Februar 2015

Trend bei Mitgliedern leicht  rückläufig

Verein Eintracht Elster zeigt sich ansonsten zufrieden mit dem Sportjahr 2014

27.02.2015

Zwei Ereignisse des Sportjahres 2014  hob Matthias Jänicke, Vorsitzender des SV Eintracht Elster, in der Jahreshauptversammlung besonders hervor: Das Fußball-Länderspiel der Bürgermeister und das Traditionstreffen der Fußballer des Vereins. Ansonsten verwies er ebenso wie die Abteilungsleiter in ihren Berichten auf ein sportlich erfolgreiches Jahr.

Dabei bewegte der Verein 125 000 Euro. Davon kamen etwa zwei Drittel von den Sponsoren. Allerdings musste man auf Rücklagen zurückgreifen, um finanziell alles zu bewältigen. Nicht zuletzt, weil es mit Detlef Stache einen hauptamtlichen Mitarbeiter gibt. Dieser erledigt alle Vereinsaufgaben und sorgt zudem dafür, dass die Geschäftsstelle fast täglich geöffnet ist.

Die Mitgliederzahl ist, so der Vereinsvorsitzende, leicht rückläufig. Waren es 2012 noch 455 Mitglieder, so betrug die Zahl zum 31. Dezember des zurückliegenden Jahres noch 436. Dies gehe zum größten Teil auf die Abmeldung von erwachsenen Sportlern zurück. Im Kinder- und Jugendbereich bleibe die Zahl fast konstant. Umso mehr appellierte Matthias Jänicke an alle Vereinsmitglieder, gerade die Arbeit mit dem Nachwuchs zu unterstützen. Und dabei meint er nicht nur Training und Wettspielbetrieb, sondern ebenso das Gesellige innerhalb der Sportgruppen.

2015 möchte der Vorstand den soliden Kurs fortsetzen, die Liquidität sichern und den Verein noch attraktiver machen. Dabei baut er auf das Mitwirken möglichst aller Mitglieder und nicht, wie bislang üblich, auf immer die Gleichen, die sich einbringen.

Bürgermeister Peter Müller, selbst Mitglied der Eintracht, bedankte sich bei den Mitgliedern für den guten Umgang mit den kostenlos bereit gestellten Sportstätten. Die Kegler beteiligen sich aktiv an der weiteren Sanierung ihrer Kegelbahn. „Das ist eine gute Möglichkeit für die Zukunft gemeinsam eine Verbesserung und Verschönerung unserer Sportanlagen voranzutreiben.“

Auf einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung wurde dann Dieter Hildebrandt, langjähriger Fußballer und Vereinsvorsitzender sowie einer der Organisatoren des Traditionstreffen der Kicker, zum Ehrenmitglied von Eintracht Elster berufen. Außerdem zeichnete Matthias Jänicke Helga Wolter und Norbert Apel mit der Ehrenmedaille des Landessportbundes in Silber aus.

 

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Boris Canje

Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Bibelwoche in der evangelischen Kirche Elster

Zu viel Harmonie, zu wenig Streit

25.02.2015
Die diesjährige Bibelwoche brachte in der evangelischen Gemeinde Elster nicht nur Gespräche über den Brief des Apostels Paulus an die Galater, sondern auch große Wiedersehensfreude. Denn einen Abend leitete Viola Hendgen, ehemals in Elster und jetzt in Annaburg Pfarrerin, die Runde. Außer ihr kamen noch 24 Interessenten in das Pfarrhaus.
Im Verlaufe des Abends wurde nicht nur ein Teil des Briefes gelesen, sondern ebenso über ihn diskutiert, überlegt, was er Christen in der heutigen Zeit sagen könnte. Damals gab es Christen, die aus dem Judentum kamen, und solche, die vorher an andere Götter glaubten. Diesen Unterschied gibt es natürlich heute nicht mehr. Aber Viola Hendgen stellt in der Runde die Frage, ob es Christen erster und zweiter Klasse gebe? Das nicht, so das Ergebnis des Gesprächs, wohl aber unterschiedliche Konfessionen. Zwischen diesen, so die Pfarrerin, müssen man im Gespräch bleiben und die Grenzen des anderen respektieren. Keiner sei besser oder schlechter, solange er nicht meint, der allein glückselig machenden Konfession anzugehören.
Wie sieht es denn in den Gemeinden mit unterschiedlichen Meinungen, mit Streit aus, lautete die nächste Frage. Paulus legte sich in dem Brief mit Petrus an, wies ihn zurecht. Es blieb relativ ruhig in der Runde. Und Viola Hendgen meinte daraufhin auch, dass ihrer Meinung nach wenig gestritten werde, vielmehr ein großes Streben nach Harmonie vorherrsche. Dabei gebe es Themen, über die gestritten werden müsse. So zum Beispiel über das Thema: „Wie willkommen sind andere Menschen, insbesondere jene, die einen anderen kulturelle Hintergrund haben.“
Oder wie steht es mit dem Kirchenasyl, das in jüngster Zeit zumindest in größeren Städten immer häufiger in Anspruch genommen werde. Über diese Fragen müsse man sich in der Gemeinde unterhalten und sicherlich auch streiten.
Außer der Annaburger Pfarrerin sprachen in Elster an anderen Abenden der vergangenen Woche Propst Siegfried Kasparick, Pfarrer Thomas Meinhof, Pfarrer Winfried Schreiber von der katholischen Gemeinde Elster sowie Superintendent Christian Beuchel über den Galaterbrief. In der Bibelwoche wolle man mit Gemeindemitgliedern über die Bibel ins Gespräch kommen, so Viola Hendgen. Ausgesucht werden dazu im jährlichen Wechsel Abschnitte des alten und des neuen Testaments.

 

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Deichbau zwischen Elbwiese und Listerfehrda

