Juli 2015

Sommerferien im Jugendclub Elster

Stadtführung und anderes mehr

29.07.2015

Mit dem Zug gingen die Besucher des Elsteraner Jugendklubs in der vergangenen Woche auf Reisen. Ziel war die Lutherstadt Wittenberg. Hier erfuhren die 15 Mädchen und Jungen allerhand Interessantes aus der Geschichte der Kreisstadt. Die angedrohte Leistungskontrolle am nächsten Tag im Klub erwies sich als Spaß und blieb daher allen erspart. Langweilig wurde es an den anderen Tagen aber auch nicht. Da es relativ kühl war hielten sich alle mehr im Inneren des Klubs auf. Zahlreiche Gipsfiguren wurden bemalt, angefangen vom Schmetterling, Biene, Fische und Blumen oder es wurde Tischtennis, Schach und Karten gespielt. Verlierer gab es keine, Jugendclubbetreuerin Sabine Hoffmann gewann immer – von hinten. Die Kinder fanden es toll. Einige ganz hart Gesottene jagten draußen dennoch dem Fußball nach. Rennen im Klub ist allerdings untersagt. Wer sich erwischen lässt, dem drohen Liegestütze. Zum Abschluss der Woche wurde wie versprochen gegrillt.

 

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Boris Canje, Medientreff  - Sabine Hoffmann

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Wasserschlacht bei Hitze

Besucher des Jugendclubs Elster gestalten sich ihr Ferienprogramm selbst.

24.07.2015

Zahlreiche Vorschläge wurden die Jugendlichen in Elster unterbreitet, wie die Sommerferien im Jugendclub gestaltet werden können. Nun ist es an ihnen, sich das Richtige auszusuchen. Wobei natürlich je nach Wetterlage  Änderungen nicht ausgeschlossen werden.

In dieser Woche haben die Mädchen und Jungen unter anderem das Umfeld des Klubs wieder auf Vordermann gebracht. Rasen wurde gemäht, Unkraut gejätet. Und das bei brütender Hitze. Da lag es nahe, sich abzukühlen und zwar mit Wasser, zumal auch entsprechende Spielmaterialien zur Verfügung stehen. Dazu gehört eine Folie, auf der sich mit Wasser trefflich auf dem Bauch rutschen lässt. Doch das reichte den Mädchen und Jungen nicht, erst recht als die ersten anfingen, sich gegenseitig nass zu spritzen. Das artete dann in einer richtigen kleinen Wasserschlacht aus, bei der kleiner verschont blieb, aber alle riesigen Spaß hatten und natürlich klitschnass waren.

Nun werden ja die Temperaturen wieder etwas angenehmer und entsprechend können die Tage im Klub, der werktags von 14 bis 18 Uhr geöffnet ist, gestaltet werden. Da hat eine Oma schon angekündigt, einen Kuchen zu backen. Einmal in der Woche soll gegrillt werden. Den Grill dazu stellt die evangelische Kirchengemeinde zur Verfügung.

In der kommenden Woche soll weiter Ordnung gemacht werden. Dazu heißt es unter anderem, die im Klub vorhandenen Spiele zu sortieren. Außerdem haben sich die Jugendlichen für kleine Turniere im Fußball und Tischtennis ausgesprochen. Geplant ist wieder ein Reisebericht über China. Ebenso geht es zum Abkühlen ins Eiscafe von Mandy Maatz. Und dann ist es auch wieder einmal an der Zeit, die Chronik der Einrichtung zu vervollständigen. Wer will, der kann auch einfach mal die Seele baumeln lassen, zum Beispiel auf der gespendeten Hollywoodschaukel.

Weitere Vorhaben im Elsteraner Jugendclub sind eine Zugfahrt nach Wittenberg. Dort wollen die Jugendlichen bei einer Führung die Altstadt besser kennenlernen. Außerdem ist ein Besuch im Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr des Ortes vorgesehen. Hier wird dann auch gemeinsam gegrillt.

Nicht zuletzt steht eine gemeinsame Übernachtung auf dem Plan der Sommerferien. Allerdings soll nicht im Klub selbst geschlafen werden, sondern in Zelten und zwar von einem Freitag zum Sonnabend. Problematisch dürfte das nicht werden, denn viele der Klubbesucher haben am Elsteraner Kinderzeltlager teilgenommen.

Bis auf die größeren Vorhaben, bei denen auch Partner benötigt werden, zum Beispiel bei der Feuerwehr oder dem Reisebericht, ist alles andere ein Vorschlag. Je nach Wetterlage kann das auch geändert werden.

Nur in der letzten Woche der Sommerferien soll es dann etwas ruhiger zugehen, um sich auf die wieder beginnende Schulzeit gedanklich einzustellen. Dabei können natürlich alle Möglichkeiten, die der Jugendclub am ehemaligen Betonwerk bietet, genutzt werden, vom Tischtennis über Billard bis zu Airhockey oder der Beachvolleyball-Anlage.

