „Harmonie“ in Elster. Dieser stellt vier Doppel- und ein Einer-Kanu samt den auf der Elbe erforderlichen Schwimmwesten zur Verfügung. Wenn es machbar ist, kümmert sich der Verein auch um den Rücktransport der Boote. Außerdem wurde vereinbart, dass die Jugendlichen, wenn sie sicher unterwegs sind, an Wanderfahrten der „Harmonie“ teilnehmen können. Und vielleicht wird der eine oder andere Jugendliche auch Mitglied bei der Sportgemeinschaft.
Eltern unterstützen neues Angebot
Zu Beginn galt es erst einmal, die Boote richtig zu beherrschen. Das wurde zwischen den Buhnen geübt. Dann ging es bergaufwärts bis zur Elstermündung. Jetzt war Gallin das Ziel der Ausfahrt. Erstmals wurde der Weg bergabwärts genommen. Wer die Mädchen und Jungen am Bootshaus beim Start sah, der vermutete, dass sie unheimlich viel Spaß erwartete, aber auch Anstrengung.
Wie Olaf Däumichen erzählte, sind nicht nur die Schüler begeistert, auch ihre Eltern unterstützen das Vorhaben der Schule. So gab es zum Beispiel für alle am Ziel in Gallin von einer Mutti zubereitete heiße Getränke und Wiener Würstchen. Dann ging es auf dem Landweg zurück nach Elster und von dort mit dem Schulbus nach Hause. Am nächsten Dienstag warten dann bestimmt neue Herausforderungen auf die neun jungen Wasserwanderer.

Text und Foto: Boris Canje

 

Vier Tieren bilden eine Zuchtgruppe

04.11.2015

„Es wird eine der größeren Ortsschauen“, verkündet Hartmut Karschunke, Vorsitzender des Kaninchenzüchtervereins Listerfehrda. Am kommenden Wochenende werden dort 182 Tiere in 25 Rassen und Farbenschlägen von 30 Züchtern präsentiert.
Die Größten werden Deutsche Riesen sein mit etwa neun Kilogramm Gewicht und die Kleinsten die Farbenzwerge, die nur etwa ein Kilogramm auf die Waage bringen. Besonders stark vertreten sind die Silberkaninchen, die in den Farbenschlägen Blau, Gelb, Havannafarben und hell ausgestellt werden.
Käfige sind aufgebaut
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Am Montag wurden die Käfige aufgebaut, am Donnerstag kommen die Tiere, die dann am Freitag von den Richtern begutachtet werden. Ausgestellt werden immer Zuchtgruppen aus vier Tieren bestehend. Dabei gibt es drei Möglichkeiten, erklärt Hartmut Karschunke. Entweder es ist ein Elterntier und drei Nachkommen aus einem Wurf oder jeweils zwei Jungtiere aus zwei Würfen. Bei der dritten Variante wird es dann komplizierter, denn es müssen sowohl männliche als auch weibliche Jungtiere sein, die allerdings aus unterschiedlichen Würfen und von verschiedenen Muttertieren sein können. Die Jungtiere müssen in den drei Varianten eine Bedingung erfüllen: Sie müssen im Zuchtjahr 2015 geboren sein, also zwischen Januar und Juni.
Allein hätten die Listerfehrdaer eine solch große Schau nicht realisieren können. Sie haben sich deshalb Gäste eingeladen. Zugesagt haben Züchter aus Zahna, Annaburg, Wittenberg, Globig und Seyda. Zehn kommen vom gastgebenden Züchterverein, die 76 Tiere zeigen.
Drei Jungzüchter stellen aus
Der jüngste Züchter kommt vom Gastgeber aus Listerfehrda. Es ist Max Petrik und er ist einer der drei Jungzüchter, die ihre Tiere präsentieren. Der älteste ist Dieter Schmidt aus Seyda.
Gezeigt werden die Mümmelmänner natürlich wieder im Vereinsdomizil in der Alten Dorfstraße (neben dem Gasthof „Sonneneck“). Die Ausstellungsmöglichkeit wird von der Stadt Zahna-Elster zur Verfügung gestellt, wofür sich die Züchter bedanken möchten.
Dass es gelingt, nach einigen Jahren wieder eine so große Schau auf die Beine zu stellen, ist für Hartmut Karschunke ein Hinweis darauf, dass sich die Kaninchenzüchtervereine wieder etwas stabilisiert haben.
Die Ortsschau in Listerfehrda ist am kommenden Sonnabend von 9 bis 17 Uhr und Sonntag von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje


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