Per Brenner gegen Brennerhaare

23.02.2015

„Hurra, hurra, die Wiese brennt“, lässt sich ein Popsong früherer Jahrzehnte abwandeln. Denn was Wolfgang und Marcel Barduhn gegenwärtig treiben, sollte die beim Deichbau Beschäftigten wirklich freuen. Die beiden und ihr Kollege beseitigen auf der Elbwiese zwischen Listerfehrda und Elster mittels Gasbrennern potentielle Gesundheitsgefahren. Die lauern in den klitzekleinen Härchen des Eichenprozessionsspinners (siehe auch: „Raupenhaare bleiben immer gefährlich“).
Da die Nester, in die sich die Raupen nachts und zum Häuten zurückziehen, über den Winter als Hinterlassenschaften an den Bäumen bleiben, halten sich dort auch die bedrohlichen Haare. „Wind und Regen zerstören mit der Zeit die Nester“, weist Marcel Baduhn gestern auf eines der zahlreichen Beispiele. „Sie fallen irgendwann auf den Boden. Und der Wind verteilt die Härchen im weiten Umkreis.“
Einige schon krank geworden
Seitdem die Deichbauarbeiten in diesem Areal begonnen haben, „sind Beschäftigte dort tatsächlich krank geworden“, schildert Projektleiterin Barbara Gurschke vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz die Situation. „Wir müssen dort als Bauherr also dringend etwas für die Gesundheit und den Arbeitsschutz der dort Beschäftigten unternehmen“, erläutert sie auf Anfrage der MZ. „Auf etwa 1 000 Metern an unserer Baumaßnahme lassen wir die Wiese abbrennen, um damit die darauf verteilten Härchen der Raupen zu vernichten.“ Das wird etwa die gesamte Woche in Anspruch nehmen. In der kommenden Woche, so bestätigt Marcel Baduhn, werden die vorhandenen Nester von den Bäumen abgesaugt.
Die rund 85 Eichen, die nach den für den Deichbau notwendigen Fällungen in diesem Areal stehen bleiben, „sind voll von Raupennestern“, bestätigt Barbara Gurschke. Das heißt auch, dass die Gefährdung der Bauarbeiter schier unermesslich ist. Daher der hohe Aufwand, der die Vorbereitungen des Deichbaus um etwa zwei Wochen verzögern wird. „Wir kommen dann ab Montag mit einem richtigen Staubsauger und werden Nest für Nest von den Bäumen absaugen. Das Gerät ist vergleichbar mit einem Asbestsauger“, weist Marcel Baduhn auf die Aktivitäten in der kommenden Woche hin. Dann werden er und die Mitarbeiter der Schädlingsbekämpfungsfirma aus Bad Belzig sich selbst auch entsprechend schützen müssen. „Ja klar, das geht nur mit Atemmaske und einteiligem Arbeitsanzug“, bestätigt der Fachmann. Denn mit dem Sauger und auf der Hubbühne kämen er und seine Kollegen dann den Nestern mit den gefährlichen Haaren sehr nahe. „Die Anforderungen an den Arbeitsschutz hierbei sind in den letzten Jahren auch immer schärfer geworden“, bekundet er.
Noch vor der Vogelbrutzeit fertig
„Wir müssen in dieser Woche mit dem Abbrennen fertig werden, weil dann die Brutzeit der Vögel beginnt“, erläutert der Schädlingsexperte. Denn so, wie man nach dem Märzanfang keinen Baum mehr fällen darf, so muss man ab diesem Moment auch die Wiesen in Ruhe lassen - um die Bodenbrüter nicht zu stören. Auch aus diesem Grund ist die Reihenfolge der Arbeiten so gelegt worden. Das Absaugen der Bäume darf ganzjährig erfolgen, bestätigt Marcel Baduhn.
Ab heute wird zudem die Feuerwehr mit vor Ort sein. Insofern kann der gestrige Tag wohl als „Probetraining“ betrachtet werden. „Wenn sich zeigt, dass wir mehr Leute brauchen, werden wir dann zu fünft weitermachen. Es handelt sich doch um ein recht großes Gebiet.“ Da gestern Vormittag etwas Regen einsetzt, scheint die Brandgefahr - auch angesichts des noch recht kalten Bodens - eher gering. Aber sicher ist sicher.
Die in der kommenden Woche von den Bäumen gesaugten Nesselhaare der Raupen müssen gesondert entsorgt, das heißt verbrannt werden. „Wir bringen sie auf eine Sonderdeponie in Berlin“, so der Schädlingsexperte.

 

Text: Klaus Adam

Foto: Thomas Christel

 

Willkommen in der Ortschaft Elster

Jedes Kind hat sein Reich

23.02.2015
Bis vor kurzem wohnten Franziska und Christian Scheps mit ihren acht Kindern (vier Jungs und vier Mädchen) in Wittenberg in einer Fünf-Raum-Wohnung auf 105 Quadratmetern. Sie richteten sich hier vier Kinderzimmer ein, die Eltern schliefen in der Stube. Draußen spielen gab es nur auf dem Schulhof oder in der Kindertagesstätte. Ansonsten fand das Familienleben in der Wohnung statt. Geburtstage wurden im Stadtwald gefeiert.
Eigene Straße zum Radfahren
Nun hat sich das grundlegend geändert. Die Familie fand ein neues Zuhause in Iserbegka. Auf drei Etagen verteilt haben Finn (7 Jahre), Max (17), Malte (10) und der neun Monate alte Milan sowie ihre Schwestern Charlotte (9), Matilde (4), Levke (6) und Fine (2) ihr eigenes Reich. Darüber freuen sie sich ebenso wie auf den großen Hof zum Spielen. Sie haben sich dort Straßen aufgemalt, die sie nun mit Fahrrädern bevölkern. Und im Sommer können sie sich in einem Pool erfrischen.
Ab März gehen vier der Kinder dann in die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Elbspatzen“. Die anderen werden weiterhin vom Vater nach Wittenberg in die Schule gebracht. Sie wechseln erst zum neuen Schuljahr in die Einrichtungen nach Elster, bis auf den Großen, der beim MZ-Besuch wegen eines Bewerbungsgesprächs nicht anwesend war. Auch Levke fehlte. Sie hatte Geburtstag und war mit der Oma mütterlicherseits zum Tropical Island gefahren, weil dort Geburtstagskinder freien Eintritt haben.
Eigentlich wollte die Familie Scheps in ein anderes Haus im Ort ziehen, das dann aber kurzfristig verkauft wurde. Die Suche ging weiter und war erfolgreich. Heute sagt daher Christian Scheps: „Vielleicht sollte es ja so sein, wir sind jedenfalls zufrieden.“ Deshalb sind sie über die Verzögerung nicht böse. Das Haus ist im Gegensatz zum anderen gut in Schuss, es muss relativ wenig gemacht werden.
Acht Kinder, das erfordert vor allem am Morgen doch sicherlich eine straffe Organisation? Dem ist so, bestätigen die Eltern. Um
5.50 steht der Vater auf, trinkt ganz in Ruhe seinen Kaffee. 20 Minuten später wird die Familie geweckt. Er kümmert sich um das Frühstück, seine Frau ums Waschen und die Kleidung. Punkt
7 Uhr sitzen dann alle im Auto, geht es nach Wittenberg. Und das funktioniert so ganz gut, bestätigen die Eltern.
Nur ein Einkaufswagen nötig
Wenn man von einer zehnköpfigen Familie hört, dann vermutet man, dass diese beim Einkaufen von Lebensmittel mehrere Wagen benötigt. Weit gefehlt. Einer reicht aus, denn Brot und Brötchen werden öfter gekauft. Nur wenn auch Getränke mitgenommen werden sollen, wird ein zweiter Wagen benötigt.
Wie aber hat es die Großfamilie nach Iserbegka verschlagen? Schuld daran ist Andrea Lechelt, die inoffizielle Patentante. Kennengelernt haben sie sich 2013 beim Hochwasser. Christian Scheps hatte damals bei den Arbeiten an der Werkstatt im Gewerbegebiet geholfen und daraus hat sich eine Freundschaft entwickelt.
Da Reiner Lechelt handwerklich begabt ist, hat Christian Scheps bei ihm allerhand gelernt, was ihm nun auch im Familiendomizil zugute kommt.
Die Kinder haben dann Lechelts zu einer Geburtstagsfeier im Sommer in den Wittenberger Stadtwald eingeladen. Da sich Andrea Lechelt nicht so richtig vorstellen konnte, wie so viele Menschen auf engem Raum leben, wollte sie die Wohnung einmal sehen. Auch weil Finn einmal bei ihr übernachten wollte.
Gute Organisation ist Trumpf
So kam es dann zum nächsten Besuch, der zeigte, bei richtiger Organisation ist allerhand möglich. Aber es reifte auch der Wunsch, der vielköpfigen Familie zu helfen. Und so machte sich die Elsteranerin auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Dass erst einmal in der näheren Umgebung von Elster gesucht wurde, versteht sich von selbst. Aber es hat eineinhalb Jahre gedauert, bis der Traum der Familie Scheps in Erfüllung ging. Unterstützung kam von Peter Müller (Freie Wähler), Bürgermeister der Stadt Zahna-Elster, zumal es auf einen Schlag zwölf neue Einwohner gibt, denn Stefanie und Klaus Scheps, die Eltern des Vaters wollen mit einziehen.
Andrea Lechelt hat den Kindern Bilder für ihre Zimmer versprochen. Natürlich mit ihren Lieblingstieren, und dazu steht sie auch. Da die ersten Zimmer fertig sind, gab es bereits eine freundschaftliche Mahnung.