 

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Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Rathaus in Elster

23.07.2015

Nur noch Reste der Mauern des einstigen Rathauses in Elster waren am Vormittag zu sehen. Zügig wurde beim Abriss gearbeitet. Mit viel Geduld haben alle Anlieger rings ums Rathaus den Staub ertragen. Geputzt wird erst wenn alles vorbei ist, so einige Anwohner am Rathaus. Am Nachmittag hat man nur noch einen Berg von Beton vorgefunden. Hochwasserschäden machten den Abriss erforderlich. An gleicher Stelle entsteht ein neuer Zweigsitz der Stadtverwaltung Zahna-Elster. Als Bauzeit ist ein Jahr eingeplant. Bis dahin arbeiten die Verwaltungsangestellten am Sportplatz 6a (Eingang Jahnstraße).

 

 

Text: Boris Canje, Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Elsteraner Kanuten auf dem Rhein

20.07.2015

Mitglieder  vom Kanuverein „Harmonie“ Elster planen schon einige große Touren im Jahr. Erwin Feix und Hans Littig, wir sind keine 20 Jahre mehr, aber fit wie 40. Jährige. Wenn man sie sieht, kann man dies auch glauben.

Gemeinsam machten sie eine Kanutour auf dem Rhein von Rastatt bis Emmerich. Immerhin legten sie 517 km zurück. Kleine und größere Pausen wurden schon eingelegt um sich auszuruhen, oder sich Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Absolute Hochachtung, so viele Kilometer auf dem Wasser zurück zu legen und das alles nur mit Muskelkraft.

Weiterhin viel Gesundheit, viel Spaß im Kanu und auf dem Wasser.

 

Text: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Fotos: Hans Littig

 

Hochwasserschutzmaßnahmen in Elster

Stabiler Schutz

19.07.2017

Weit vorangegangen sind die Arbeiten an der Hochwasserschutzmauer entlang der Elbe in Elster. Hinter der Wohnbebauung an der B 187 ist zwischen Promenade und Ortsausgang Elster in Richtung Listerfehrda eine lange Schutzmauer entstanden, die entsprechend verschalt und mit Matrizen versehen wird und dann mit Beton verfüllt fast wie eine gemauerte Wand aussieht. Auf Grund der Untergrundbeschaffenheit und des Geländeprofils ist sie an manchen Stellen bis zu 2,47 Meter hoch. Natürlich haben die Beschäftigten der Bau- und Haustechnik GmbH Bad Düben entsprechende Durchfahrten gelassen, die im Hochwasserfall geschlossen werden können.

 

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Text: Thomas Christel

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

In Booten auf Elbetour

Drei ereignisreiche Tage erleben die Jugend- und Kinderwehren

20.07.2015

Der Freizeitpark in Elster entwickelt sich zu einem für Zeltlager beliebten Ort. Kaum war das Kinderzeltlager Geschichte, wurden die nächsten Leinwandvillen errichtet. Diesmal trafen sich für drei Tage die Mitglieder der Kinder- und Jugendwehren der Stadt Zahna-Elster.

Eröffnet wurde das Lager nach dem Aufbau der Zelte mit einem Grillabend. Die Betreuer der Jugendwehr Leetza-Zallmsdorf  Susann Heyden und Thomas Häger waren dafür verantwortlich. Davon, überzeugten sich auch Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) sowie Stadtwehrleiter Heiko Plewa sowie der Stadtjugendwart Marcel Rückert.

Mit „Guten Morgen Sonnenschein“ wurden am nächsten Tag alle pünktlich um sieben Uhr geweckt. S wurden zwei Gruppen zu je 19 Kinder und Jugendlichen eingeteilt und dann ging es an den Fähranlieger Gallin. Dort wurden die Nachwuchsfeuerwehrleute von Thomas Kölling und seinen Mannen von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Wittenberg erwartet. Gemeinsam sollte den erfahrenen Feuerwehrleuten und Bootsführern geholfen werden, die Boote zu Wasser zu lassen.

 Allerdings machte der geringe Wasserstand der Elbe den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Es konnten nur zwei Schlauchboote genommen werden. Deshalb wurden die Gruppen noch einmal geteilt und mussten nun mehrere Stationen absolvieren. Den meisten Spaß machte natürlich die Bootsfahrt, für die alle selbstverständlich mit Schwimmwesten ausgerüstet wurden. Ebenso galt es seine Kenntnisse und sein Können in der Ersten Hilfe unter Beweis zu stellen, die Knoten und Stiche der DLRG kennenzulernen sowie ebenso deren Ausrüstung (Boote und Ersatzkleidung).

Die zweit Gruppe hatte die Aufgabe, eine Wasserversorgung über eine längere Strecke (vom Fähranlieger bis zum Damm) von der Elbe her aufzubauen. Als diese stand wurde ein Löschangriff mit drei C-Rohren vorgetragen. Dabei musste brennendes Holz in Feuerschalen gelöscht werden. Ein weiterer Trupp baute ein Lichtmast auf. Natürlich wechselten sich die Mannschaften ab, so dass jeder alle Stationen aufsuchte. Vor dem Mittagessen, es gab Nudeln und Tomatensoße, demonstrierten die Wittenberger DLRG-Mitglieder die Rettung einer Person aus der Elbe.

Nachdem dann auch die letzten ihre Fahrt auf dem Strom absolviert hatten, mussten die Boote wieder gemeinsam aus dem Wasser geholt werden. Dann ging es zurück in den Freizeitpark.

Nach einer kurzen Gewitterhusche mussten sich die Kinder und Jugendlichen dann entscheiden, was sie machen wollten. Angeboten wurden ein Besuch im Erlebnisbad Zahna oder bei der Werksfeuerwehr in der SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH. Bei letztere staunten die jungen Besucher über die Wache und die etwas größeren Fahrzeuge, die ihnen Wachabteilungsleiter Frank Punke zeigte. Er beantwortete auch alle Fragen der Kinder und Jugendlichen.

Wieder in Elster angekommen, lud die Hüpfburg der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt zum Umhertollen ein und es konnte auch Tennis gespielt werden. Für 23 Uhr war Nachtruhe angesagt. Da die Mädchen und Jungen aus Leetza-Zallmsdorf sowie Mühlanger noch keine rechte Lust zum Schlafen hatten, ging es mit ihren Betreuern noch auf eine kleine Nachtwanderung. Dann fielen auch die letzten erschöpft auf die Feldbetten.

Nach dem Frühstück am folgenden Tag galt es dann schon wieder die Zelte auszuräumen und abzubauen sowie alles für die Abreise vorzubereiten.

Viele meinten, die Zeit sei zu kurz gewesen. Die Organisatoren vermuten, dass das ihren so vorkam, weil das Kreislager immer schon am Donnerstag begann, also einen Tag länger dauerte. Gelungen war es aber trotzdem.

Domizil Freizeitpark – am ersten Stadtzeltlager der Kinder- und Jugendfeuerwehren aus Zahna-Elster nahmen wurden 74 Teilnehmer gezählt, darunter auch am Sonnabend acht von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft aus Wittenberg. Aufgebaut wurden die Zelte im Freizeitpark Elster. Dabei waren die Wehren aus Leetza-Zallmsdorf, Mühlanger, Elster sowie Zahna (Jugend- und Kinderwehr). Ein Schild, ähnlich denen an Ortseingängen, mit der Aufschrift „Jugendfeuerwehr Zahna-Elster Landkreis Wittenberg“ wurde aufgestellt.

 

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Danke, danke, Danke

60 Mädchen und Jungen aus den Städten Zahna-Elster, Wittenberg, Kemberg und Jessen haben in der ersten Sommerferienwoche drei erlebnisreiche Tage im vierten Kinderzeltlager im Freizeitpark Elster verlebt. Für manche von ihnen wird es die einzige Möglichkeit gewesen sein, mit gleichaltrigen außerhalb der Familie eine längere Zeit zusammen gewesen zu sein, viele neue Eindrücke zu sammlen und sich einfach nur etwas zu entspannen. Das war nur möglich dank vieler Unterstützer und Sponsoren, zu denen sie zählen. Dafür gilt Ihnen mein persönlicher Dank und auch jener der Kinder. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch weiterhin wohlgesonnen bleiben und Projekte mit Kindern und Jugendlichen unterstützen, diese damit eigentlich auch erst ermöglichen.

die Stadt Zahna-Elster und den Ortsteil Elster sowie die Anker-Apotheke Elster Inh. Britta Hoffmann, Freiwillige Feuerwehr Elster, Seniorenclub Elster-Zahna, den Kanuverein „Harmonie“, den Kampfkunstverein Zahna, das Freizeitbad Zahna, die Schützengilde Elster, die Kinderkleider- und Spielzeugbörse, energy- Bernd Brinkmann, Edika-Jüterbog (Jörg Betke),die Seydaland Vereinigte Agrarbetriebe, das Eiscafé Elster von Mandy Maatz, das Veranstaltungshaus „Elsterland“ von André Grams, Back- und Kaffeehaus Käpernick, Gärtnerei Martin und Katja Böttcher, Erfrischungsgetränke Zahna, DK Sport Dirk Kleber Mühlanger, Spedition Josef Feix, Elbe-Druckerei Wittenberg (Petra Höse), Könnecke-Reisen Elster, Arztpraxis Dr. Göbel,Timmler Stahlbau Elster, Autoservice Michael Schulze, Lechelt Design Elster, Boris Canje,EnviaM (Herr Brand), Barmer Ersatzkasse (Dirk Remme), Lutz Feldhusen, SV  Eintracht Elster, Detlef Höhne,Töpferei der Sekundarschule Elster, Stephan Beier aus Lübeck, Schornsteinfegermeister Frank Freit, Familie Jörg & Nadin Betke, Ines Schröder, Christiane Richter, Ingolf Nitzsche, Heiko Tritschler, sowie alle Muttis, Vatis und Großeltern, die tatkräftig  geholfen haben. Nicht vergessen sein sollen auch meine Betreuer die drei Tage an meiner Seite gestanden haben und mich voll unterstützt haben.

Noch einmal meinen herzlichsten Dank an sie alle.