Foto: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Unihockeyspieler im Wintersport

19.02.2015
Der Weg ins traditionelle Skilager führte dieses Jahr die Sportler des Unihockeyclubs Elster nach Schladming in die Steiermark (Österreich). Die ersten beiden Tage bestimmten Schnee, Sturm und Kälte das Wetter. Aber das hielt keinen ab. Die Skipässe waren bezahlt, Kondition und Koordination sollten verbessert werden, also ging es trotzdem auf die Piste. Warm angezogen wurden die ersten leichten Abfahrten gemeistert. Durchhalten war die Devise und wurde mit dem herrlichsten Skiwetter belohnt: Sonne pur, kein Wind, keine Kälte.
Das Skigebiet, auch Schladminger Vier-Berge-Skischaukel genannt, hielt für jeden Teilnehmer, der jüngste war vier Jahre alt, günstige Bedingungen bereit. Planai, Hochwurzen, Hauser Kaibling und Reiteralm boten Winterspaß pur. Ob Skifahrer, Snowboardfahrer, Winterwanderer, Anfänger oder Fortgeschrittener, jeder kam auf seine Kosten und fand auf 123 Pistenkilometern mit 44 modernen Seilbahn- und Liftanlagen ideale Bedingungen. Ein Fun-Park lockte die Trickskifahrer an, die hier ihre Geschicklichkeit verbesserten. Die Geschwindigkeit konnte auf der Rennstrecke gemessen werden. Auf der Klangpiste ging es mit dem Lieblingshit talwärts.
Ein Teilnehmer, der eigentlich zum Wandern mitkam, war so begeistert, wie die Kleinsten auf Ski ins Tal sausten, dass er sich kurzerhand zu einem Kurs anmeldete. Zum Abschluss wurde er sogar Sieger im Slalom und erhielt dafür eine Medaille, die er stolz präsentierte. Alle Unihockeyfans freuten sich mit und applaudierten.
Höhepunkte waren unter anderem eine Willkommens-Show am Zielhang der weltberühmten Planai mit Musik und Action der Ski-und Snowboardlehrer, eine Fackelwanderung durch die wildromantische Talbachklamm mit einem Einkehrschwung in die Landalm, auf Schneeschuhen ging es durch verschneite Wälder und es gab eine Führung durch den WM-Park-Planai, bei der viel Wissenswertes über die Region und speziell über die Alpine Skiweltmeisterschaft vermittelt wurde.
Zweifellos war aber der Ausflug zum Dachsteingletscher in 2 700 Meter Höhe das Highlight. Der Gipfel, der mit der Panoramagondel erreicht wurde, hielt eine atemberaubende Aussicht bereit. Hängebrücke und die Treppe ins Nichts waren „Nervenkitzel mit Aussicht“. Hatte man sie überwunden, war der Weg frei in den Gletscher, dem „Eispalast“, der frostige Schätze präsentierte.
Am Abreisetag stiegen alle unverletzt, müde, aber glücklich in den Bus. Im Gepäck hatte Olaf Däumichen, Organisator des Skilagers und Vereinschef des UHC Elster, den Termin für das Skilager 2016, das wieder in die Steiermark führen wird.

 

 

 

 

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Text: Rita Burkhardt

Fotos: Olaf Däumichen

 

Sekundarschule Elster

Etwas anderer Unterricht

18.02.2015

Zwei Stunden mit einem etwas anders gestalteten Unterricht erlebten die Mädchen und Jungen der fünften Klassen der Sekundarschule Elster. Wie im Vorjahr auch hatten für sie die Neuntklässler eine zünftige Faschingsparty im Speiseraum vorbereitet. Für die entsprechende Musik sorgte Schülersprecher Tim Tänzer, natürlich auch kostümiert.
Langes Rumsitzen wurde von den Organisatoren nicht geduldet. Es wurde getanzt und gab selbstverständlich auch mehrere Spielrunden. Bei letzteren schälten sich häufig Favoriten heraus, die von den bereits ausgeschiedenen Klassenkameraden frenetisch angefeuert wurde, so zum Beispiel beim Stuhltanz.
Die Organisatoren erwiesen sich als sehr einfallsreich. So mussten beim Luftballontanz die Latexhüllen zunächst mit den Köpfen gehalten werden. Als sich andeutete, dass die letzten Paare das recht gut beherrschten, lautete die Aufgabe, den Luftballon ohne Zuhilfenahme der Hände zum Bauch zu transportieren. Das erwies sich noch recht einfach. Doch zurück zum Kopf schafften es nur zwei Paare. Sie wurden dann beide zu Siegern erklärt. Trostpreise gab es für alle, denn jedes der ausgeschiedenen Paare durfte in eine Schüssel mit Süßigkeiten greifen.
Bei so einer anstrengenden Tätigkeit musste natürlich auch ausreichend getrunken werden. Ein ganzer Eimer Bowle war dafür zubereitet worden. „Natürlich ohne Alkohol“, wie Silke Wolter, pädagogische Mitarbeiterin, beteuerte.
Nur Saft und Früchte. Wenn sie das begehrte Getränk nicht ausschenkte, hatte sie mit dem Schneiden von Äpfeln genug zu tun. Das Obst wurde ebenfalls gern genommen, denn der Teller war immer schnell wieder leer.
Es herrschte jedenfalls gute Stimmung im Speiseraum. So richtig passend zum Fasching. Einige bedauerten, dass wegen der Abfahrtszeiten der Schulbusse die Feier beendet werden musste.


 

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Text und Fotos: Boris Canje

 

Virtuelle Präsenz

18.02.2015
Peter Lissek, Geschäftsführer der Firma NrEins.de, hält es mit dem Leitspruch der Musketiere: „Einer für alle und alle für einen“. Und er hat daraus eine Geschäftsidee entwickelt, mit der er nach seinen eigenen Worten mittelständische Unternehmen aus der Region am ständig wachsenden Internet-Markt etablieren möchte. Nur so könne einer drohenden Pleitewelle und zunehmender Schließung von Geschäften in den Innenstädten oder im ländlichen Raum entgegengewirkt werden, lautet seine Überzeugung. Und wie das konkret geschehen soll, erläuterte er jetzt Mittelständlern aus der Stadt Zahna-Elster.
Gemeinsam ist einiges machbar
Wichtig sei es, so der Geschäftsführer, bei einer Google-Suche möglichst weit oben platziert zu sein. Und dabei hätten kleinere Unternehmen kaum eine Chance oder es käme ihnen zu teuer. Anders dagegen sei es in einem regionalen Verbund, einer Interessengemeinschaft vieler Unternehmen. Und genau dabei wolle er mit seinen Mitarbeitern helfen. Dazu wurde ein ganzheitlicher Marktplatz entwickelt. Wie soll dieser nun funktionieren?
Ausgangspunkt Stadt-Homepage
„Der beste Platz für eine regionale Werbung ist die Stadt-Homepage“, erklärte Lissek. Von dort werden die Interessenten dann weitergeführt zu einem Shop-, News- und Anzeigensystem, eingerichtet und gepflegt von seiner Firma. Jedes teilnehmende Unternehmen oder Geschäft bekommt hier die Möglichkeit einer Firmenpräsentation, wird beim Marktplatz geführt, kann im Newslettermarketing seine Informationen von Neuheiten im Angebot bis zu Veranstaltungen veröffentlichen und ist dann unter der Markt-Führer-App mit Hilfe eines Smartphones zu finden.
Außerdem gibt es einen Stadtgutschein. Dieser wird über eine Bank oder, so vorhanden, über die Stadtinformation verkauft. Dazu gibt es eine Liste der Akzeptanzstellen. Dort kann er dann bei einem Einkauf oder einer Leistung eingelöst werden. „So soll der Umsatz in der Region bleiben“, äußert Lissek. In Jessen gibt es diesen bereits seit eineinhalb Jahren, so Peter Trittin, Vorsitzender des Gewerbevereins der Elsterstadt. Es gebe bislang 53 Akzeptanzstellen. Jährlich sind etwa 50 000 Euro Umsatz in der Stadt geblieben, die Tendenz sei steigend.
Neben den bereits genannten Angeboten gibt es eine Suchmaschinenoptimierung. Geplant sind auch eine Jobbörse, über eine Immobilienbörse wird nachgedacht.
Bislang sei dieses Konzept bereits in 40 Städten eingeführt worden. Die erste war Rochlitz, der Wohnort von Lissek. „Ich war überrascht, was hier alles produziert wird und wie viele mittelständische Unternehmen und Geschäfte es in der Stadt, in der ich schon Jahre lebe, so gibt.“ Mitzumachen sei ganz einfach, hieß es. Nachdem es eine Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Unternehmen NrEins.de gibt, werde man die ortsansässigen Unternehmer und Gewerbetreibenden anschreiben.
Wenn sie Interesse bekunden, folge die Vereinbarung eines Termins mit dem Spezialisten von NrEins.de. Dabei werden die weiteren Modalitäten besprochen, vom Vertrag bis zur Firmenpräsentation und anderem mehr. Das soll, so Lissek, nur einen Euro pro Tag, also 365 Euro im Jahr kosten.
Auf die Frage von Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) nach dem Interesse der Anwesenden gab es zustimmendes Kopfnicken, so dass der Vertrag wohl zustande kommen wird.

Text: Boris Canje

 

"Lechelts Design" Elster

Lyrik zum Wochenschluss

Vorlesereihe Hospizverein kooperiert mit Wittenberger Einzelhändeln.

19.02.2015

Den Stress der Woche vergessen lassen, zumindest in den Hintergrund schieben will eine Vorlesereihe der anderen Art. „Wir wollen schöne Orte suchen, um schöne Dinge vorzustellen“, sagt Dorothea Schnee, Vorsitzende des Wittenberger Hospizvereins „Endlich Leben“. Schöne Dinge, das sind in erster Linie Texte, die aus tiefster Seele kommen. So wie bei Barbara Gebauer und Rita Winkler, die seit Jahren Lyrik und Prosa verfassen und deren vor vier Jahren erschienenes Buch „Lyrik und Prosa von Mausgrau bis Zartrosa“ (mit fünf weiteren Autorinnen) schnell vergriffen war.

Start ist bei „Lechelts Design“ Andrea Lechelt.

Am 27. Februar 17.00 Uhr startet die Reihe bei „Lechelts Design“ in der Collegienstraße 23. Hier zwischen Bildern, Rahmen und anderer Dekoration, ist der Auftakt geplant. Andrea Lechelt ist gespannt und neugierig, wie viele kommen werden. Platz sei genug, das Mobilar größtenteils mobil, um auch Raum für mögliche Vernissagen zu haben. Nur Stühle und einige Stehtische müsste sie organisieren, fällt ihr dazu ein. „Klappstühle passen vielleicht nicht so richtig.“ Bunt, in frischen Farben und sehr hell ist der Laden, den die Frau aus Elster im August 2013 eröffnete. „Ich freue mich darauf“, sagt siev zur Vorlesereihe. Nicht nur, um mehr Menschen kennen zu lernen, sondern auch auf die Themen der Autorinnen. Schreiben sei eine hervorragende Methode, „seinen Rucksack, den man mit sich trägt,  auszupacken“, findet sie.

Ihren „Rucksack“ haben Rita Winkler und Barbara Gebauer durch das Schreiben zumindest etwas verkleinert. Beide sind inzwischen 70 Jahre alt, sie haben in ihren Texten liebenswerte Erinnerungen, aber auch Schicksalsschläge verarbeitet. Dinge, die sie so offen nur selten jemandem anvertrauen würden, lassen sich mit Stift und Papier leichter offenbaren. Die zwei Autorinnen werden nicht zufällig den Anfang machen, beide sind selbst Mitglied im Wittenberger Hospizverein.

Angefangen mit dem Verfassen eigener Texte haben sie vor über zehn Jahren. „Erst war es Selbsthilfe. Dann öffnete sich ein beglückender Blick auf das Wesentliche in meinem Leben“, schildert Barbara Gebauer ihre Beweggründe, das Innere festzuhalten und doch loszulassen. Schreiben ist ihnen wichtig, weil sonst vieles in Vergessenheit gerät. Einigkeit besteht bei den Frauen, dass es mindestens genauso wichtig ist, zu lesen. Wobei sie allesamt das auf Papier gedruckte Wort gegenüber der elektronischen Version vorziehen. „Nur so entwickeln sich die Bilder im Kopf, nimmt man die Texte richtig auf“, findet Dorothea Schnee.

Die Reihe mit den Lesungen soll einen festen Platz im Monatsablauf bekommen.  „Unser ehrgeiziges Ziel ist, dies alle vier Wochen zu veranstalten, immer am letzten Freitag im Monat“, sagt die Vorsitzende. Etwa eine Dreiviertelstunde Lesen, im Anschluss sollen es lockere Gespräche sein. Eintritt wird nicht erhoben, für eine Spende wäre der Verein dankbar. Wer den zweiten Termin gestalten und wohin es Neugierige dann verschlagen wird, verrät sie noch nicht. Die Idee ist übrigens nicht ganz neu. Schon früher hatte der Hospizverein in seinen Büchereien, die er in den vergangenen  zwei Jahren aufgebaut hat, Lesungen angeboten. Während man dabei in verschiedenen Städten wie Jessen und Coswig agierte, ist in diesem Jahr nur Wittenberg dran.