Ihre Sabine Hoffmann  

 

Elsteraner Kinderzeltlager

Open-Air-Kino war der Hit

18.07.2017

Das vierte Kinderzeltlager im Freizeitpark Elster ist Geschichte. Die Kinder sind nun wieder zu Hause und haben tolle Sachen erlebt. Mit dem Start eines Luftballon-Weitfluges wurden die drei Tage abgeschlossen.
Den 60 Mädchen und Jungen war allerhand geboten worden, von einer Nachwanderung über einen Besuch bei der Schützengilde Elster auf dem Schießplatz in Gielsdorf oder dem Open-Air-Kino bis hin zu einem Ausflug ins Erlebnisbad Zahna. Auch die Feuerwehr kam zweimal vorbei. Natürlich wurde dann ein Feuer in einer großen Schale entzündet und Knüppelkuchen gebacken beziehungsweise grillte man leckere Würstchen. Anstrengend waren dagegen die Übungen mit den Zahnaer Kampfsportlern.
Aber es gab ausreichend Zeit umher zu tollen. Da wurde eifrig die Hüpfburg, die einem Feuerwehrauto ähnlich sah, genutzt. Ebenso gern spielten die Jungs Fußball. Auch Tennis war möglich. Mit Wasser gefüllte Luftballons sorgten nicht nur für eine willkommene Abkühlung, sondern auch für viel Freude.
Rico war erstmals im Elsteraner Zeltlager dabei. Er brauchte nicht lange zu überlegen, um die schönsten Erlebnise zu benennen. „Das Open-Air-Kino und das Erlebnisbad“, kommt wie aus der Pistole geschossen die Antwort. Der gezeigte Film „Ich einfach unverbesserlich II“ sei sehr lustig gewesen. Das bestätigte auch Damon, der zum zweiten Mal im Freizeitpark sein Zelt aufgebaut hatte.
Gegen die beiden ist Dana ein „alter Hase“, denn sie war bei allen vier Lagern dabei. „Hier erlebt man immer wieder etwas“, erklärt das Mädchen. Trotzdem hat auch sie ihre Favoriten mit dem Kino und der Paddeltour mit dem Kanuverein auf der Elbe. Ihr gefällt außerdem, „dass Sabine immer so lustig ist“ (gemeint ist Sabine Hoffmann, die das Zeltlager immer mit vielen Helfern und Unterstützern vorbereitet und auch durchführt).
Felix, der ebenfalls zum zweiten Mal mit von der Partie ist, muss schon etwas länger überlegen. Dann kommt die salomonische Antwort: „Alles war schön“. Er habe gerne wieder mitgemacht, weil das Zelten einfach Spaß macht. Die nächsten Tage werden die Kinder sicherlich zu Hause noch allerhand zu erzählen haben.

 

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Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann, Simone Graf, Cornelia Biesgen, Paulina Gottschalk

Text: Boris Canje

 

Elsteraner Kinderzeltlager

Drei ereignisvolle Tage warten auf die Kinder

15.7.2015

Mit dem Hissen einer Fahne am Versorgungszelt sowie der Ausgabe der T-Shirts wurde gestern im Freizeitpark Elster das vierte Zeltlager eröffnet. 60 Mädchen und Jungen werden hier gemeinsam mit den sieben Betreuern um Organisatorin Sabine Hoffmann drei erlebnisreiche Tage verbringen.

Noch vor der Eröffnung und dem obligatorischen Gruppenbild gab es die erste Überraschung. „Eismann“ Andreas Löwe fuhr mit seinem roten Kühlwagen vor. Da war das Gedränge groß, als er eines der Fächer öffnete und für jeden, egal ob Teilnehmer, Helfer oder Eltern, ein leckeres Eis spendierte.
Schwer bepackt mit Zelt, Luftmatratze, Koffer oder Rucksack kamen die Kinder in den Freizeitpark. Mit dabei Eltern oder Großeltern, die beim Aufbau der Leinwandvillen, die an der Freilichtbühne eine richtige kleine Stadt bilden, helfen sollten. War das geschafft, fiel der Abschied zumeist recht kurz aus, schließlich waren ausreichend Freunde aus der Schule anwesend, mit denen man quatschen, Fußball spielen oder auf der Feuerwehr-Hüpfburg umhertollen konnte.
Nach dem Mittagessen ging es dann mit einem Bus nach Gielsdorf und aus der Dorfmitte dann per Pedes weiter zum Schießstand. Dort wird in jedem Jahr der treffsicherste Lagerteilnehmer gesucht, sowohl mit dem Luftgewehr als auch mit Pfeil und Bogen. Der Hit des Tages dürfte jedoch die Open-Air-Kinoveranstaltung gewesen sein. Welcher Film lief, war bis zum Schluss ein Geheimnis.
Ereignisreich wird es auch weitergehen. Heute früh soll um 8 Uhr geweckt und eine halbe Stunde später gefrühstückt werden. Der Vormittag wird im Freizeitpark verbracht. Alle dort möglichen Angebote können genutzt werden. Am Nachmittag ist das Bootshaus das Ziel einer Wanderung. Dort warten die Mitglieder des Kanuvereins mit einem Zehner-Kanu auf die Kinder. Auch die Kampfsportler aus Zahna haben sich angekündigt, wollen sich den Kindern vorstellen und gemeinsam mit ihnen einige Übungen absolvieren. Und zu später Stunde geht es dann, wie es sich für ein Zeltlager gehört, auf eine Nachtwanderung durch Elster. Dazu bekommt jedes Kind übrigens eine eigene Laterne, gesponsert von einem Leipziger Unternehmen.
Am Freitag wird das Erlebnisbad Zahna Ziel eines Vormittagsausfluges sein. Zurück im Freizeitpark kann noch etwas umhergetollt werden, ehe dann nach einem letzten gemeinsamen Kaffeetrinken die Zelte wieder abgebaut und die Kinder abgeholt werden. Doch bevor alle auseinandergehen, werden noch Luftballons aufsteigen, eine weitere Tradition.