Hintergrund: Ehrenamtliche begleiten auf letztem Weg

Gegründet wurde der Hospizverein „Endlich Leben“ in Wittenberg im Jahr 2003, Vorsitzende ist Dorothea Schnee. Es ist ein Angebot für Mensche, die sich eine Begleitung auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens wünschen. Unabhänig von Weltanschauung, Konfession und Nationalität werden von den Vereinsmitgliedern Schwerkranke und Sterbende betreut, zudem nehmen sie sich auch der Angehörigen an. All diese Angebote werden ehrenamtlich abgesichert. Das Wittenberger Büro ist in der Pfaffengasse 18.  Im Jahr 2008 entstand ein weiteres Büro in Coswig, im November 2009 wurde ein drittes Domizil in Jessen eröffnet. An allen drei Standorten existiert eine Bibliothek, in der es Informationen zur Hospizarbeit gibt. Spenden für die Bibliotheken werden gern angenommen.

 

Text: Karina Blüthgen

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Gärtnerei Martin Böttcher in Elster

Blütenpracht gegen tristes Grau

17.02.2015

 Die meisten Kleingärten sind noch im Winterschlaf. Außer zum Nachfüllen der Futterhäuser für die gefiederten Freunde oder einfach nur, um mal nach dem Rechten zu schauen, gibt es auf den Parzellen derzeit wenig zu tun. Wie sieht das aber in den Gärtnereien der Region aus?
Für Martin Böttcher und seine Mannschaft in Elster ist die kurze Winterpause vorbei. Von Weihnachten bis Mitte Januar war relativ wenig zu tun. Das ändert sich mit den zunehmend höheren Temperaturen. In den Fingern gekribbelt hat es schon länger, auch wenn es schön war, einmal ein wenig zu entspannen.
Wer die Gärtnerei in der Gielsdorfer Straße besucht, der kommt nicht umhin, die Farbenpracht zu bewundern. Immerhin wachsen derzeit etwa 80 000 Stiefmütterchen und Hornveilchen in allen möglichen Farben. Und das nicht nur unter Glas. Schon am Eingang fällt ein bunter Blütenteppich auf. Es sind die Lieblings-Frühlingsblumen des Elsteraner Gärtners und sie können Frost und Schnee ab. Etwa 6 000 Pflanzen sind für Dessau fest eingeplant, der Rest kommt in den freien Verkauf.
Aufzeichnungen als Anhaltspunkte.
Ob sie ausreichen oder gar zu viel sind, das bleibt ein Zufallstreffer. Zwar gibt es Aufzeichnungen über das zurückliegende Jahr bis hin zu den verkauften Pflanzen. Aber das sind lediglich Anhaltspunkte. Was übrig bleibt, geht an den Diest-Hof in Seyda oder an die Heporö-Einrichtungen in Zemnick und Meltendorf. Was dann noch zu viel ist, tritt notgedrungen den Weg auf den Kompost an.
Neben Stiefmütterchen und den Hornveilchen haben auch die Primeln bereits zu blühen begonnen und auch das Mottenkraut, das wegen seines Geruchs Mücken fernhalten soll. Erstmals waren Schneeglöckchen im Angebot. Tomaten und Salat sind schon ausgesät, „für die ganz frühen Gärtner, all jene die das triste Grau satthaben“, so Martin Böttcher.
In der kommenden Woche wird es dann wieder Trubel geben in der Gärtnerei. Mit steigenden Temperaturen ist auch mehr zu tun. Statt bislang drei sind dann sechs Menschen dort tätig. Pikieren, Topfen, Gießen, Düngen und Verkauf, das alles will bewältigt werden. „Ich muss mal sehen, wie das mit dem Mindestlohn funktioniert“, so der Inhaber der Elsteraner Gärtnerei. Vorsichtshalber versucht er deshalb zunächst, mit zwei Mitstreitern weniger als in den Vorjahren auszukommen.
Für ihn ist die schönste Zeit Ende April. „Dann scheint die Sonne, alles blüht und es duftet überall in den Gewächshäusern“, begründet dies Martin Böttcher. Ganz anders im Sommer. Schnell werden dann Temperaturen von 45 Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit gemessen. „Das ist alles andere als angenehm.“
Die meisten Pflanzen gehen an Stammkunden, erläutert Martin Böttcher aus Erfahrung. Wer einmal in seiner Gärtnerei war, durch die Gewächshäuser (es sind 5 000 Quadratmeter unter Glas und Folie) gestromert ist und etwas gefunden hat, der komme wieder. Deshalb wird es auch in diesem Jahr einen Tag der offenen Gärtnerei geben und vielleicht auch ein kleines Frühlingsfest. Beides bedeutet für Martin Böttcher und seine Mannschaft zwar einen höheren Aufwand, aber „der lohnt sich“, zeigt sich der Gärtner aus Leidenschaft hochgradig überzeugt.

Text und Fotos: Boris Canje

 

Prinzenpaar mit vertauschten Rollen

16.02.2015
Rosenmontag im „Elsterlandsaal“, da haben die Aktiven des Elsteraner Carneval Vereins (ECV) immer besonders viel Spaß. Hier ist einfach alles möglich. Das hat sich diesmal auch das Prinzenpaar zunutze gemacht und einfach die Rollen getauscht. Candy I. kam im Ballkleid und Luisa I. dafür in der Prinzenrobe. Auch der Hofstaat hatte ein anderes Aussehen. Es waren die Prinzessinnen des Vorjahres Jana I. (Elster) und Aileen I. (Zahna). Tontechniker Gerit Reußner musste später die Rolle des Tanzmariechens übernehmen. Und beim Gardetanz, der wieder anwesenden Gäste aus Zahna, machte nicht nur deren Präsident Enrico Hilgers mit, sondern ebenso Elsters Hofsänger Sven Meihofer und Silke Wolter.
Bei  dem lustigen Durcheinander achtete natürlich keiner mehr auf die gewohnte Kleiderordnung. Auch da ging es drunter und drüber. Da wurde ein Rock schon mal als Oberteil getragen. Im Elferrat saßen auch zwei Clowns (Silke Wolter und Karin Schlüter), die entsprechend ihres Kostümes für jeden Spaß zu haben waren.
Die Elsteraner Jecken hatten auch allen Grund, sich einmal selbst zu feiern. Der ECV-Präsident war mit der Session voll zufrieden. Bei beiden Veranstaltungen (im November und am Sonnabend) war die Hütte voll. Das erste Mal wieder nach einigen Jahren. Ebenso gut besucht war der Kinderkarneval. Nur bei den Senioren gab es noch freie Plätze. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Jürgen Kranepuhl auf der Hand: Die gemeinsame Vorbereitung durch Elfer- und Jugendelferrat und sicherlich auch das Motto. „Es hat einen gewissen Umschwung im Publikum gegeben“, stellt der ECV-Chef fest. Wesentlich mehr junge Leute als in den Vorjahren kamen. Aber es gibt auch einen Wermutstropfen: „Von den alten Mitstreitern habe ich weniger gesehen“. Trotzdem soll der nun eingeschlagene Weg fortgesetzt werden. Und Jürgen Kranepuhl hat dazu einen Wunsch: „Schön wäre es, wenn sich auch junge Menschen finden, die im Elferrat mitmachen.“
Zu den Zahnaern habe sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt, so dass es auch weiterhin gegenseitige Besuche geben wird. Und in Anbetracht des großen Aufwandes, den die Gruppen des ECV betrieben haben und für den sich ihr Präsident herzlich bedankt, wäre es schön, wenn es 2016 wieder eine Feier mit den DRK-Senioren und Holzdorfs Karnevalisten gibt.

 

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text: Boris Canje

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

 

Bär und Fee hatten Ruder fest in der Hand

16.02.2015

Eigentlich geht es in der Tanzschule Harnisch in Wittenberg immer streng nach Regeln zu. Jeder Tanz, jeder Schritt ist exakt auszuführen. Aber es gibt eine Ausnahme: der alljährliche Kinderfasching. Dazu wird das gesamte Studio natürlich entsprechend geschmückt und die Kinder haben die verschiedensten Kostüme an. Naturgemäß die kleinen Mädchen häufig als Fee oder Prinzessin, die Jungen als Indianer, Cowboy oder Polizist. Der jüngste „Tänzer“ im zarten Alter von 20 Monate war eine Eule. Eine Hexe war auch zu sehen.

Der Chef verließ sich diesmal auf seine Mitarbeiter, musste mit einem Auszubildenden einen Kurs durchführen. Mit einem „meine Mitarbeiter werden das schon machen“ verabschiedete er sich.  Während die Kinder von einer erwachsenen Fee, natürlich im Grün der Tanzschule, und einem Bär  beschäftigt wurden, konnten die Begleitpersonen alles beobachten und dabei in aller Ruhe einen Kaffee trinken.

Neben einer Polonaise wurden die verschiedensten Tänze gezeigt, allerdings mit viel Spaß. Aber jeder konnte zeigen, was er bislang gelernt hat. Kleine Fehler wurden natürlich großzügig übersehen, denn die Freude am Tanz stand im Vordergrund. Und der Chef Benjamin Harnisch der Tanzschule sollte Recht behalten, seine Mitarbeiter hatten alles im Griff. Zum Abschluss gab es natürlich auch noch den obligatorischen Bonbonregen.  Und die Kinder gingen danach glücklich und begeistert nach Hause.

Infos:  info@ tanzschule-harnisch.de  -  Telefon: 03491 – 66 96 311 oder auch über Medientreff-Elster

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Text und Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann 

 

Elsteraner Carneval Verein

In Elster lebt Elvis auf

14.02.2015

Ein sehr gut gefüllter „Elsterlandsaal“ am Sonnabend, das spornte die Jecken des Elsteraner Carneval Vereins (ECV) um ihren Präsidenten Jürgen Kranepuhl so richtig an.

Das gewählte Motto „Die 50er Jahre waren bunt - Helau! Im Cadillac zum ECV“ tat ein Übriges. Schnell wurde dabei deutlich: Elvis lebt. Und das gleich in mehrfacher Ausführung. Die meisten Frauen trugen unter ihren Kleidern den damals heiß begehrten Petticoat. Da konnte und wollte der Elferrat nicht abseits stehen. Zwar marschierte er in seiner gewohnten „Dienstkleidung“ ein, aber alle hatten ihre Koteletten mit künstlichen und tiefschwarzen Teilen verlängert, auch eine Reminiszenz an Elvis Presley.
Gemeinsamer Einsatz gefragt
Schon beim ersten Einsatz in dem etwa dreistündigen Programm versprach Karsten „Erpel“ Röder, der gemeinsam mit Sarina Schmalfuß moderierte: „Wir werden heute das Publikum einbeziehen.“ Und das wurde auch gleich geübt, mit einem Flashmob. Immer, wenn eine bestimmte Melodie, natürlich ein Rock ’n’ Roll ertönte, waren alle aufgerufen mitzumachen und keiner ließ sich lange bitten.
Sven Meihofer von den Hofsängern setzte noch einen drauf und erklärte: „Heute wird nicht lange gesessen und geschunkelt, heute wird viel getanzt.“ Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Lisa Wehner und Gerald Harrer wurde die Hymne „In Elster ist heut Karneval“ kurzerhand im Stil der 50er Jahre gesungen. Da wurde nicht nur mitgeklatscht, sondern die ersten standen auf ihren Stühlen.
Spätestens da war klar, dass das Programm sich erheblich in die Länge zieht, weil es kaum ohne Zugabe abgehen wird. Und richtig, schon die Jüngsten, die Blau-Weißen Funken, mussten zweimal ran. Es war aber auch zu niedlich, die Mädchen in ihren weißen Kleidchen mit roten Punkten tanzen zu sehen sowie zunächst auf der Bühne und dann im Saal den einzigen Jungen, der natürlich einen wilden Rocker mit Lederjacke und Sonnenbrille gab. Auch die Prinzengarde kam um eine Wiederholung ihres Marsches nicht umhin. Allerdings gönnte man ihr eine kurze Zeit der Erholung, denn zuerst war wieder Flashmob-Zeit. So langsam hatten alle die Bewegungen verstanden und machten mit. In neuen Kostümen zeigte sich die Funkengarde bei ihrem Marsch. Diese konnten mit Unterstützung der Caritas angeschafft werden.
Bei den vielen verkleideten Gästen war es natürlich schwer, das schönste Kostüm zu finden. Aber die Karnevalisten erwiesen sich einmal mehr als sehr erfinderisch. Sie erwiesen dem King of Rock ’n’ Roll Elvis Presley die Ehre und suchten vier Nachahmer aus und baten sie auf die Bühne. Dort bekamen sie zu ihrem nicht geringen Erstaunen die Aufgabe, jeweils einen Titel ihres Idols zu singen. Aber die Organisatoren zeigten sich sehr entgegen kommend. Playback war erlaubt und vorbereitet. Damit war klar, nicht der Gesang wird entscheiden, sondern wie sich der jeweilige Elvis präsentiert. Dabei schoss nach Meinung des Publikums Carsten Tietz aus Elster den Vogel ab und wurde vom Prinzenpaar Candy I. und Luisa I. mit einer Flasche Sekt geehrt.
Qual der Wahl fürs Prinzenpaar.
Eine solche bekam auch der stimmungsvollste Tisch. Im Gegensatz zu Vorjahren kristallisierte sich dieser nicht schon früh heraus. Weshalb die Moderatoren mehrmals daran erinnerten, dass ein solcher gesucht wird. Die Reaktion waren immer sehr lautstarke Rufe. Als die Ehrung dann an der Reihe war, mussten Candy I., Luisa I. und ihre Hofdame Julia beim Auftritt der Hofsänger einige Runden durch den Saal drehen, ehe sie ihre Entscheidung fällten.
Auch in diesem Jahr wurden wieder Gäste gegrüßt. Der Präsident des Carneval Clubs Zahna (CCZ) Enrico Hilgers hatte die Tanzgruppe seines Vereins mitgebracht. Sie überraschte als Double der bayrischen Band Voxxclub und tanzte zu deren Titel „Rock mi“. Später zeigten die Akteure auch noch ihren Marsch.
Der Jugendelferrat (JER) verkündete die Öffnung des närrischen Standesamtes. Das veranlasste Lisa Wehner, den Trude-Herr-Schlager „Ich will keine Schokolade“ zu singen und dabei die vier männlichen Mitglieder des JER zu ignorieren, die ihr die besungene Leckerei auf einem Teller darboten.
Dann wurde es langsam Zeit, das Programm zu beenden. Darauf deutete auch ein Putzkommando in Kittelschürzen, mit Besen und Lappen bewaffnet, hin. Kenner wussten natürlich, hinter dieser Verkleidung steckten die Tänzerinnen der Prinzengarde. Und als dann ein Elvis (der wievielte an diesem Abend?) auf der Bühne auftauchte, flogen Lappen und Tücher in seine Richtung. Schnell verschwanden die Kittel und es wurde noch ein flotter Rock ’n’ Roll auf das Parkett gelegt. Zum Abschluss sangen die Hofsänger noch einmal, danach marschierten Aktive und der Elferrat aus dem „Elsterlandsaal“.