 

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Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann, Simone Graf, Cornelia Biesgen, Paulina Gottschalk, Boris Canje

Text: Boris Canje

 

 

Jona kann Gott nicht entfliehen

12.07.2015

So mancher Besucher des Gottesdienstes anlässlich des Sommerfestes der Elsteraner Kirchengemeinde wird sich beim Betreten des Gotteshauses gewundert haben. Überall verstreut lagen verschiedenfarbige Fische aus Poly- styrol herum. Des Rätsels Lösung gab es dann im Gottesdienst, denn Kinder und Jugendliche zeigten das kleine Theaterstück „Jona und die Stadt Ninive“. 
Jona erhält einen Brief, in dem er von Gott aufgefordert wird, nach Ninive zu gehen. Wegen der Boshaftigkeit der Einwohner der Stadt soll er ihnen eine Strafe androhen, falls sie sich nicht in 40 Tagen ändern. Doch der Prophet hat keine Lust auf eine Auseinandersetzung und sucht sein Heil in der Flucht. Mit einem Schiff will er Tarsis erreichen. Bei einem Unwetter wird er per Los zum Schuldigen erklärt und ins Meer geworfen. Dort rettet ihn ein Wal durch Verschlucken vor dem Ertrinken und speit ihn einige Tage später an Land wieder aus. Daraufhin erhält er erneut den Auftrag, nach Ninive zu gehen. Diesmal flieht er allerdings nicht, bekehrt die Menschen und die Stadt wird nicht zerstört, was Jona erboßt. Er verlässt die Stadt und schläft in einer Hütte. Um Schatten zu spenden, lässt Gott über Nacht eine Staude wachsen, die aber am nächsten Tag wieder verdorrt ist, weil sich Jona nicht um die Pflanze gekümmert hat.
Eine Lehre aus dem Theaterstück sei, so Gabriele Metzner vom evangelischen Predigerseminar in Wittenberg in ihrer Predigt, dass keiner vor Gott fliehen könne. Sie habe sich, während sie den Kindern zuschaute, an bestimmte Sätze erinnert, die sie von ihrer Mutter häufig gehört hatte. Einer war: Wer schläft, der sündigt nicht. Als Gabriele Metzner kleiner war, sollte dies die Aufforderung sein, endlich zu schlafen. Später war es mehr ein Zeichen, dass sich die Mutter zurückziehen wollte.
Eigentlich hat jeder sein Ninive, das in der Bibel auch für eine Zone des Bösen steht, wo keiner hin will. Doch die Einstellung, dass dagegen nichts zu machen sei, lasse Gott nicht gelten, so Gabriele Metzner weiter. 
Während des Gottesdienstes gab es mit „Viel Glück und viel Segen“ einen musikalischen Glückwunsch für Frank Ende, der am Sonntag seinen Geburtstag feierte, trotzdem Orgel spielte und den Kirchenchor leitete. Nach dem Gottesdienst ging es ins Festzelt im Pfarrgarten, in dem eine reich gedeckte Kuchentafel und natürlich ebenso Kaffee auf die Besucher warteten. Hier war dann Zeit für Gespräche, gab es Spiele, sowohl für die Kinder als auch die Erwachsenen.

 

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Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Sommerferien - Jugendclub Elster

Breites Angebot steht bereit

09.07.2015

Der Elsteraner Jugendklub ist in den Sommerferien ab dem 13. Juli täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Es gibt zahlreiche Vorschläge, was die Kinder und Jugendlichen in ihrer schulfreien Zeit dort erleben können. Diese reichen von einer Fahrt nach Wittenberg, über einen Reisebericht, einer Radtour ins Erlebnisbad Zahna, einer Wanderung mit Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe zum Thema Hochwasserschutz bis zu Möglichkeiten der alternativen Energiegewinnung. Auch im Klub selbst ist allerhand möglich. Bis zum gemeinsamen Kochen oder Backen. Nun müssen die Klubbesucher selbst entscheiden und sich so das Programm gestalten.

 

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Jede Klasse lässt sich etwas einfallen

09.07.2015

Der letzte Schultag vor den Sommerferien an der Sekundarschule Elster wird traditionell mit einem Fest begangen. Seit zwei Jahren liegt diese in den Händen des Schüllerrates. Dessen Sprecher Tim Tänzer hielt auch nicht lange mit der Vorrede auf, eröffnete das bunte Treiben kurz und knapp. Nach und nach hatten die Betreuer der einzelnen Stände alle Hände voll zu tun. Übrigens hatte jede Klassen einen solchen vorbereitet.
Da wurden Crêpes und Waffeln gebacken, gab es selbst gefertigte Zitronenlimonade oder Obstspieße und anderes mehr. Lustig war ein Wassertransport von einer Schüssel zur anderen mit Bechern mit einem Bodenloch. In einer Minute sollte es so viel Nass wie möglich sein. Anklang fand auch die Möglichkeit, mehr oder weniger große Steine bunt zu bemalen oder einfach nur auf Papier zu zeichnen. Wer einmal einen „Streit“ handgreiflich austragen wollte, konnte dies ebenfalls. Aber nicht mit den Fäusten, sondern mit großen Schaumgummirollen. Sogar gekegelt werden konnte. Dort gab es ebenso Preise wie beim Dosenwerfen. Etwas mehr Platz wurde für das Schwedenschach, das selbst gebaut war, benötigt. Es gab also viele Ideen unter den Schülern.
Eine neunte Klasse hatte für ihren Festbeitrag das Schulgelände verlassen und auf das Terrain des Bootshauses des Kanuvereins Harmonie eingeladen. Auf der dortigen Beach-Anlage fand ein Volleyballturnier statt.
Natürlich konnten sich alle auch stärken. Dazu erhielt jeder einen Talon für ein Grillwürstchen, für das auch Schüler verantwortlich zeichneten, sowie ein Getränk, beides kostenlos.
Schulleiterin Sigrid Treppesch und die für den Schülerrat mit verantwortliche Pädagogin Heike Stahl meinten übereinstimmend, dass ein solches Fest, das Schüler für Schüler organisieren wachsen muss und deshalb Geduld gefragt ist. Eingreifen werden beide nur, wenn etwas völlig gegen den Strich läuft, aber das war am Freitag nicht erforderlich.

 

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Text und Fotos: Boris Canje

 

Probenahme mit Schöpfkelle

06.07.2015

Per Rad machen sich die Montagssportler des SV Eintracht Elster einmal im Jahr auf den Weg nach Gallin. Immer mit dem gleichen Ziel: Sie wollen höchstpersönlich das Elbwasser verkosten. Was sich so abenteuerlich anhört, ist es offensichtlich nicht. Frank Jahn, Vorsitzender der Montagssportler, bringt es auf den Punkt: „In 25 Jahre ist davon noch keiner krank geworden.“
Mit Schöpfkelle und Plasteeimer
Doch bevor es an die Verkostung ging, musste erst einmal Wasser geholt werden. Schöpfkelle und Plasteeimer standen vor Frank Jahn. Aber wer sollte diesmal den „weiten“ Weg zum Ufer machen? Eigentlich hat Heinz Rotte immer ein Kunststück parat, mit dem die Schöpfer ermittelt werden. Er wollte auch schon loslegen, das gab es ein Stopp vom Chef. „Seit 24 Jahren ermittelst Du die Schöpfer, deshalb sollst Du es diesmal selbst sein.“ Widerrede wurde da nicht geduldet. Wer aber wird der zweite Mann? Hier zauberte Heinz Rotte mit seinen Fingern unter einem Taschentuch. Die Zahl der nach oben zeigenden Finger galt es zu erraten. Und das schaffte doch tatsächlich sein Bruder Lutz.
Nun gab es kein Halten mehr. Heinz Rotte setzte sich den „Pokal“, einen blauen Feuerwehrhelm auf und dann ging es ab zur Elbe. Mehrere der 22 anwesenden Montagssportler machten sich mit auf den Weg. Schließlich sollte alles seine Richtigkeit haben. Mit einem gut gefüllten Eimer ging es dann vom durch das niedrige Elbniveau steinigen Ufer zurück zum Biergarten des „Schiffchens“. Um nicht zu viel des kostbaren Nass zu verkippen, wurde zunächst über einen Trichter eine braune Flaschen gefüllt. Dann war der Weg frei in die Gläser, die die Wirtin Grit Walde- Stephan übrigens vor zehn Jahren extra spendiert hatte.
Beim Einschenken meint Lutz Rotte: „Das Wasser ist klar, es schlägt nur wenig Blasen.“ Was so viel wie „einem Trinken steht nichts im Weg“ heißen sollte. So schritten die Montagssportler zur Tat. Vorsichtshalber wurde danach mit einem Hochprozentigem desinfiziert. In den 25 Jahren der Verkostung wurden auch schon Gäste begrüßt, so unter anderem auch Wittenbergs Ex-Oberbürgermeister Ekkehard Naumann oder der damalige Bürgermeister Mühlangers Thomas Jaskowiak (beide SPD). Beide mussten natürlich mittrinken, da kennen die Montagssportler kein Pardon.
Ein Biker als Überraschung
Diesmal, schließlich war es die 25 Verkostung, war wieder ein Überraschungsgast angekündigt. Dieser tauchte dann kurz vor dem Schöpfen als Biker aus: Thoralf Pabst aus Premsendorf. Er sorgte dafür, dass vor den Geschmacksnerven erst einmal das Zwerchfell ordentlich strapaziert wurde. So erzählte er unter anderem, dass er sich mit seinem Kumpel Manni ein neues Motorrad zugelegt hat. Allerdings ist es noch nicht bezahlt. Als der Händler deshalb mahnte, habe er ihm erklärt, dass alle Rechnungen einmal im Jahr in eine Lostrommel kommen. Drei werden dann gezogen und auch bezahlt. Sollte der Händler jedoch weiterhin lamentieren, dann komme seine Rechnung gar nicht erst in die Trommel. Oder er erzählte von der Frau seines Kumpels, die unbedingt abnehmen wolle. Das betreibe sie so konsequent, dass sie nicht einmal mehr das Fettgedruckte in der Zeitung lese.
So reihte sich eine Anekdote an die andere und für etwa eine Stunde kam keiner der Anwesenden aus dem Lachen heraus. Thoralf Pabst ließ sich dann auch nicht lange um eine Zugabe bitten.
Wie gesagt, dann erinnerten sich die Montagssportler an den eigentlichen Sinn ihrer Fahrradtour nach Gallin,die übrigens für eine ausgiebige Rast in Iserbegka unterbrochen wurde. Und nach der Wasserverkostung kitzelten dann Köstlichkeiten aus der Küchen des „Schiffchens“ die Gaumen der 22 zumeist mit einem dunkelblauen Hemd gekleideten Sportler.