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Man kann nicht oft genug Danke sagen

Unsere Kinder der Stadt Zahna-Elster hatten in den letzten 14 Tagen Winterferien. Viele viele Höhepunkte durften sie im Jugendclub erleben. Spaß, Spannung, Spiel, alles war dabei.

Sie haben dazu beigetragen, dass 45 Kinder wundervolle Winterferien erleben durften.

Auf diesem Wege möchte ich mich bei Ihnen allen von ganzen Herzen bedanken.

Elbedruckerei Wittenberg GmbH, Stadt Zahna-Elster, Ortschaft Elster, Ortsbürgermeister Wolfgang Fröbe – Elster, Heimatverein Elster e.V., Gemischter Chor Elster e.V., SV Eintracht Elster e.V., Fuhrunternehmen Josef Feix - Elster, Busunternehmen Könnecke - Elster, Anker Apotheke Elster – Inh. Britta Hoffmann, Lechelts Design Bilder & Einrahmungen Elster, Annaburger Porzellan GmbH, Back-& Kaffeehaus Käpernick - Elster, Grams Gaststätte-Kantine Elsterland Elster (Elbe), Fleischerei Ernst Knoll – Zahna, Caritas – Simone Graf, DRK – Margarete Niendorf, Bauhofmitarbeiter Ingolf Nitzsche und Harald Lindemann, Sekundarschule Elster – Töpferei, Heiko Tritschler – Elster, Boris Canje – MZ, Sportlehrerin Heike Stahl - Schadewalde, Herr Graf – Kemberg, Mühlengeist Harald Lindemann, Frau Doris Höse - Elster, Frau Grahl - Elster, Frau Ines Schröter – Gielsdorf, Familie Jörg Betke - Elster,

Ihre Sabine Hoffmann

 

Fotografen auf Zeit
02.02. bis 14.02.2015

Winterferien im Elsteraner Jugendklub, da musst du hin. Das müssen sich viele Mädchen und Jungen, den 45 schauten in den zwei Wochen vorbei. Einige kamen nur zu einem Termin, andere waren jeden Tag da. Alles wurde natürlich auch im Bild festgehalten. Dafür sorgten nicht zuletzt die „ehrenamtlichen Mitarbeiter des Medientreffs“ Pauline, Merlin und Leni, die unermüdlich waren und viele, unter anderem auch sehr lustige Bilder „schossen“. Ihrem Fleiß ist es zu verdanken, dass diejenigen, die die Bilder für die nächste Chroniktafel im Flur des Jugendklubs aussuchen, einen ganz schweren Job haben werden.

Text und Fotos: Medientreff - Sabine Hoffmann

 

Winterferien im Jugendclub Elster

Modell von Elster wächst

09.02.2015

Ruhig geht es in den Winterferien im Elsteraner Jugendklub zu, zumindest am Morgen. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück, natürlich mit frischen Brötchen, Marmelade, Nutella und anderem mehr. So gestärkt kann es dann in den Tag gehen.
Das Angebot ist vielseitig. Tischkicker, Tischtennis und Airhockey haben ebenso Liebhaber wie Kartenspiele oder kleine Basteleien. Dass dann auch mal getobt wird, versteht sich von selbst. Auch das Spielmobil der Stadt Zahna-Elster steht täglich zur Nutzung bereit, wenn es das Wetter erlaubt.
An fast jedem Tag gibt es einen besonderen Höhepunkt. Dieser reicht von einer gemeinsamen Wanderung über einen Bericht über eine Reise nach Ägypten bis zum Kinobesuch in der UCI-Welt in Dessau. „Die Pinguine aus Madagascar“ stand dort auf dem Programm und hatte viel Zuspruch. So fand es Florentine überraschend, dass die Kinder sogar Popcorn geschenkt bekamen. Mit Devin wurde diskutiert, welche Filmsequenz am lustigsten war. Gelacht, das bestätigten beide, haben sie auf alle Fälle herzhaft. Lucio fand auch den Reisebericht interessant. Besonders haben ihn dabei die verschiedenen Pyramiden beeindruckt.
In einer Ecke des großen Raumes im Jugendklub ist das Reich von Steven. Hier entsteht ein maßstabsgerechtes Modell des Ortes, zumindest was den Straßenverlauf und die Elbe betrifft. Um das hinzubekommen, war zuvor die Grundplatte an die Wand gestellt worden. Mittels Beamer hat Steven eine Karte darauf projiziert und mit Bleistift alles nachgemalt. Mittlerweile werden eifrig die Grün- und andere Flächen aufgeklebt. Natürlich macht das Steven, der trotz eines Bruches im rechten Handgelenk gut mit Schere und Stift zurecht kommt, nicht allein. Nico hilft ihm dabei.
Beim Modellbau voll konzentriert
Es ist übrigens das erste Modell an dem der Schüler arbeitet, aber er hat mächtigen Spaß daran. Ein großes Ziel hat er: „Bis zum Ende der Winterferien wollen wir fertig sein.“ Deshalb lässt er sich durch nichts und niemanden ablenken. Mit einer stoischen Ruhe ignoriert er auch jedes Umhertoben im Raum.
Die Klubbesucher frühstücken übrigens nicht nur gemeinsam. Zum Mittag geht es ins benachbarte Veranstaltungshaus „Elsterland“ und zum Kaffeetrinken gibt es täglich frisch gebackenen Kuchen, für den der Gemischte Chor e.V. und Bürger  aus dem Ort sorgen.
Die organisatorische Arbeit, die Sabine Hoffmann und Caritas-Mitarbeiterin Simone Graf in der Vorbereitung der Ferienspiele leisteten, hat sich jedenfalls gelohnt. Die Kinder kommen gerne, einige bedauern sogar, dass sie in der zweiten Woche mit den Eltern verreisen. Schließlich warten weitere Höhepunkte. Florentine freut sich vor allem auf das gemeinsame Übernachten im Jugendklub. „Dafür hat sich Sabine Hoffmann bestimmt wieder einiges einfallen lassen“, zeigt sie sich überzeugt. Und der Nacht im Klub schließt sich dann als Abschluss der zwei ereignisreichen Wochen im Jugendklub die Faschingsfeier an.
15 bis über 35 Kinder wurden bisher im Klub an jedem Tag gezählt. Manche sind nur vor- oder nachmittags da, andere den ganzen Tag. Je nach Wunsch der Mädchen und Jungen sowie ihrer Eltern. Und das wird in dieser Woche nicht anders sein.

 

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Fotos: Medientreff  -  Sabine Hoffmann

Text: Boris Canje

 

Kraftakt Wiederaufbau

02.02.2015

Die Zuversicht ist bei Olaf Däumichen, Vorsitzender des Unihockeyclubs Elster, langsam zurückgekehrt. Aber er gibt zu, in den Tagen und Wochen nach dem Hochwasser vom Juni 2013 richtig deprimiert gewesen zu sein. Das mit viel Eigeninitiative geschaffene Vereinsheim hatte voll im Wasser gestanden (siehe auch „Viel Eigeninitiative steckt im Vereinsheim“), war zeitweise nur mit einem Boot erreichbar gewesen. Vor allem im Keller, hier war viel mit Trockenbau gearbeitet worden und auch im Nebengebäude war der Schaden immens.