 

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Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Stadt- und Vereinsfest Zahna-Elster

Magier verbrennt Geld

04./05.07.2015

Matthias Schulze, den neuen Ortsbürgermeister von Gadegast, machte Bürgermeister Peter Müller verantwortlich für die Hitzeschlacht in Gadegast beim vierten Stadt- und Vereinsfest. Er habe nach seiner Wahl gutes Wetter versprochen, aber wohl 120 Prozent bestellt. Trotz der hohen Temperaturen wurde das Programm durchgezogen, lediglich der Städtewettbewerb im Radeln wurde abgesagt und auch die Hauptattraktion für die Kinder, die Riesenrutsche des Technischen Hilfswerkes, konnte wegen eines Einsatzes nicht kommen.
Hochachtung ist all jenen zu zollen, die im Festzelt auftraten. Auf der Bühne war es noch einige Grad wärmer. Das hielt jedoch weder die Tanzgruppe des Seniorenclubs Elster-Zahna oder den Frauenchor Seyda am Sonnabend beim musikalischen Kaffeetrinken noch die Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten oder den Grundschulen der Stadt sowie die Sangesfreunde aus Listerfehrda oder den Männerchor aus Zörnigall am Sonntag davon ab, ihren Beitrag zum Gelingen des Festes zu leisten.
Große Augen machten nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, als der Zauberer Peter Lissek so mal eben 70 Euro in einem Briefumschlag verbrannte. Das Geld hatten sich zwei Mädchen von ihren Eltern auf Bitten des Magiers geholt. Um so größer war dann die Freude, als die Scheine wieder auftauchten, in einem Umschlag, auf dem Versicherung stand.
Zahlreiche Wettkämpfe der besonderen Art wurden wieder angeboten. Bauernkegeln war schon vom Vorjahr her bekannt. Hinzu kamen Erbsenschlagen, wobei Reaktionsschnelligkeit gefragt war. Es konnten Hufeisen auf mit Zahlen versehene Ziele geworfen werden. Treffsicherheit konnte mit einer Armbrust bewiesen werden oder auch mit dem Luftgewehr. Eine spezielle Vorrichtung gab es beim Würstchenschnappen, denn das geschah auf einer Wippe liegend. Dicht an dicht waren die Stände aufgebaut und natürlich im Schatten, von dem es viel zu wenig gab.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes befand sich das Beachvolleyballfeld. Fünf Mannschaften trotzten hier der Hitze und das in der prallen Sonne. Gleich daneben stand das große Becken der Schiffsmodellsportler, das von einigen Volleyballern auch zum Abkühlen genutzt wurde.
Neu an dem Becken war die Hafenanlage. Sie bot Interessierten die Möglichkeit, ihre Geschicklichkeit im Umgang mit den Schiffen zu beweisen.

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Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann, Heiko Tritschler

Text: Boris Canje

 