Immer wieder bewegte Olaf Däumichen die Frage, wie jemals die Flutfolgen beseitigt werden können, woher das dafür benötigte Geld kommen soll. Erste Fördermittelanträge wurden abgelehnt, weil sie für den UHC nicht zutrafen. Das machte nicht zuversichtlicher. Doch es wurden neue Anträge formuliert und dann kam er, der ersehnte Bewilligungsbescheid.
Doch der folgende Optimismus wurde auch schnell wieder gebremst. Eingeholte Kostenvoranschläge zeigten erhebliche Unterschiede, so dass erneut Unternehmen befragt wurden. Dann endlich war eines gefunden worden, bei man meinte, dass der Preis stimmt, und das noch dazu über alle erforderlichen Gewerke verfügt. Der Zuschlag wurde erteilt und seitdem geht es voran.
Auf Trockenbau im Keller wurde nun verzichtet, dafür entstanden massive Wände. „Hier müssen wir immer mit steigendem Grundwasser rechnen“, begründet dies Olaf Däumichen. Derzeit werden Fliesen angebracht. Neben den Sanitärbereichen befinden sich hier die ebenfalls erneuerte Heizung sowie ein Lagerraum für die vereinseigenen Skiausrüstungen.
Wenn im Keller die Arbeiten beendet sind, dann soll es im Nebengebäude weitergehen. Dort befinden sich eine Werkstatt und ein Vereinsraum, welcher derzeit aber als ein solcher nicht zu erkennen ist. Die Elektroversorgung soll so geändert werden, dass sie nicht gleich im Wasser liegt, wenn doch wieder einmal welches eindringen sollte. „Nach dem Hochwasserschutz für Elster hoffen wir natürlich, dass dies nicht geschieht“, so der Vereinschef. Dann sind die Wände an der Reihe. Tische und Stühle, die hier einmal Platz finden, hat der Verein bereits. Und wenn schon einmal gebaut wird, dann soll der letzte Schandfleck gleich mit verschwinden, das ehemalige Schwimmbecken, das ebenfalls von der Flut gezeichnet ist. Es wird verfüllt, bis zur Höhe der Zufahrt zum Vereinsgelände und dann gefliest. Hier entsteht ein weiterer, dringend benötigter Lagerraum.
Im Außenbereich hat sich schon einiges getan. Die Bäume und Sträucher vor dem Vereinsheim wurden entfernt. Anschließend mussten einige Rohre gewechselt werden. Dann wurden sehr grobe Kieselsteine aufgebracht und im Frühjahr soll bepflanzt werden, allerdings so, dass das Vereinsheim zu sehen bleibt.
Auch an der Beachvolleyballanlage bleibt einiges zu tun. Schwerpunkt ist hier das Auswechseln des Kieses, damit wieder gespielt werden kann. Die Arbeiten im Außenbereich wollen die etwa 125 Vereinsmitglieder nach Möglichkeit in Eigeninitiative erledigen.
Eigentlich hat der Unihockeyclub noch eine Feier offen. Kurz nach der Flut sollte das 15-jährige Bestehen des Vereins begangen werden. Das fiel natürlich im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Auch aus der Vorstellung, ein Jahr später zu feiern, wurde nichts, da das Vereinsheim nicht genutzt werden konnte. Deshalb hält sich Olaf Däumichen jetzt lieber mit Prognosen zurück. Nur ganz vorsichtig kommt: „Wir hoffen, Pfingsten alles geschafft zu haben“. Dass es dann eine Dankeschön-Veranstaltung für alle Beteiligten geben wird, steht schon fest. Darin integriert ist dann auch die Feier zum Vereinsjubiläum. Jedenfalls hat Olaf Däumichen seinen Optimismus, seine Freude wieder, das zeigt der Zusatz: „Dann müssen wir nicht so lange warten bis zum 20. Geburtstag unseres Vereins“.

 

Text  und Fotos: Boris Canje

 

Grundschule „Elbkinderland“ Elster

Da geht die Post  ab

02.02.2015

Die Zeugnisse waren verteilt, die Ferien konnten an der Grundschule „Elbkinderland“ in Elster eigentlich beginnen. Doch zunächst wurde am Freitag gefeiert, Fasching natürlich. Und nach der Stimmung im Atrium zu schließen, scheinen die Zeugnisse zur Zufriedenheit der Mädchen und Jungen ausgefallen zu sein.

Zur Eröffnung ihres lustigen Treibens hatte sich die Grundschule Gäste vom Elsteraner Carneval Verein eingeladen, die Blau-Weißen Funken. Sie rockten im wahrsten Sinne des Wortes das Atrium und versetzten die Faschingsgesellschaft zurück in die Zeit von Elvis Presley. Jedenfalls begeisterten sie so, dass eine Zugabe nicht zu vermeiden war. Und die jungen Tänzerinnen und der einzige tanzende Junge beim ECV ließen sich nicht lange bitten.
Mit diesem Auftritt war die Feier natürlich noch nicht beendet, sondern sie ging erst richtig los. Schüler der dritten und vierten Klasse hatten sich etwas einfallen lassen. Da tanzten vier Mädchen und offenbarten artistische Fähigkeiten. Henning wurde bei „We will rock you“ von seinen Klassenkameraden begleitet, die im Takt klatschten oder auf den Bühnenboden schlugen, und es wurden Häschen-Witze erzählt. Zum Abschluss des Programms wurde das Elbkinderlandlied gesungen. Die Veranstaltung war damit aber noch lange nicht beendet. Spiele und Tänze warteten auf die Mädchen und Jungen. Da war der Luftballontanz ebenso dabei wie „Rucki-Zucki“ und anderes mehr. Lange bitten ließ sich so gut wie keiner. Wer sich zierte, hatte kaum eine Chance, denn den Lehrerinnen wollte keiner einen Korb geben und so blieb nur der Weg auf die Tanzfläche. Einmal wurden alle Cowboys und Indianer, die wie immer reichlich vertreten waren, auf die Bühne gebeten. Sie sangen und tanzten „Komm hol’ das Lasso raus“ und alle anderen machten natürlich fleißig mit.
An Kostümen war so ziemlich alles zu finden, was man sich vorstellen kann: Ritter, Prinzessinnen, Gespenster, Ninja-Kämpfer und anderes mehr. Zum Teil waren es richtig aufwendige Verkleidungen. Natürlich durften auch Kicker nicht fehlen. Sogar eine Fußballerin war diesmal auszumachen. Und gleich drei Bienen, alles Lehrerinnen, die nicht müde wurden zu versichern, sich vorher nicht abgesprochen zu haben. Zur Stärkung gab es jede Menge Bonbons und ein Wiener Würstchen.
Für die Mädchen und Jungen der Grundschule „Elbkinderland“ war es jedenfalls ein amüsanter Abschluss des ersten Schulhalbjahres. Jetzt dürfen sie sich erst einmal zwei Wochen erholen und dann heißt es natürlich wieder: fleißig lernen.

 

Weitere Bilder gibt es in der Foto-Galerie.

Text und Fotos: Boris Canje

 


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