Sekundarschule Elster

Mit Wissen ausgerüstet

03.07.2016

Wie an anderen Sekundarschulen auch, so gibt es an der Bildungseinrichtung in Elster bestimmte Rituale, mit denen die Jugendlichen nach den bestandenen Prüfungen ihre Zeugnisse entgegennehmen und sich verabschieden. Deshalb treffen sie sich schon einige Zeit vor der eigentlichen Feier im Elsterlandsaal. Gruppen- und Einzelfotos sowie ein gemeinsames Essen stehen da auf dem Plan.
Anschließend treffen die Eltern, Geschwister, Verwandten und Bekannten ein, mit denen die 43 jungen Frauen und Männer den Abschied von der Sekundarschule feiern wollen. „Das ist jedoch kein Ende, sondern ein neuer Anfang“, schreibt ihnen Schulleiterin Sigrid Treppesch ins Stammbuch.
Lachendes und weinendes Auge
Die Zeit an der Schule sei irrsinnig schnell vergangen. Zumindest aus Sicht der Eltern sei das so, zeigt sie sich überzeugt. Nun müsse Abschied genommen werden. Und das geschehe bestimmt mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem lachenden, weil alle viele Erfahrungen und eine „geballte Ladung Wissen“ mit auf ihren weiteren Weg nehmen.
Abschied von vielem
Abschied von der Schule bedeutet aber auch, Abschied vom Schulbus, von der Kantine (Lachen unter den nunmehr Ex-Schülern), von der Kindheit und unter Umständen auch von Freunden. Bleibende Erinnerungen nehmen sie mit von den Wanderfahrten, aus Skilagern, den Projekttagen und nicht zuletzt der Abschlussfahrt.
Sigrid Treppesch verleiht aber auch ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Jugendlichen weiter so aktiv sein werden, wie sie es als Streitschlichter, Schulbusbegleiter und weiteres waren.
91 Prüfungen waren vonnöten. 84 davon als Pflicht und sieben freiwillig, um bessere Noten in Fächern wie Deutsch, Mathematik oder Englisch zu erhalten. Ein Schüler schaffte dadurch noch den erweiterten Realschulabschluss, gemeinsam mit zehn Mitschülern.
Tradition hat in Elster auch, dass der Schulförderverein die besten Schülerinnen und Schüler ehrt. So können sich Vanessa Olitzsch, Lena Kreuzmann, Felix Albrecht, Vivien Löser und Kai Nerke über eine kleine zusätzliche finanzielle Anerkennung freuen, überreicht von der neuen Vereinsvorsitzenden Britta Hoffmann. Jessica Hanack erklärt in ihren Dankesworten, dass die Zeit an der Schule „wundervolle Jahre“ gewesen sind. Sie bedankt sich bei allen, die geholfen haben bei den Projekten, auf den Fahrten und bei anderem mehr. Und Kai Nerke meint, dass er den Eindruck habe, erst vor einer Woche an die Sekundarschule gekommen zu sein und nun beginne ein neuer Abschnitt mit der Berufsausbildung oder der Vorbereitung auf das Abitur. Beide bedankten sich bei ihren Klassenlehrern Olaf Däumichen und Oliver Meißner sowie allen Pädagogen.

 

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Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Übung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Zahna-Elster 

Qualm aus allen Öffnungen

02.07.2016

„Großbrand in Elster, Markt 12 mit vermissten Personen.“ Diese Nachricht erreichte am Donnerstagabend um 18.11 Uhr die Kameraden der Feuerwehren aus Elster, Mühlanger, Gallin, Listerfehrda, Gadegast und Zemnick. 37 ließen daraufhin alles stehen und liegen, eilten in ihre Gerätehäuser und von dort zum Ereignisort, dem mittlerweile leerstehenden Rathaus. Sieben Personen sollten sich noch im Inneren befinden, teilte Gabriele Wolf von der Verwaltung mit. Schnell gab es die Weisungen, wie vorgegangen werden sollte, obwohl spätestens jetzt allen klar war, dass es sich um eine Übung handelte.
Eine Löschwasserversorgung von der Elbe her sollte geschaffen werden. Sie wurde unverzüglich in Angriff genommen, durfte jedoch nicht beendet werden, da dazu die Bundesstraße gesperrt werden müsste und da hatte die Polizei etwas dagegen. Um Schilder für eine Geschwindigkeitsbegrenzung wegen der Übung aufstellen zu können, bedurfte es einer verkehrsrechtlichen Anordnung. Bei beidem wäre im Ernstfall natürlich niemand gefragt, sondern es einfach gemacht worden.
Atemschutzgeräteträger waren dann die Ersten, die in das Gebäude, das total verqualmt war, eindrangen. Und schon kurze Zeit später führten sie eine erste Person, die stark hustete, nach draußen, legten sie zunächst auf eine Bank und dann auf die Erde in stabile Seitenlage. Kurz danach waren auch die Rettungssanitäter vor Ort, entlasteten die Feuerwehrleute und kümmerten sich um die Verletzte. Nach etwa einer Stunde war das „Feuer“ gelöscht, die Verletzten geborgen, konnten die Schläuche wieder eingerollt und in den Fahrzeugen verstaut werden.
Für eine erste Einschätzung brauchen weder Stadtwehrleiter Heiko Plewa noch Einsatzleiter Kai Oberländer lange nachdenken. Übereinstimmend heißt es: „Uns fehlt es an Personal, vor allem an Atemschutzgeräteträgern.“ Deshalb wären im Ernstfall auch weitere Wehren nachalarmiert worden. Die 14 Geräteträger am Einsatzort haben geradeso für die Zahl der Verletzten gereicht. Diese wurden übrigens vom DRK gestellt und geschminkt. Dafür gilt ihnen der Dank der Übungsverantwortlichen. Die Wasserversorgung habe gut geklappt. Ebenso das Anleitern, um über ein Fenster ins Dachgeschoss zu gelangen. „Ich hätte mich da nicht hoch getraut“, war zu hören. Eines wurde zur Freude von Kreisausbilder Sven Henze wieder deutlich: „Gemeinsame Ausbildungen machen Sinn.“

 

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Text und Fotos: Boris Canje

 


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